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Extrem sicher - Ford Focus RS WRC nach Unfall

06 Februar, 2010

Eindrucksvolles Comeback nach spektakulärem Abflug: Exakt jener Ford Focus RS WRC, mit dem Jari-Matti Latvala und Beifahrer Miikka Anttila im vergangenen Jahr einen schweren Unfall während der Rallye Portugal unbeschadet überstanden haben, kehrt in der kommenden Woche auf die WM-Bühne zurück.

Obwohl
sich der rund 300 PS starke Turbo-Allradler des Teams BP Ford Abu Dhabi bei dem
heftigen Crash im April 2009 insgesamt zwölf Mal (!) überschlug und dabei rund 200 Meter einen Abhang hinunterrollte, blieb die Sicherheitszelle dank ihrer extrem stabilen
Konstruktion vollständig intakt – die Grundlage für den vollständigen Wiederaufbau.
Latvala sieht seiner Rückkehr hinter das Steuer des Unfallwagens ohne die geringsten
Bedenken in puncto Sicherheit und Zuverlässigkeit entgegen.
Latvalas Abflug in Portugal, übrigens exakt an seinem 24. Geburtstag, gilt als einer der
spektakulärsten in der Geschichte der Rallye-Weltmeisterschaft. Souverän in Führung
liegend, wurden er und Anttila auf der vierten Wertungsprüfung von einer engen
Linkskurve hinter einer Kuppe überrascht. Ihr Fahrzeug rutschte 20 Sekunden lang
einen Abhang hinab in die Tiefe und überschlug sich dabei rund ein Dutzend Mal.
Abgesehen von leichten Prellungen und kleineren Schnittwunden entstiegen die beiden
Finnen dem optisch völlig demolierten Ford Focus WRC absolut unverletzt. Auf der
Internetplattform YouTube wurden Videos des Crashs bislang rund 800.000 Mal
abgerufen.
„Auch wenn der Unfall furchtbar aussieht: Die Struktur der Fahrgastzelle blieb trotz der
enormen einwirkenden Kräfte unversehrt“, erklärt Malcolm Wilson, Direktor des Teams
BP Ford Abu Dhabi. „Nach umfangreichen Untersuchungen stand fest, dass keinerlei
elementare Schäden entstanden waren, darum entschieden wir uns für den
Wiederaufbau. Die Sicherheit der Fahrer und Beifahrer genießt für uns bei der Entwicklung von Rallyeautos oberste Priorität. Dass wir den Ford Focus von Latvala
und Anttila wieder einsetzen können, ist der beste Beweis dafür.“
Gerard Quinn, Senior Manager Motorsport Ford Europa: „Die unglaubliche Stabilität des
Ford Focus RS WRC hat dieser Unfall deutlich bewiesen. Dieselbe Qualität zeichnet
sämtliche Serienmodelle von Ford aus. Die Rallye-Weltmeisterschaft ist seit jeher auch für
unsere Sicherheitstechnologie ein besonders anspruchsvolles Testgebiet. Aus Unfällen wie
diesem schöpfen wir unbezahlbare Erfahrungen, die in die Serienentwicklung einfließen.
Zugleich dürfen wir den ökologischen Aspekt des Wiederaufbaus nicht außer Acht lassen.
In der Vergangenheit wäre ein Auto nach einem solchen Abflug verschrottet worden. In
diesem Fall konnten wir nicht nur die Fahrgastzelle recyceln. Auch andere Komponenten
wie den Motor und das Getriebe haben wir zu anderen Zwecken bereits wieder eingesetzt.“
Auch Jari-Matti Latvala, der vor zwei Jahren bei der Rallye Schweden seinen ersten
Laufsieg in der Rallye-WM feiern konnte, sieht seiner Rückkehr hinter das Steuer dieses
Ford Focus entspannt entgegen. „Im Rahmen des Wiederaufbaus habe ich an einigen
Stellen neue Schweißnähte entdeckt“, so der letztjährige WM-Vierte. „Dies weckte zwar
einige Erinnerungen an den Unfall, aber ich habe überhaupt kein Problem damit, wieder in
dieses Auto zu steigen. M-Sport hat mit dem Neuaufbau einen fantastischen Job erledigt.
Ich kann es kaum erwarten, in Schweden an den Start zu gehen.“
Tipp: Die eindrucksvollen TV-Bilder des Abflugs finden sich auf dem Internetportal
YouTube nach Eingabe der Schlagwörter „Latvala rolls Rally Portugal“.
Ralph Caba, Telefon: 0221/90-17518, E-Mail: rcaba@ford.com
www.worldrallypics.com www.ford.de

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