Mercedes-Benz - Concept Shooting Break
21 April, 2010
Breit, flach, mit langer Motorhaube und bis zum Heck durchgezogenem Dach: Concept Shooting Break zeigt überraschende Proportionen, die gleichzeitig deutliche Erinnerungen an die Design-Ikone CLS wecken.
Concept Shooting Break: Coupé, weitergedacht
• Innovation: Viertüriges Coupé mit steilem Heck
• Weltpremiere: Dynamische Voll-LED-Scheinwerfer
• Vorbote: Neuer V6-Benziner mit Direkteinspritzung
Im Oktober 2004 begründete Mercedes-Benz mit dem viertürigen Coupé CLS
ein neues Marktsegment. Im September 2008 zeigte die Marke mit dem
Design-Showcar Concept FASCINATION eine überraschende neue Interpretation
des emotionalen Coupé-Themas. Mit dem Concept Shooting Break, der
auf der Auto China 2010 seine Premiere feiert, geben die Mercedes-Designer
nun einen weiteren Fingerzeig, wie sie sich die Weiterentwicklung des
Themas Coupé vorstellen können. Zugleich setzt das Concept Shooting
Break deutliche Zeichen für die weitere Emotionalisierung der Mercedes-Designsprache.
Ganz neu ist die Frontgestaltung,
die Anklänge an den Supersportwagen SLS AMG zeigt: Die Kühlermaske
mit dem großen Stern und der prägnanten, bionischen Lamelle ist nicht in die
Motorhaube integriert, sondern separat gestaltet. Flankiert wird der Grill von
Voll-LED-Scheinwerfern, die erstmals alle bekannten dynamischen Lichtfunktionen
in LED-Technik bieten. Für Dynamik in der Seitengrafik sorgen die hohe,
nach hinten überspannte Bordkante und die Charakterlinie, die bis zur muskulösen
Ausprägung der hinteren Radläufe verläuft. Betont wird die coupéhafte
Seitenansicht mit einer niedrigen Scheibengrafik, die mit polierten Aluminiumzierstäben
das Green House betont.
Im Interieur dominieren mit Holz und Leder natürliche Materialien. Prägnant ist
die große durchgehende Mittelkonsole. Sie unterstreicht die Viersitzigkeit und
den hohen Komfortanspruch des Concept Shooting Break. Eine edle Interpretation
des Laderaums spiegelt sich in dessen Holzboden wider. Die dunkel gebeizte
Seideneiche steht dabei in Kontrast zu den eingelegten Ladeschutzleisten aus
Aluminium.
Als Antrieb des Concept Shooting Break dient ein Vorbote der kommenden
neuen V-Motoren-Generation von Mercedes-Benz. Der V6 mit einem Zylinderwinkel
von 60° und 3,5 Liter Hubraum zeichnet sich durch eine Direkteinspritzung
aus, deren Steuerung einen erweiterten Magerbetrieb ermöglicht. Der
Sechszylinder leistet 225 kW (306 PS) bei einem maximalen Drehmoment von
370 Nm und setzt gemäß den BlueEFFICIENCY-Kriterien von Mercedes-Benz
auch beim Verbrauch neue Maßstäbe im Wettbewerbsumfeld.
Das Exterieur: stilvoll sportlich
Die Proportionen sind eindeutig Coupé: Lange Motorhaube, schmale Fenstergrafik
mit rahmenlosen Seitenscheiben, dynamisch nach hinten geneigtes Dach
erzeugen eine wie zum Sprung geduckte Grundhaltung. Erst auf den zweiten Blick wird deutlich, dass das Concept Shooting Break über vier Türen und ein Seite 3
Kombiheck verfügt. So verrät die Designstudie ihre philosophische Verwandtschaft
zum viertürigen Coupé CLS, das 2004 ein neues Marktsegment begründete
und heute schon als Design-Ikone eine ganz besondere Stellung in der Geschichte
des Automobils einnimmt. Eine vergleichbare Rolle könnte einst im Rückblick
auch das Concept Shooting Break einnehmen, das Ideen des 2008 gezeigten
Showcars Concept FASCINATION aufnimmt und in die Zukunft projiziert.
