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Wie steht es um Deutschlands Radwege?

19 Oktober, 2020

Untersucht wurden 120 Routen in zehn deutschen Großstädten. Nach den geltenden Standards, sollen Radwege, die nur in einer Richtung befahren werden dürfen, mindestens 1,6 Meter breit sein, im Regelfall zwei Meter.
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Immer mehr Menschen steigen auf Rad, Pedelec oder E-Bike um. Der Automobilclubs ADAC hat in einer aktuellen Stichprobe geprüft, ob bestehende Radwege diesem Ansturm gewachsen sind.
Das Ergebnis:
Jeder dritte Radweg ist zu schmal und erfüllt nicht einmal die Mindeststandards.

Untersucht hatte der Autoclub ADAC 120 Routen in zehn deutschen Großstädten. Nach den geltenden Standards sollen zum Beispiel Radwege, die nur in einer Richtung befahren werden dürfen, mindestens 1,6 Meter breit sein, im Regelfall zwei Meter.

Doch wie sieht das in der realen Verkehrswelt aus?
Über alle Radwege hinweg konnten im Test des Autoclubs ADAC 36 Prozent nicht einmal die jeweilige Mindestbreite erfüllen.
Die Regelbreiten erreichte oder überschritt sogar nur jeder fünfte Radweg.
Nur Kiel schnitt mit einem guten Gesamturteil ab. Hier ist keine der befahrenen Route durchgefallen, knapp die Hälfte war "sehr gut" oder "gut". Anders in Mainz und Hannover:
Beide Städte fielen mit "Mangelhaft" durch den Test.
In Mainz waren 70 Prozent der Routen mangelhaft oder sehr mangelhaft, in Hannover 58 Prozent. Die weiteren Städte im Test (Bremen, Dresden, Erfurt, München, Saarbrücken, Stuttgart und Wiesbaden) erhielten die Testnote "ausreichend".

Breitere Radwege erhöhen die Sicherheit für den immer stärker wachsenden Radverkehr. "Daher sollte nach Ansicht des ADAC beim Bau neuer Radwege auf die Einhaltung der Regelbreiten geachtet werden und die Mindestbreite nur eine Ausnahme sein", sagt ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand.

Für viel genutzte Radwege sollten bei der Planung außerdem Breitenzuschläge eingerechnet werden, um etwa sicheres Überholen auch breiterer oder unterschiedlich schneller Fahrzeuge zu ermöglichen. Dabei seien die Belange aller Beteiligten wie Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer und Anwohner zu berücksichtigen, so Gerhard Hillebrand. Den Verkehrsraum vorschnell, beispielsweise durch Pop-UP-Radwege umzuverteilen, sei nicht das richtige Mittel.

Neben oft unzureichend breiten Radwegen stellten die Tester beim Abfahren der Strecken auch andere Behinderungen fest:
In einigen Städten werden Radfahrer durch falsche geparkte Autos, wuchernde Pflanzen, Bäume oder schlecht angebrachte Verkehrsschilder behindert. mid/rlo

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