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Fahrradtypen für die Stadt - Teil 2

15 Januar, 2018

Citybike, Tiefeinsteiger oder Faltrad - Welcher Fahrradtyp für die Stadt ist für wen geeignet?

Fahrrad-Typenkunde (2): Durch den Stadtverkehr
Im Zeichen der Mobilitätsdiskussion gewinnt das Fahrrad auch als Transportmittel in der Stadt wieder mehr an Bedeutung. Rund ein Viertel aller hierzulande verkauften Räder gehört in die Brot-und-Butter-Kategorie „Citybike“, zu der auch Holland- und Tourenräder zählen. Für den Pressedeinst Fahrrad ist das nicht verwunderlich, denn dieser Fahrradtyp passt gut in den Bedarf des deutschen Durchschnittsradlers. Der legt im Jahr selten mehr als 4.000 Kilometer zurück und Wert auf Fahrkomfort. Außerdem will er sich nicht intensiv ums Rad kümmern.

Auch diesem Wunsch kommt ein Citybike entgegen, denn es hat in der Regel eine robuste und weitgehend wartungsfreie Nabenschaltung mit drei bis acht Gängen – je nach Topographie. Bessere Stadträder für Vielfahrer sind heute auch mit Neun- oder Elf-Gang-Naben ausgestattet. Die Luxusklasse der Stadträder weist mitunter auch ein Naben- oder Rahmengetriebe mit bis zu 18 Gängen auf. Großer Vorteil der Naben- und Rahmenschaltungen im Alltag ist die mögliche Montage eines Kettenschutzes und der geringe Verschleiß der Kette gegenüber Kettenschaltungen. Komplett wartungsarm wird das System mit einem Carbonriemen statt der Kette – das freut auch die Hose, denn sie wird nicht mehr mit Kettenöl verschmiert. Der Carbonriemen findet sich deshalb immer öfter an Alltagsrädern.

Die Rücktrittbremse, sonst weitgehend ausgestorben, erfreut sich zumindest in nördlichen Gefilden bei diesem Fahrradtyp noch immer einer gewissen Beliebtheit und wird bisweilen mit zwei Felgenbremsen oder Scheibenbremsen ergänzt. Auch in den unteren Preisklassen ist bei modernen Citybikes eine Lichtanlage mit Nabendynamo, LED-Scheinwerfer und Standlicht mittlerweile Standard. Andere Komfort- und Sicherheitsmerkmale wie ein winkelverstellbarer Vorbau, eine Federgabel oder eine gefederte Sattelstütze machen dann den Aufpreis aus. 28-Zoll-Laufräder sind beim Citybike die Regel, aber auch 26-Zöller finden sich auf dem Markt.

Tiefeinsteiger
Komfortables Auf- und Absteigen ermöglichen so genannte Tiefeinsteiger dank eines weit nach unten geschwungenen Zentralrohrs. Damit der Fuß bequem durch den Rahmen geführt werden kann, ist der Radstand einige Zentimeter länger als beim Standard-Citybike. Tiefeinsteiger bieten eine sehr aufrechte Sitzposition, der Fahrer thront fast über dem Hinterrad. Eine Federgabel kann daher zugunsten einer Federsattelstütze entfallen. Ein aktueller Vertreter dieser Art ist das Winora „Weekday“ mit Drei-Gang-Nabenschaltung, Felgenbremsen und Nabendynamo. Es kostet 499 Euro.

Das reine Damenrad war gestern: Stadträder ohne „Stange“ werden längst von beiden Geschlechtern gefahren. Der Grund dafür ist vor allem in der großen Rahmenstabilität der Trapezrahmen zu finden, die auch für schwerere und kräftige Fahrer geeignet sind. Beim Unisex-Citybike ist der Rahmen nicht so tief heruntergezogen wie beim Tiefeinsteiger und die Sitzposition nicht ganz so aufrecht. Ein komplett ausgestatteter Vertreter mit Federgabel ist etwa das „Boulevard Forma“ von Stevens für 899 Euro. Ein sportliches und leichteres Beispiel ist das Koga „F3 6.0“ mit Elf-Gang-Nabenschaltung und Riemenantrieb von Gates, das dann aber auch 1999 Euro kostet.

In der Gattung Stadtfahrrad tummelt sich auch das Gros der E-Bikes. Aufgrund der größeren Belastung des Materials durch das Mehrgewicht von Motor und Akku und im Schnitt höhere Geschwindigkeiten wird hier entsprechend gesteigerter Wert auf eine angemessene Ausstattung und eventuelle Federung gelegt. Beispiele für die Stadträder unter den E-Bikes sind die vollintegrierte Flyer „U-Serie“ (ab 3.399 Euro), das Koga „E-Nova RT“ (3.099 Euro) oder die Winora „Sinus i“-Reihe (ab 2599 Euro).

Das Faltrad
Intermodalität nennt die Verkehrswissenschaft das tägliche Verhalten von Großstädtern oder Pendlern: Sie kombinieren verschiedene Verkehrsmittel. Für viele von ihnen ist daher das Faltrad eine schlüssige Wahl: Es darf kostenlos mit in die Bahn und nimmt am Arbeitsplatz wie auch zuhause kaum Platz weg. Berühmt etwa für das kleinste Packmaß ist der englische Klassiker Brompton (ab 1.300 Euro), Fans des Faltrads „Birdy“ von Riese & Müller (ab 1.399 Euro) wiederum schätzen die Vollfederung der kleinen Räder. So genannte Kompakträder erkennt man an kleinen Laufrädern – meist sind es 20 Zoll. In Kombination mit Klapplenkern und Faltpedalen weisen sich auch elektrifizierte Modelle wie das Flyer „Flogo“ (ab 3.299 Euro), Winoras „Radius“ (ab 2.199 Euro) oder Riese & Müller „Tinker“ (ab 3.099 Euro) auch geringen Platzbedarf auf und überzeugen mit wendigem Fahrverhalten. ampnet/jri

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