„Das Concept Shooting Break ruht in der großen Tradition stilvoll kultivierter
Sportlichkeit, die große Mercedes-Coupés seit jeher auszeichnet, und trägt
dieses einmalige Erbe einen faszinierenden Schritt weiter“, sagt Professor Gorden
Wagener, Designchef von Mercedes-Benz. „Gleichzeitig setzt es ein Zeichen für
die zukünftige Formensprache von Mercedes-Benz.“
Zum Vokabular der Formensprache gehört ein abwechselndes Spiel von Linien
und überspannten Flächen, das ein lebendiges Spannungsfeld erzeugt. Sofort
ins Auge springt die expressive Gestaltung der Front, die Anklänge an den
Supersportwagen SLS AMG zeigt und deren Kühlermaske erstmals nicht in die
Motorhaube integriert ist. Dies ermöglicht besseren Fußgängerschutz und hilft
gleichzeitig, die sportlich-lange Motorhaube noch besser in Szene zu setzen.
Dominiert wird der Grill vom großen Zentralstern, der die Verwandtschaft zu
den anderen Coupés der Marke betont. Er wird getragen von einer bionisch
geschwungenen Lamelle. Ihre geschwungene Form findet sich wieder in der
expressiven Ausprägung der Frontschürze und Lufteinlässe.
Ein besonderer Blickfang sind die Voll-LED-Scheinwerfer, die erstmals alle
dynamischen Lichtfunktionen in LED-Technik bieten. Ihr Innenleben ist von oben
nach unten in drei gepfeilte Ebenen gegliedert: In der obersten Ebene ein LEDBlinker,
darunter umfasst ein auffälliges LED-Positionslicht die LED-Abblendlichtfunktion.
Das Positionslicht wird auch noch bei eingeschaltetem Abblendlicht
formal wahrgenommen und bildet somit ein neuartiges und eigenständiges
Nachtdesign und Erkennungsmerkmal. In der untersten Ebene des Scheinwerfers
befinden sich die LED-Fernlicht- und Nightview-Funktionen. Insgesamt 71 LEDs sorgen für ein unverwechselbares Erscheinungsbild und gegenüber bisherigen Seite 4
Systemen deutlich erlebbare verbesserte Sicht.
Die Seitengrafik des Concept Shooting Break wird dominiert durch die niedrigen,
rahmenlosen Seitenscheiben, deren coupéhafte Form durch einen polierten
Aluminiumrahmen noch zusätzlich betont wird. Durch bordkantenpositionierte
Außenspiegel wird die Seitenlinie markant betont und die Rundumsicht im
Bereich der A-Säulen verbessert. Die Seitenscheiben ruhen auf einer hohen Bordkante,
die in einer Neuinterpretation der klassischen „Dropping Line“ ikonischer
Mercedes-Coupés nach hinten gelassen abfällt. Zusätzliche Spannung entsteht
durch den Hüftmuskel, auf dem sich die Seitenlinie dynamisch abstützt.
Aus diesem Zusammenspiel ergibt sich der Eindruck eines Sprinters, der sich im
Startblock für ungestümen Vorwärtsdrang spannt. Das Dach ist bis zum Heck
durchgezogen und fällt dabei Coupé-typisch ab. Eine Besonderheit sind die versenkten,
filigranen Türgriffe, die bei Berührung Sensor gesteuert ausfahren und
so den Zugang zum Innenraum freigeben.
Vollendet wird die Seitenansicht von den weit herum gezogenen Heckleuchten in
LED-Technik. Sie dienen so als verbindendes Element zum niedrigen, schräg geneigten
Vollheck mit oben angeschlagener Rückwandtür. Unterstrichen wird die
Form durch die von hinten deutlich wahrnehmbare breite Schulterlinie, auf der
sich das optisch zurück genommene Glashaus abstützt. In den Heckstoßfänger
mit dem elegant geschwungenen Flügel ist die zweiflutige Abgasanlage mit zwei
polierten Auslassblenden integriert.
