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Vignettenkauf: Vorsicht vor Pickerl-Gaunern

04 August, 2022

Früher gehörte das Kleben von Vignetten an die Windschutzscheibe zu einer der ersten Urlaubsbeschäftigungen. Heute kann das in vielen Ländern bequem digital erledigt werden. Doch Cyberkriminelle wittern hier ihre Chance, um mit

Fake-Webseiten Reisende in die Falle zu locken.
Ein aktuelles Beispiel zeigt, wie Gauner französische Umweltplaketten für ihre Zwecke missbrauchen.

Ob Slowenien, Tschechien, Österreich oder Ungarn: Mit den Digitalvignetten sind Urlaubsreisen deutlich einfacher geworden. Das Kfz-Kennzeichen wird registriert und das Kleben auf der Windschutzscheibe entfällt. Diese Vereinfachung hat Betrüger und Abzocker auf den Plan gerufen. Beim Kauf im Internet sollte daher sorgfältig geprüft werden, wo die Vignette erworben wird.

In aktuellen Fälle wird von Shops berichtet, die neben der Vignette die Registrierung des Kennzeichen als Dienstleistung verkaufen. Das Gefährliche daran:
Diese Shops sind nicht illegal und werden bei Suchmaschinen weit oben in den Ergebnissen angezeigt werden.
Aber auch Fake-Webseiten lassen sich zum Teil sehr leicht erstellen, wie das Beispiel der Umweltplakette in Frankreich zeigt.

In Frankreich benötigen Autofahrer in bestimmten Regionen eine spezielle Umweltplakette(Crit'Air). Diese gibt es über eine offizielle Webseite, doch schon bei der Suche im Internet tauchen verschiedene andere Seiten auf, die ebenfalls diesen Aufkleber anbieten. Eine Webseite zu fälschen, ist nicht schwer. Gerade in Bezug auf die französische Umweltplakette gibt es mehrere Berichte über Betrugsfälle. Erst recht, wenn die Webseite lediglich in der Landessprache verfasst ist, tun sich ausländische Urlauber bei der Prüfung auf Echtheit schwer.

Reisende sollten daher nur bei den offiziellen Stellen eine Vignette oder Plakette kaufen. Das gibt die Sicherheit, dass es auch nach der Reise kein böses Erwachen gibt. Denn wird eine digitale Vignette nicht richtig angemeldet, besteht die Gefahr, dass es nach der Nutzung der Autobahnen zu einer nachträglichen und deutlich höheren Zahlungsaufforderung kommt. Gerade bei zwielichtigen Shops, wo Autofahrer möglicherweise gar keine Kaufquittung erhalten, ist Vorsicht geboten. Dadurch ist nicht sichergestellt, dass der Verkäufer die Zahlung bearbeitet und eine Vignette beauftragt hat.
Die Tipps der "ESET"-Sicherheitsexperten:
Achten Sie vor dem Kauf darauf, dass es sich um die Webseite des jeweiligen Autobahnbetreibers handelt. Daher sollte diese Seite vor der Bestellung sehr genau geprüft werden. Ein Indikator ist der Preis, denn der ist gesetzlich vorgeschrieben und das lässt keine Abweichungen zu. Im Zweifel können Vignetten auch bei Verkehrsclubs gekauft werden.

Gibt es gar kein Impressum, sollte man die Finger von einem Kauf lassen. Ist keine Steuernummer ausgewiesen, ist ebenfalls Vorsicht geboten. Vor dem Vignettenkauf sollten Nutzer grundsätzlich sehr genau im Internet den Anbieter recherchieren.
Liegen vielleicht Erfahrungsberichte anderer Käufer vor?
Eine Quittung ist Pflicht:
Der Nachweis über den Kauf der digitalen Vignette muss vom Verkäufer ausgestellt werden. Nur so kann der Käufer nachweisen, dass er ein Pickerl erworben hat. Wurde kein Beleg ausgestellt, sollte der Verkäufer umgehend kontaktiert werden. mid/rhu

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