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Fahrzeugmarke Honda frischt ihre Hybride auf

15 September, 2025

Automobilhersteller Honda sieht sich auf dem richtigen Kurs. Nachdem reine Elektroautos nun doch nicht den

reißenden Absatz finden, den Politik und Industrie nicht müde wurden zu prognostizieren, rechnen die Japaner bis 2030 mit einem steigenden Bedarf an Vollhybrid-Fahrzeugen. Da trifft es sich, dass sie ihre Modellpalette inzwischen komplett durchhybridisiert haben, inklusive jüngster Auffrischungen. Im Frühjahr rollte der überarbeitete HR-V in den Handel, im Oktober folgt der Civic, ebenfalls mit einigen Modifikationen.

In beiden Fällen beschränken sich die Änderungen außen wie innen jedoch eher auf kosmetische Retuschen. Beim Civic sind das ein neuer, schwarz umrandeter Kühlergrill, Verkleidungen an der Front und den vorderen Scheinwerfern sowie ein in Wagenfarbe gehaltenen Spoiler am unteren Stoßfänger. Im Innern verfügen alle Ausstattungslinien der 4,56 Meter langen Coupé-Limousine nun über einen schwarzen Dachhimmel, Mattchrom-Akzente an den Lüftungsdüsen und je zwei USB-C-Anschlüsse vorne wie hinten.

Auch das coupéähnlich gestylte SUV HR-V trägt nun einen überarbeiteten Grill mit schwarzer Zierleiste zwischen den insgesamt dunkler gehaltenen Scheinwerfern und markanter geformten Stoßfängern. Die Änderungen am Heck beschränken sich auf eine neue LED-Lichtleiste über die gesamte Breite. Hinzu kommen drei neue Außenlackierungen. Im Innenraum wurden der untere Bereich der Armaturentafel und die in schwarzem Klavierlack gehaltene Mittelkonsole flacher gestaltet. Neben einer besseren Schalldämpfung soll in allen HR-V serienmäßig abgedunkeltes Privacy Glass für mehr Komfort an wärmeren Tagen sorgen.

Mehr her machen da schon die zusätzlichen Ausstattungsfeatures. Die Civic-Einstiegsversion „Elegance“ kommt neben Klimaautomatik, Lederlenkrad und Navisystem nun mit einer induktiven Ladestation fürs Smartphone und automatisch abblendendem Innenspiegel. Die „Sport“-Ausstattung mit grau-matten 18-Zoll-Alufelgen verfügt über ein beheizbares Lenkrad und digitales Kombiinstrument mit 10,2-Zoll großem Display. Und bei der Topversion „Advance“ finden sich neben einem Bose-Soundsystem und Panorama-Glasschiebedach nun zusätzlich ein dunkler Dachhimmel sowie Ambiente-Licht im Fußraum und der vorderen Türinnenverkleidung. Auch beim HR-V gibt es ähnlich abgestufte Ausstattungsverbesserungen, wobei die so genannten „Magic Seats“ in der zweiten Reihe, die sich mit einfachen Handgriffen flach umklappen oder komplett aufrichten lassen, nun auch schon in der Einstiegsversion verbaut sind.

Das Beste aber: Das alles gibt es zu günstigeren Preisen, zumindest beim Civic. So kostet der Einstieg „Elegance“ nun trotz der zusätzlichen Features nur noch 37.900 statt 39.500 Euro und die mittlere Variante „Sport“ startet bei 38.900 statt 41.000 Euro. Die höchste Ausstattung „Advance“ ist mit 41.400 Euro sogar 3300 Euro günstiger als bisher. Beim HR-V ändern sich die Preise kaum, dafür gibt es neue Ausstattungslinien mit exklusiven Designdetails. Die Einstiegsversion „Elegance“ u.a. mit 18 Zoll-Leichtmetallfelgen, Rückfahrkamera und Sitzheizung startet ab 34.700 Euro, „Advance“, zusätzlich mit LED-Scheinwerfer und elektrischer Heckklappe, beginnt bei 37.000 Euro. In den neuen Varianten finden sich weitere Features wie 18-Zoll-Alus (Advance Plus), Dachreling, 360-Grad-Kamera und Zweifarblackierung (Advance Style) oder auch ein Panorama-Glasdach (Advance Style Plus), die dann allerdings auch über die 40.000-Euro-Hürde springen.