Zum besonderen Auftritt des Concept Shooting Break gehört auch die außergewöhnliche
Lackierung. Es kommt ein seidenmatter Klarlack zum Einsatz, der
die Farbe Allanitgrau magno geheimnisvoll schimmern lässt. So tritt die aufwändige
Linienführung des Coupés besonders deutlich hervor.
Komplettiert wird der sportliche Auftritt des Concept Shooting Break durch große
Räder in Sterlingsilber und im Format 20, deren bionisch geformten fünf Speichen
besonders filigran gestaltet wurden. Sie geben so den Blick auf die großen Bremsscheiben frei. Vorne kommen Reifen im Format 255/30 ZR 20 zum Einsatz, Seite 5
hinten rollt die Studie auf Reifen 285/25 ZR 20.
Das Interieur: Design macht Qualität erlebbar; edle Materialien, handwerkliche
Perfektion
Ein großes Panorama-Glasdach erleichtert beim Concept Shooting Break den
Einblick ins hochwertige und handwerklich perfekt ausgeführte Interieur. Mit
Holz und Leder dominieren natürliche Materialien den Innenraum des Concept
Shooting Break. Holz findet sich an den Zierstäben und den Zuziehgriffen der
Türen, der Armaturentafel und der Mittelkonsole und vor allem auf dem Ladeboden
im Heck. Wegen ihrer ungewöhnlichen, linsenförmigen Maserung entschieden
sich die Interieurdesigner beim Holz für die Seideneiche. Der Holzboden
im Laderaum mit eingelegten Ladeschutzleisten aus Aluminium erinnert an
exklusiven Yachtbau.
Vier Satteltaschen an den Längsseiten des Laderaums helfen beim Verstauen
kleinerer Utensilien. Sie sind mit Leder bezogen, einem Material, das im Concept
Shooting Break großzügig verwendet wurde: Fast zehn Quadratmeter Leder, also
mindestens fünf ganze Häute, wurden verarbeitet. Helle Partien Nappaleder in
der Farbe Porcellaine stehen dabei in reizvollem Kontrast zu Anilinleder im
dunklen Braunton Nature und den perforierten, metallic-silbern ausgeführten
Sitzflächen und Türmittelfeldern. Zahlreiche Doppelkapp-Ziernähte und die
polstertechnisch anspruchsvollen und farblich abgestimmten Sitzpfeifen zeugen
ebenso von handwerklicher Perfektion und Liebe zum Detail wie die Ziersaumnähte
auf der Instrumententafel, der Türbrüstung und den Sitzlehnen, die besonders
die Konturen der Bauteile betonen.
Perfektion und Liebe zum Detail: Das gilt auch für die Zierteile. Während sie beim
Exterieur auf Hochglanz poliert sind, tragen sie im Innenraum ein mattglänzendes
Finish. Insgesamt sieben Arbeitsgänge vom Abschleifen bis zum Polieren
sind per Hand nötig, damit sich ein aus dem Vollen gefrästes Aluminium-Bauteil
in ein Schmuckstück verwandelt. Das mattglänzende Finish der Innenraum
Zierteile diente gleichzeitig als Inspiration für das metallic-silberne Leder auf Seite 6
Sitzen, Türmittelfeldern und den Taschen im Laderaum. Der hochflorige Teppich
im Fußraum – Farbton Porcellaine – ist ein kostbares Material aus der Maybach-
Manufaktur. Der helle Dachhimmel aus Seidenstoff rundet schließlich den Eindruck
wohnlicher Eleganz ab.
