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Leasing oder Kauf: E-Autos werden mit bis zu 6.000 Euro gefördert

19 Januar, 2026

elektroautoschildDer Bund wird den Kauf oder das Leasing von Elektroautos mit einem Zuschuss zwischen 1.500 Euro und maximal 6.000 Euro fördern. Das gab heute, 19. Januar 2026,

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Umweltminister Carsten Schneider bekannt. Die Summe ist nach Fahrzeugart, Einkommen und Größe der Familie gestaffelt. Das Jahreseinkommen des Haushaltes darf 80.000 Euro bzw. maximal 90.000 Euro bei Familien mit Kindern nicht übersteigen. Insgesamt stehen drei Milliarden Euro bereit. Die Bundesregierung rechnet damit, dass das Geld für die nächsten drei oder vier Jahre und für bis zu 800.000 Autos reicht. Anträge können voraussichtlich ab Mai gestellt werden. Die Regelung soll rückwirkend ab 1. Januar dieses Jahres gelten.

Fahrzeuge mit Range-Extender und Plug-in-Hybride werden ebenfalls gefördert, sofern die sie bestimmte klimaschutzrelevante Anforderungen erfüllen. Ob auch Modelle mit Brennstoffzellenantrieb in die Förderung aufgenommen werden, wird noch geprüft. Davon gibt es in Deutschland derzeit nur zwei Angebote.

Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe begrüßt die Eckpunkte ebenfalls. Die geplanten Maßnahmen setzen aus Sicht der Branche wichtige Impulse für den Hochlauf der Elektromobilität und schafften zugleich mehr Planungssicherheit für Verbraucher und für den Kfz-Handel.

Positiv bewertet der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) die soziale Staffelung der Förderung. Liegt das zu versteuernde Haushaltseinkommen unter 60.000 Euro, erhöht sich der jeweilige Förderbetrag um 1000 Euro. In einer weiteren Stufe, bei einem Einkommen unter 45.000 Euro, kommen nochmals 1.000 Euro hinzu. Zusätzlich ist für Familien mit Kindern ein weiterer Förderbetrag von 500 Euro pro Kind vorgesehen, maximal für zwei Kinder.

Auch Filip Thon, Chef von Eon, sprach von einem positiven Signal: „Elektrisch fahren ist heute in den meisten Fällen schon günstiger als der Betrieb eines Verbrenners, geht jedoch häufig mit höheren Anfangsinvestitionen einher. Genau hier setzt die neue Förderung an und unterstützt insbesondere auch Familien dabei, ihre Mobilität umweltfreundlich zu gestalten.“ Fahrer elektrischer Autos könnten ihre Mobilitätskosten zudem durch intelligente Ladetarife und das Verkaufen der THG-Quote um rund 500 Euro jährlich senken. Eon beispielsweise bietet Fahrzeughaltern eine THG-Prämie von 260 an (270 Euro für Kunden) an. Wer einen bestimmten Stromtarif bucht, der kann zusätzlich von einem Nachtladebonus von bis zu 240 Euro jährlich profitieren.

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) sprach sich dafür aus, im Zuge der Evalution im kommenden Jahr auch Gebrauchtwagen mit einzubeziehen, da auch sie zur Stärkung der Elektromobilität und zum Erreichen der Klimaziele einen wichtigen Beitrag leisteten.

Ähnlich sieht es der Verband der Automobilhändler Deutschlands (VAD). Grundsätzlich wird das Förderprogramm begrüßt, vermisst wird aber auch hier eine Bezuschussung von Gebrauchtkäufen, zumindest von Jahreswagen. „Hätte sich die Bundesregierung dazu entschließen können, auch Jahreswagen in den Kreis der förderfähigen Fahrzeuge aufzunehmen, fiele es Familien mit kleinen und mittleren Einkommen sehr viel leichter, auf Elektroautos umzusteigen. Denn dieser Kundenkreis kauft in der Regel kaum Neuwagen“, so VAD-Präsident Burkhard Weller. ampnet/aum

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Bildquelle: kfz-auskunft.de/ub

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