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Fahrradtypen: Fatbikes - Teil 14

13 April, 2018

Wissenswertes zum Fahrradtyp Fatbikes. Die Fatbikes sind echte Hingucker: Ihren Namen haben sie von

den voluminösen Reifen, die bis zu 5 Zoll
(ca. zwölf Zentimeter) breit sein können.
Vom Mountainbike kommend, steht das Fatbike für Spaß, Geländeeignung und Expedition. Aufgrund ihres großen Volumens können die Reifen mit erstaunlich niedrigen Luftdrücken (ca. 0,5 Bar) gefahren werden und bieten so eine immense Traktion, was das Fatbike als Geländerad für die nasse, schneereiche Jahreszeit ebenso wie für losen Untergrund wie Sand prädestiniert.

Ihr Debüt hatten die dicken Räder im Schnee Alaskas (unter anderem im Rahmen der Fahrrad-Befahrung des Schlittenhunderennens Iditarod) und rollten etwa 20 Jahre lang unentdeckt durch die Weiten des nördlichen US-Bundesstaates. Ihren weltweiten Durchbruch erlebten Fatbikes vor fünf Jahren. Bis 2016 hatte jeder größere und so mancher kleinere Anbieter mindestens ein Modell im Programm. Seit vergangenem Jahr schrumpft laut Pressedienst Fahrrrad das Angebot aber wieder.

Das „Pilger“ der schwäbischen Manufaktur Velotraum (ab 2490 Euro) war 2013 einer der Fatbike-Vorreiter aus Deutschland. Das Modell nutzt die langjährige Erfahrung des Herstellers im Segment individueller Reiseräder und ist zum Beispiel im Baukastensystem konfigurierbar (u. a. Schaltung, Beleuchtung, Farbe). Der Aluminiumrahmen verfügt über die nötigen Gewinde und Ösen zur Montage von Gepäck- und Flaschenträgern, auch die hauseigene Stahlgabel lässt sich mit allerlei Gepäckträgern ausrüsten.

Für Einsteiger bietet das „Double Double 70“ von Felt für 1299 Euro viel Rad mit 27 Gängen und Scheibenbremsen der Mittelklasse. Mit Aluminiumrahmen und starrer Gabel wiegt es unter 16 Kilogramm. Ein Rad für den sportlicheren Einsatz und mit 80-Millimeter-Federgabel und Zwei-Gang-Kettenschaltung ist das „Mobster SX“ von Stevens (1499 Euro) aus Hamburg. Wer Wert auf eine aggressivere Geometrie oder Maßanfertigung legt, wird beim niedersächsischen MTB-Spezialisten Nicolai mit dem „Argon Fat“ fündig. Der Rahmen (ab 1449 Euro) nimmt Federgabeln mit bis zu 120 Millimetern Federweg und ist er für alle Antriebsformen vorbereitet, ob Singlespeed, Ketten- oder Nabenschaltung. Auch das Zentralgetriebe von Pinion (ab 3199 Euro) und Carbonriemenantrieb sind möglich. Salsa Cycles aus den USA bietet mit der Serie „Bucksaw“ Fatbikes mit Vollfederung an. Das Komplettrad gibt es ab 2799 Euro.

Ein E-Motor erhöht bei den Überall-hin-Fahrrädern mit den dicken Reifen den Fahrspaß zusätzlich. So hat Felt mit dem „Lebowsk-E“ (4599 Euro) und dem „Outfitter“ (4.199 Euro) zwei elektrifizierte Modelle mit Bosch-Mittelmotor im Programm hat. Auch der Schweinfurter Hersteller Haibike hat motorisierte Fatbikes im Angebot: Das „Xduro FatSix 8.0“ kommt als Hardtail mit Bosch-Motor (3499 Euro) und als „Full Fat Six 9.0“ auch mit Vollfederung (4599 Euro).

Bereits seit Mitte 2014 sind Federgabeln mit dem nötigen Reifendurchlass zum Nachrüsten erhältlich, wie etwa die „Bluto“ von Rock Shox (luftgefedert, ab 715 Euro). Die breiten Reifen brauchen allerdings auch breite Naben – so hat sich am Vorderrad das Maß 150 Millimeter statt der bei schmaleren Rädern üblichen 100 bzw. 110 Millimeter etabliert. Fürs Hinterrad sind (zusätzlich zu diversen Achsbauweisen) Naben mit den Einbauweiten 170, 177, 190 und 197 Millimetern bei verschiedenen Anbietern zu finden.

Auch wenn der Boom recht schnell verebbte, verdankt die Branche dem Fatbike zum Beispiel die zwischen 2,6 und drei Zoll breiten Plus-Reifen, die das Mountainbiking weiter gebracht haben und mittlerweile auch an E-Mountainbikes gern montiert werden. ampnet/jri

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