Das Concept Shooting Break ist ein klarer Viersitzer. Die vier identisch geformten
Ledersitze erinnern dank ihrer integrierten Kopfstützen an Sportwagen. Durchbrüche
im oberen Bereich der Lehnen erleichtern den Durchblick. Eine große
durchgehende Holzkonsole auf dem Kardantunnel trennt Fahrer- und Beifahrerseite
optisch voneinander und verwöhnt die Insassen zugleich mit zwei großen
lederbezogenen Armauflagen. Darüber hinaus beherbergt sie zwei Cup-Holder
sowie die Bedieneinheit der Fond-Klimaanlage. Die Mittelkonsole wird hinten von
einer Intarsien-Arbeit gekrönt: einem geschwungenen Mercedes-Schriftzug, dessen
Ausführung im Stil an die 20er-Jahre erinnert. Der markante Schreibschrift-
Schriftzug findet sich wieder in den Einstiegsleisten der Vordertüren.
Der Zentral-Bildschirm wurde in das Instrumententafel-Oberteil integriert.
Gesamthaft vermittelt das Cockpit einen „Wrap-around“-Effekt. Den eleganten
Schwung und die bionischen Details des Exterieurs greifen unter anderem die im
dynamischen Wellen-Design gestalteten Luftdüsen im Armaturenträger auf. In
der Mitte thront eine Uhr mit Analoganzeige. Das Kombiinstrument umfasst drei
Tuben für die Rundinstrumente sowie ein Farbdisplay für Serviceanzeigen.
Die Scheinwerfer: Faszinierende LED-Technologie mit voller Funktionalität
Das Concept Shooting Break besitzt dynamische Voll-LED-Scheinwerfer, die den
faszinierenden tageslichtähnlichen Farbeindruck der LED-Technologie mit Performance,
Funktionalität und Energieeffizienz der heutigen Bi-Xenon-Generation
kombinieren. Das neue Lichtsystem, das noch in diesem Jahr als Weltneuheit in
Serie geht, bietet das bereits in Mercedes-Modellen mit Bi-Xenon-Scheinwerfern
bewährte Intelligent Light System. Dessen insgesamt fünf Lichtfunktionen – Landstraßenlicht, Autobahnlicht, Erweitertes Nebellicht, Aktives Kurvenlicht so- Seite 7
wie Abbiegelicht – sind auf typische Fahr- oder Wetterbedingungen abgestimmt.
Die Lichtspezialisten von Mercedes-Benz konnten die LED-Technologie erstmals
auch mit dem innovativen Adaptiven Fernlicht-Assistenten verbinden, was zu
einem völlig neuen Sicherheitslevel bei Nacht führt.
Der Motor: Mehr Leistung, mehr Effizienz
Als Antrieb des Concept Shooting Break dient ein Vorbote der kommenden
neuen V-Motoren-Generation von Mercedes-Benz. Zu den Besonderheiten des
strahlgeführten Direkteinspritzers zählen die piezo-elektrischen Einspritzventile
der neuesten Generation, die Mehrfacheinspritzungen erlauben. Ein erweiterter
Magerbetrieb wird durch die Lasterfassung aus Druckinformationen ermöglicht.
Auch der Betrieb der Nebenaggregate wurde effizient gestaltet. Hinzu kommt ein
Start-Stopp-System. Der V6 mit einem Zylinderwinkel von 60° und 3,5 Liter Hubraum
leistet 225 kW (306 PS) bei einem maximalen Drehmoment von 370 Nm.
Zum Begriff: So entstand der Name Shooting Break
Break oder gleichlautend Brake nannte man auf englisch früher Fuhrwerke, die
man vorhielt, um den Widerstand ungezähmter Pferde zu brechen (to break) und
ihren Bewegungsdrang zu bremsen (to brake), damit sie als Arbeitspferde nutzbar
wurden. Weil Fuhrwerke dabei leicht beschädigt werden konnten, verwendete
man keine, die man für andere Zwecke dringend benötigte. Man versah Brakes
allenfalls mit leichten, oftmals variablen Aufbauten, die beispielsweise nur dazu
dienten, das zur Jagd Nötige mitzuführen. Ein solches Fahrzeug, mit dem man
zum Schießen (shooting) fuhr, nannte man Shooting Brake oder Shooting Break. In
den 1960er und 1970er Jahren wurden in Großbritannien motorisierte Shooting
Breaks populär – exklusive Crossover-Fahrzeuge, die den Luxus und Stil eines
Coupés mit dem Gepäckraum eines Kombis verbanden.
