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TÜV-Report Nutzfahrzeuge: Rollende Sünder

09 Oktober, 2017

Im neuen TÜV-Report Nutzfahrzeuge kommen ältere Kleintransporter und leichtere Nutzfahrzeuge nicht gerade

gut weg.
Die Vorteile der automobilen Nutztiere, ob unter 7,5 Tonnen oder über 18 Tonnen sind reichlich bekannt. Lasten und Güter über tausende Kilometer von A nach B zu transportieren wäre ohne diese Nutzfahrzeuge kaum noch denkbar. Umso wichtiger ist es, dass genau diese Fahrzeugkategorie in puncto Fahrsicherheit und Verkehrstauglichkeit besonders gut in Augenschein genommen wird. In Deutschland übernimmt dies, wie auch bei Pkw und Motorrädern, unter anderem der Technische Überwachungsverein, kurz TÜV. Und genau der hat nun in seinem Report Nutzfahrzeuge festgestellt, dass über 20 Prozent, sprich mehr als jedes fünfte der untersuchten Fahrzeuge erhebliche Mängel aufweist.
Vor allem ältere Kleintransporter und leichtere Nutzfahrzeuge schneiden schlecht ab.
Schwere Lkw und Zugmaschinen kommen ein wenig besser davon. In Zahlen ausgedrückt schaut dies folgendermaßen aus:
Bei den Fahrzeugen bis 7,5 Tonnen weisen 21,7 Prozent, bei den 7,5 bis 18 Tonnen 22,8 Prozent und bei den über 18 Tonnen schweren Fahrzeugen 18,1 Prozent erhebliche Mängel auf. Der Durchschnitt liegt bei 21,4 Prozent.
Vor allem defekte Scheinwerfer, schlechte Bremsen und Ölverlust an Motor und Antrieb bieten hier Grund zur Besorgnis. Bei elf Prozent der fünfjährigen Fahrzeuge ist die hintere Beleuchtung zu beanstanden. Bei fünf Prozent sind die Öl-Lecks ein Problem, die zu Brand- und Explosionsgefahr führen können. Kleinere Transporter haben zumeist mit schlechten Bremsen zu kämpfen. "Gemessen an den hohen Geschwindigkeiten dieser Fahrzeuge oder ihrem Einsatz im belebten Stadtverkehr sehen wir hier ein Sicherheitsrisiko", erläutert Richard Goebelt, Leiter des Bereiches Mobilität des VdTÜV. "Unternehmen sollten hier mehr Wert auf regelmäßige Wartung ihrer Fahrzeugflotten legen." Warum die über 18 Tonnen schweren Lkw weniger Mängel aufweisen, erläutert Goebelt wie folgt: "Die Mängelquoten sind hier niedriger, weil die Flottenbetreiber durch vorausschauende Wartung ihre Fahrzeuge auf der Straße halten müssen. Der Ausfall eines Transportes innerhalb der Logistikkette brächte gravierende finanzielle Haftungsrisiken mit sich."
So schön und gut die technische Überwachung der in Deutschland zugelassenen Fahrzeuge auch ist. Ein großes Problem besteht weiterhin: Da rund 40 Prozent der mautpflichten Kilometer hierzulande von ausländischen Lkw zurückgelegt werden, über deren technischen Zustand nichts bekannt ist, besteht dringender Handlungsbedarf. "Wir empfehlen hier, die Unterwegskontrollen durch die nach Bundes- und Landesrecht zuständigen Behörden zu stärken", so Goebelt. mid/som

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