Angetrieben werden beide Modelle unverändert durch Hondas selbst entwickelten Vollhybridantrieb, bestehend aus einer Lithium-Ionen-Batterie, zwei Elektromotoren sowie einem Vierzylinder-Benzindirekteinspritzer. Im Civic ist das ein 2-Liter-Aggregat mit 143 PS (105 kW), das im Zusammenspiel eine Systemleistung von 184 PS (135 kW) und 315 Nm Drehmoment erzeugt. Beim HR-V ist ein 1,5-Liter-Verbrenner mit 107 PS (79 kW) am Werk, was auf eine Gesamtleistung von 131 PS (96 kW) und 153 Nm hinausläuft. Das Besondere an Hondas Hybridantreb ist, dass er ohne Getriebe je nach Situation und Bedarf nahtlos und ohne Eingreifen des Fahrers zwischen Elektro-, Hybrid- und Verbrennebetrieb wechselt. So geht es beim Anfahren oder im städtischen Stop&Go überwiegend elektrisch. Erst bei starker Beschleunigung wechselt der Antrieb in den Hybridmodus, wobei die Räder weiter über den Elektromotor angetrieben werden, der wiederum seine Energie vom Benziner erhält. Und bei konstant hohem Tempo auf der Autobahn wird das System direkt vom Verbrenner angetrieben, plus elektrischer Boost-Funktion bei Bedarf. Wird Höchstgeschwindigkeit verlangt, wechselt das System zurück in den Hybridantrieb, um die volle Leistung des Elektromotors freizusetzen.

In der Praxis funktioniert das ganz anständig. Sowohl beim Civic als auch beim HR-V bekommt der Fahrer am Lenkrad vom ständigen Hin und Her unterm Blech so gut wie gar nichts mit. Beide Antriebe zeigen eine durchweg kräftige und lineare Beschleunigung, ohne das bekannte lästige Hochdrehen und den zeitversetzten Antritt eines stufenlosen CVT-Getriebes. Einzig beim HR-V jault bei stärkerer Last oder beim Kickdown, also wenn das Gaspedal spontan aufs Bodenblech gedrückt wird, der Verbrenner kurz mal auf, nur um sich anschließend mit Kraft ans Werk zu machen. Dabei beschleunigt das 4,36 Meter kurze SUV je nach Ausstattung in 10,6 bis 10,8 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht eine Spitze von 170 km/h.

Deutlich sportlicher absolviert leistungsbedingt der Civic den Standardsprint in 7,8 bis 8,1 Sekunden, bevor auch er bei 180 km/h Höchstgeschwindigkeit limitiert wird. Alles im Sinne eines bemerkenswert sparsamen Verbrauchs. So soll sich die Coupé-Limousine trotz ihrer vergleichsweise üppigen Leistung mit 4,7 bis 5,0 Liter nach WLTP-Norm begnügen. Beim HR-V sollen es trotz kleinerer Maschine, aber bedingt durch den höheren Aufbau und entsprechend schlechteren Aerodynamik 5,4 Liter sein.

Unterm Strich bleibt sich Hersteller Honda treu:
Mit dezenten Design-Retuschen, aufgewerteter Ausstattung und einem Hybridantrieb, der im Alltag überzeugt, positionieren sich Civic und HR-V als smarte Alternative zwischen reinen Verbrennern und Stromern. Ob das genügt, um im umkämpften Markt gegen mutigere Wettbewerber zu bestehen, bleibt abzuwarten. Ein pragmatischer Kurs in unsicheren Zeiten ist es jedoch ganz sicher. ampnet/aum

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