Norbert Giesen, Tel.: +49 711 17-76422, norbert.giesen@daimler.com
www.daimler.com
• Innovation: Viertüriges Coupé mit steilem Heck
• Weltpremiere: Dynamische Voll-LED-Scheinwerfer
• Vorbote: Neuer V6-Benziner mit Direkteinspritzung
Im Oktober 2004 begründete Mercedes-Benz mit dem viertürigen Coupé CLS
ein neues Marktsegment. Im September 2008 zeigte die Marke mit dem
Design-Showcar Concept FASCINATION eine überraschende neue Interpretation
des emotionalen Coupé-Themas. Mit dem Concept Shooting Break, der
auf der Auto China 2010 seine Premiere feiert, geben die Mercedes-Designer
nun einen weiteren Fingerzeig, wie sie sich die Weiterentwicklung des
Themas Coupé vorstellen können. Zugleich setzt das Concept Shooting
Break deutliche Zeichen für die weitere Emotionalisierung der Mercedes-Designsprache.
Ganz neu ist die Frontgestaltung,
die Anklänge an den Supersportwagen SLS AMG zeigt: Die Kühlermaske
mit dem großen Stern und der prägnanten, bionischen Lamelle ist nicht in die
Motorhaube integriert, sondern separat gestaltet. Flankiert wird der Grill von
Voll-LED-Scheinwerfern, die erstmals alle bekannten dynamischen Lichtfunktionen
in LED-Technik bieten. Für Dynamik in der Seitengrafik sorgen die hohe,
nach hinten überspannte Bordkante und die Charakterlinie, die bis zur muskulösen
Ausprägung der hinteren Radläufe verläuft. Betont wird die coupéhafte
Seitenansicht mit einer niedrigen Scheibengrafik, die mit polierten Aluminiumzierstäben
das Green House betont.
Im Interieur dominieren mit Holz und Leder natürliche Materialien. Prägnant ist
die große durchgehende Mittelkonsole. Sie unterstreicht die Viersitzigkeit und
den hohen Komfortanspruch des Concept Shooting Break. Eine edle Interpretation
des Laderaums spiegelt sich in dessen Holzboden wider. Die dunkel gebeizte
Seideneiche steht dabei in Kontrast zu den eingelegten Ladeschutzleisten aus
Aluminium.
Als Antrieb des Concept Shooting Break dient ein Vorbote der kommenden
neuen V-Motoren-Generation von Mercedes-Benz. Der V6 mit einem Zylinderwinkel
von 60° und 3,5 Liter Hubraum zeichnet sich durch eine Direkteinspritzung
aus, deren Steuerung einen erweiterten Magerbetrieb ermöglicht. Der
Sechszylinder leistet 225 kW (306 PS) bei einem maximalen Drehmoment von
370 Nm und setzt gemäß den BlueEFFICIENCY-Kriterien von Mercedes-Benz
auch beim Verbrauch neue Maßstäbe im Wettbewerbsumfeld.
Das Exterieur: stilvoll sportlich
Die Proportionen sind eindeutig Coupé: Lange Motorhaube, schmale Fenstergrafik
mit rahmenlosen Seitenscheiben, dynamisch nach hinten geneigtes Dach
erzeugen eine wie zum Sprung geduckte Grundhaltung. Erst auf den zweiten Blick wird deutlich, dass das Concept Shooting Break über vier Türen und ein Seite 3
Kombiheck verfügt. So verrät die Designstudie ihre philosophische Verwandtschaft
zum viertürigen Coupé CLS, das 2004 ein neues Marktsegment begründete
und heute schon als Design-Ikone eine ganz besondere Stellung in der Geschichte
des Automobils einnimmt. Eine vergleichbare Rolle könnte einst im Rückblick
auch das Concept Shooting Break einnehmen, das Ideen des 2008 gezeigten
Showcars Concept FASCINATION aufnimmt und in die Zukunft projiziert.
