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Leistungselektronik: Gold und Silber aus dem Elektroauto

23 September, 2017

Die Leistungselektronik von Elektroautos ist ein wahres Schatzkästchen - nicht nur, was die Funktion

angeht. Die Schaltkästen enthalten nämlich eine Menge Edelmetalle wie Gold, Silber oder Palladium. Und deren Wiederverwertung wird angesichts steigender Absatzzahlen in naher Zukunft zur lukrativen Sache.

Nach einer aktuellen Untersuchung des Öko-Instituts sollten die wertvollen Bestandteile der Elektroautos statt im konventionellen Autoschredder in spezialisierten Elektronik-Recyclinganlagen zurückgewonnen werden. Nur so ist es nach Ansicht der Freiburger Forscher möglich, bis zu 90 Prozent der Edelmetalle aus dem teuren Schrott herauszuholen. Zum Vergleich: In herkömmlichen Anlagen gehen 75 Prozent und mehr der Stoffe schlicht verloren.

Für die Zukunft prognostizieren die Experten, dass bei einem künftigen jährlichen Absatz von einer Million Elektrofahrzeuge sieben Tonnen Zinn, 85 Kilogramm Gold, 300 Kilogramm Silber, 17 Kilogramm Palladium und 70 Tonnen Kupfer wiedergewonnen werden können. Dr. Winfried Bulach, Wissenschaftler am Öko-Institut: "Diese Zahlen machen deutlich, dass bei einem künftigen Durchbruch der Elektromobilität - also mit einer jährlichen Neuzulassung von mehreren Millionen Fahrzeugen - ein optimiertes Recycling zu relevanten Ressourceneinsparungen führen kann. Und auch wirtschaftlich ist das Elektrorecycling trotz höherer Kosten von Vorteil." mid/rhu

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