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Autobahnstau - und nun?

04 Juli, 2024

Nichts geht mehr. Staus auf der Autobahn können schon einiges an Geduld abverlangen. Wie Autofahrende

auf diese Herausforderung reagieren, klärt eine aktuelle Umfrage der Tankstellenkette HEM.

Der Stau ist ein allgegenwärtiges Problem:
Rund 61 Prozent der Befragten stehen etwa ein- bis zweimal im Monat im Stau, während 13 Prozent sogar wöchentlich betroffen sind. Besonders häufig treten Verkehrsstockungen im Feierabendverkehr am späten Nachmittag auf, wie 58 Prozent der Teilnehmer bestätigen. Bei den Wochentagen birgt der Freitag für 39 Prozent aller Befragten das größte Staupotential auf Autobahnen. Dagegen steht der Sonntag mit nur vier Prozent der Stimmen an letzter Stelle im Stau-Ranking und stellt so für die Befragten den besten Reisetag dar.

Wenn der Straßenverkehr zum Erliegen kommt, nutzen 69 Prozent der Autofahrer die Zeit, um sich im Radio über die aktuelle Verkehrslage zu informieren oder Musik zu hören. Gespräche mit Mitfahrern sind für jeden Dritten beliebt (33 Prozent), während 17 Prozent die Zeit für Telefonate nutzen. Einige Autofahrer, etwa zehn Prozent, greifen im Stau zu Snacks, um die Wartezeit zu überbrücken.

Ablenkungen jeglicher Art kommen wie gerufen, wenn der Verkehr stockt - schließlich kann das lange Warten schnell zur Geduldsprobe werden. Dennoch stufen die meisten Autofahrer (87 Prozent) ihre emotionale Reaktion auf Staus als eher gelassen bis nur leicht genervt ein. Lediglich zwölf Prozent der Befragten geben an, dass sich ihre Stimmung hierdurch erheblich beeinflussen oder gar zu Frustration entwickeln würde. Nur etwa ein Prozent der Befragten kann die eigenen Emotionen bei Verkehrsstillstand nicht zurückhalten und reagiert mit Wut.

Was also tun, wenn der Stau-Stress überhandnimmt oder man zeitgleich von Grundbedürfnissen geplagt wird?
Raststätten spielen im Umgang mit Staus eine zentrale Rolle, wie die Umfrageergebnisse deutlich machen. 57 Prozent der Befragten nutzen die Auszeit, um sanitäre Einrichtungen aufzusuchen, während 41 Prozent die Möglichkeit schätzen, das Fahrzeug zu verlassen und sich die Beine zu vertreten. Für 21 Prozent der Autofahrer sind Raststätten zudem eine willkommene Gelegenheit dafür, sich mit Snacks zu versorgen und den Tank aufzufüllen.

Nicht nur die eigenen Belange, sondern auch der rücksichtsvolle Umgang untereinander sowie das korrekte Verhalten spielen während des Stillstands auf der Autobahn für viele Befragte eine wichtige Rolle. Schließlich steckt hinter der Blockade häufig eine prekäre Situation, die möglichst schnell von Rettungskräften erreicht werden muss. Um sicher und verantwortungsbewusst im Stau zu fahren, bilden 86 Prozent der Autofahrer konsequent eine Rettungsgasse und 76 Prozent achten darauf, ausreichend Abstand zum Vordermann zu halten. Jeder Zweite (50 Prozent) schaltet bei längerem Stillstand zusätzlich den Motor ab, um Kraftstoff zu sparen und die Umwelt zu schonen.

Je vorbildlicher Autofahrer ihr eigenes Verhalten im Stau einschätzen, desto mehr stören sie sich an den Fehlern anderer Verkehrsteilnehmer: Als besonders ärgerlich empfinden 69 Prozent der Autofahrer eine fehlende Rettungsgasse, während weitere 40 Prozent sich über aggressive Fahrer ärgern.

Obwohl die meisten Staus laut mehr als der Hälfte der Befragten (55 Prozent) zwischen zehn und 30 Minuten andauern, betrachten 36 Prozent der Autofahrer die verlorene Zeit als größtes Problem. Andererseits ärgert sich hingegen fast jeder Dritte (28 Prozent) darüber, nicht genau zu wissen, wie lange der Stillstand noch andauern wird.
mid/asg

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