„Das Concept Shooting Break ruht in der großen Tradition stilvoll kultivierter
Sportlichkeit, die große Mercedes-Coupés seit jeher auszeichnet, und trägt
dieses einmalige Erbe einen faszinierenden Schritt weiter“, sagt Professor Gorden
Wagener, Designchef von Mercedes-Benz. „Gleichzeitig setzt es ein Zeichen für
die zukünftige Formensprache von Mercedes-Benz.“
Zum Vokabular der Formensprache gehört ein abwechselndes Spiel von Linien
und überspannten Flächen, das ein lebendiges Spannungsfeld erzeugt. Sofort
ins Auge springt die expressive Gestaltung der Front, die Anklänge an den
Supersportwagen SLS AMG zeigt und deren Kühlermaske erstmals nicht in die
Motorhaube integriert ist. Dies ermöglicht besseren Fußgängerschutz und hilft
gleichzeitig, die sportlich-lange Motorhaube noch besser in Szene zu setzen.
Dominiert wird der Grill vom großen Zentralstern, der die Verwandtschaft zu
den anderen Coupés der Marke betont. Er wird getragen von einer bionisch
geschwungenen Lamelle. Ihre geschwungene Form findet sich wieder in der
expressiven Ausprägung der Frontschürze und Lufteinlässe.
Ein besonderer Blickfang sind die Voll-LED-Scheinwerfer, die erstmals alle
dynamischen Lichtfunktionen in LED-Technik bieten. Ihr Innenleben ist von oben
nach unten in drei gepfeilte Ebenen gegliedert: In der obersten Ebene ein LEDBlinker,
darunter umfasst ein auffälliges LED-Positionslicht die LED-Abblendlichtfunktion.
Das Positionslicht wird auch noch bei eingeschaltetem Abblendlicht
formal wahrgenommen und bildet somit ein neuartiges und eigenständiges
Nachtdesign und Erkennungsmerkmal. In der untersten Ebene des Scheinwerfers
befinden sich die LED-Fernlicht- und Nightview-Funktionen. Insgesamt 71 LEDs sorgen für ein unverwechselbares Erscheinungsbild und gegenüber bisherigen Seite 4
Systemen deutlich erlebbare verbesserte Sicht.
Die Seitengrafik des Concept Shooting Break wird dominiert durch die niedrigen,
rahmenlosen Seitenscheiben, deren coupéhafte Form durch einen polierten
Aluminiumrahmen noch zusätzlich betont wird. Durch bordkantenpositionierte
Außenspiegel wird die Seitenlinie markant betont und die Rundumsicht im
Bereich der A-Säulen verbessert. Die Seitenscheiben ruhen auf einer hohen Bordkante,
die in einer Neuinterpretation der klassischen „Dropping Line“ ikonischer
Mercedes-Coupés nach hinten gelassen abfällt. Zusätzliche Spannung entsteht
durch den Hüftmuskel, auf dem sich die Seitenlinie dynamisch abstützt.
Aus diesem Zusammenspiel ergibt sich der Eindruck eines Sprinters, der sich im
Startblock für ungestümen Vorwärtsdrang spannt. Das Dach ist bis zum Heck
durchgezogen und fällt dabei Coupé-typisch ab. Eine Besonderheit sind die versenkten,
filigranen Türgriffe, die bei Berührung Sensor gesteuert ausfahren und
so den Zugang zum Innenraum freigeben.
Vollendet wird die Seitenansicht von den weit herum gezogenen Heckleuchten in
LED-Technik. Sie dienen so als verbindendes Element zum niedrigen, schräg geneigten
Vollheck mit oben angeschlagener Rückwandtür. Unterstrichen wird die
Form durch die von hinten deutlich wahrnehmbare breite Schulterlinie, auf der
sich das optisch zurück genommene Glashaus abstützt. In den Heckstoßfänger
mit dem elegant geschwungenen Flügel ist die zweiflutige Abgasanlage mit zwei
polierten Auslassblenden integriert.
