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Reifen-Mythen und die Wirklichkeit

28 Oktober, 2016

Manche Reifen-Mythen halten sich hartnäckig - auch wenn sie die Entwicklung eigentlich längst überholt hat. Aber andere gelten tatsächlich noch immer - zumindest mit Einschränkungen. Was stimmt und was nicht?
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Der TÜV Thüringen gibt die Antworten.
Die Oktober-bis-Ostern-Regel beispielsweise ist noch ziemlich aktuell: Wer in diesem Zeitraum mit Winterreifen fährt, ist auf der sicheren Seite. Wer aber nicht täglich auf sein Auto angewiesen ist oder in flachen Regionen mit wenig Schneefallwahrscheinlichkeit wohnt, muss sich nicht zwingend daran halten. "Spätestens aber Mitte November sollten die Winter-Pneus aufgezogen werden. Denn dann können sich die Temperaturen auch tagsüber dauerhaft im Frostbereich beziehungsweise um die Null-Grad-Grenze bewegen", so der TÜV-Fahrzeugexperte Torsten Hesse.
Dass das mit "O bis O" nur noch mit Einschränkungen gilt, hat auch mit einer anderen festgefügten Überzeugung zu Reifen zu tun, mit dem so genannten Sieben-Grad-Mythos. Der besagt, dass Sommerreifen unter sieben Grad Celsius weniger Grip aufbauen als Winterreifen. Doch das ist heutzutage nur bedingt richtig. "Moderne Sommerreifen können auf Nässe und bei trockenen Bedingungen auch noch knapp über dem Gefrierpunkt Vorteile gegenüber den Winterspezialisten hinsichtlich Traktion und Bremsverhalten aufweisen", so Hesse. Möglich machen das innovative Reifenmischungen, verbesserte Profile und breitere Reifen.
Die witterungsbedingte Straßenbeschaffenheit, also ob schneebedeckte, reifüberzogene oder vereiste Fahrbahnverhältnisse vorherrschen, hat den entscheidenderen Einfluss auf den Reifengrip als nur die reine Außentemperatur. Deshalb hat der Gesetzgeber auch die situationsbedingte Winterreifenpflicht eingeführt. Eine strikte Wechselempfehlung bei sieben Grad Celsius ist also nicht korrekt. mid/rhu

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