Zum besonderen Auftritt des Concept Shooting Break gehört auch die außergewöhnliche
Lackierung. Es kommt ein seidenmatter Klarlack zum Einsatz, der
die Farbe Allanitgrau magno geheimnisvoll schimmern lässt. So tritt die aufwändige
Linienführung des Coupés besonders deutlich hervor.
Komplettiert wird der sportliche Auftritt des Concept Shooting Break durch große
Räder in Sterlingsilber und im Format 20, deren bionisch geformten fünf Speichen
besonders filigran gestaltet wurden. Sie geben so den Blick auf die großen Bremsscheiben frei. Vorne kommen Reifen im Format 255/30 ZR 20 zum Einsatz, Seite 5
hinten rollt die Studie auf Reifen 285/25 ZR 20.
Das Interieur: Design macht Qualität erlebbar; edle Materialien, handwerkliche
Perfektion
Ein großes Panorama-Glasdach erleichtert beim Concept Shooting Break den
Einblick ins hochwertige und handwerklich perfekt ausgeführte Interieur. Mit
Holz und Leder dominieren natürliche Materialien den Innenraum des Concept
Shooting Break. Holz findet sich an den Zierstäben und den Zuziehgriffen der
Türen, der Armaturentafel und der Mittelkonsole und vor allem auf dem Ladeboden
im Heck. Wegen ihrer ungewöhnlichen, linsenförmigen Maserung entschieden
sich die Interieurdesigner beim Holz für die Seideneiche. Der Holzboden
im Laderaum mit eingelegten Ladeschutzleisten aus Aluminium erinnert an
exklusiven Yachtbau.
Vier Satteltaschen an den Längsseiten des Laderaums helfen beim Verstauen
kleinerer Utensilien. Sie sind mit Leder bezogen, einem Material, das im Concept
Shooting Break großzügig verwendet wurde: Fast zehn Quadratmeter Leder, also
mindestens fünf ganze Häute, wurden verarbeitet. Helle Partien Nappaleder in
der Farbe Porcellaine stehen dabei in reizvollem Kontrast zu Anilinleder im
dunklen Braunton Nature und den perforierten, metallic-silbern ausgeführten
Sitzflächen und Türmittelfeldern. Zahlreiche Doppelkapp-Ziernähte und die
polstertechnisch anspruchsvollen und farblich abgestimmten Sitzpfeifen zeugen
ebenso von handwerklicher Perfektion und Liebe zum Detail wie die Ziersaumnähte
auf der Instrumententafel, der Türbrüstung und den Sitzlehnen, die besonders
die Konturen der Bauteile betonen.
Perfektion und Liebe zum Detail: Das gilt auch für die Zierteile. Während sie beim
Exterieur auf Hochglanz poliert sind, tragen sie im Innenraum ein mattglänzendes
Finish. Insgesamt sieben Arbeitsgänge vom Abschleifen bis zum Polieren
sind per Hand nötig, damit sich ein aus dem Vollen gefrästes Aluminium-Bauteil
in ein Schmuckstück verwandelt. Das mattglänzende Finish der Innenraum
Zierteile diente gleichzeitig als Inspiration für das metallic-silberne Leder auf Seite 6
Sitzen, Türmittelfeldern und den Taschen im Laderaum. Der hochflorige Teppich
im Fußraum – Farbton Porcellaine – ist ein kostbares Material aus der Maybach-
Manufaktur. Der helle Dachhimmel aus Seidenstoff rundet schließlich den Eindruck
wohnlicher Eleganz ab.
Das Concept Shooting Break ist ein klarer Viersitzer. Die vier identisch geformten
Ledersitze erinnern dank ihrer integrierten Kopfstützen an Sportwagen. Durchbrüche
im oberen Bereich der Lehnen erleichtern den Durchblick. Eine große
durchgehende Holzkonsole auf dem Kardantunnel trennt Fahrer- und Beifahrerseite
optisch voneinander und verwöhnt die Insassen zugleich mit zwei großen
lederbezogenen Armauflagen. Darüber hinaus beherbergt sie zwei Cup-Holder
sowie die Bedieneinheit der Fond-Klimaanlage. Die Mittelkonsole wird hinten von
einer Intarsien-Arbeit gekrönt: einem geschwungenen Mercedes-Schriftzug, dessen
Ausführung im Stil an die 20er-Jahre erinnert. Der markante Schreibschrift-
Schriftzug findet sich wieder in den Einstiegsleisten der Vordertüren.
Der Zentral-Bildschirm wurde in das Instrumententafel-Oberteil integriert.
Gesamthaft vermittelt das Cockpit einen „Wrap-around“-Effekt. Den eleganten
Schwung und die bionischen Details des Exterieurs greifen unter anderem die im
dynamischen Wellen-Design gestalteten Luftdüsen im Armaturenträger auf. In
der Mitte thront eine Uhr mit Analoganzeige. Das Kombiinstrument umfasst drei
Tuben für die Rundinstrumente sowie ein Farbdisplay für Serviceanzeigen.
Die Scheinwerfer: Faszinierende LED-Technologie mit voller Funktionalität
Das Concept Shooting Break besitzt dynamische Voll-LED-Scheinwerfer, die den
faszinierenden tageslichtähnlichen Farbeindruck der LED-Technologie mit Performance,
Funktionalität und Energieeffizienz der heutigen Bi-Xenon-Generation
kombinieren. Das neue Lichtsystem, das noch in diesem Jahr als Weltneuheit in
Serie geht, bietet das bereits in Mercedes-Modellen mit Bi-Xenon-Scheinwerfern
bewährte Intelligent Light System. Dessen insgesamt fünf Lichtfunktionen – Landstraßenlicht, Autobahnlicht, Erweitertes Nebellicht, Aktives Kurvenlicht so- Seite 7
wie Abbiegelicht – sind auf typische Fahr- oder Wetterbedingungen abgestimmt.
Die Lichtspezialisten von Mercedes-Benz konnten die LED-Technologie erstmals
auch mit dem innovativen Adaptiven Fernlicht-Assistenten verbinden, was zu
einem völlig neuen Sicherheitslevel bei Nacht führt.
Der Motor: Mehr Leistung, mehr Effizienz
Als Antrieb des Concept Shooting Break dient ein Vorbote der kommenden
neuen V-Motoren-Generation von Mercedes-Benz. Zu den Besonderheiten des
strahlgeführten Direkteinspritzers zählen die piezo-elektrischen Einspritzventile
der neuesten Generation, die Mehrfacheinspritzungen erlauben. Ein erweiterter
Magerbetrieb wird durch die Lasterfassung aus Druckinformationen ermöglicht.
Auch der Betrieb der Nebenaggregate wurde effizient gestaltet. Hinzu kommt ein
Start-Stopp-System. Der V6 mit einem Zylinderwinkel von 60° und 3,5 Liter Hubraum
leistet 225 kW (306 PS) bei einem maximalen Drehmoment von 370 Nm.
Zum Begriff: So entstand der Name Shooting Break
Break oder gleichlautend Brake nannte man auf englisch früher Fuhrwerke, die
man vorhielt, um den Widerstand ungezähmter Pferde zu brechen (to break) und
ihren Bewegungsdrang zu bremsen (to brake), damit sie als Arbeitspferde nutzbar
wurden. Weil Fuhrwerke dabei leicht beschädigt werden konnten, verwendete
man keine, die man für andere Zwecke dringend benötigte. Man versah Brakes
allenfalls mit leichten, oftmals variablen Aufbauten, die beispielsweise nur dazu
dienten, das zur Jagd Nötige mitzuführen. Ein solches Fahrzeug, mit dem man
zum Schießen (shooting) fuhr, nannte man Shooting Brake oder Shooting Break. In
den 1960er und 1970er Jahren wurden in Großbritannien motorisierte Shooting
Breaks populär – exklusive Crossover-Fahrzeuge, die den Luxus und Stil eines
Coupés mit dem Gepäckraum eines Kombis verbanden.
Norbert Giesen, Tel.: +49 711 17-76422, norbert.giesen@daimler.com
www.daimler.com
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