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Ratgeber Autobatterien

26 Januar, 2010

Die Autobatterien haben bei -10 Grad nur 65 Prozent ihrer Kraft zur Verfügung. Regelmäßiges Aufladen verlängert Lebensdauer der Batterie.

Die Wintertemperaturen machen den Autobatterien zu schaffen. Die Leistung einer Batterie sinkt bei niedrigen Temperaturen.

Durch die anhaltend niedrigen Temperaturen wird die Fahrzeugtechnik momentan überdurchschnittlich belastet und somit steigt das Pannenrisiko. Der Pannenhilfsdienst des Automobilclub von Deutschland (AvD) musste in den vergangenen Wochen dementsprechend häufig Starthilfe geben. Autofahrer können jedoch vorbeugen, indem sie beim Startvorgang zusätzliche "Stromfresser" ausschalten, altersschwache Batterien rechtzeitig austauschen oder durch regelmäßiges Aufladen die Lebensdauer ihrer Autobatterien erhöhen.

Der AvD weist darauf hin, dass das Leistungsvermögen einer Batterie bei Minusgraden eingeschränkt ist. Zum einen, weil die chemischen Reaktionen im Inneren der Autobatterie aufgrund der Kälte verlangsamt ablaufen und zum anderen, weil im Motor höhere Reibungswiderstände auftreten. Das Motoröl ist zähflüssiger und die Verbrennung schlechter. Deshalb wird für das Anlassen eines kalten Motors wesentlich mehr Energie benötigt. Energie, die eine Batterie bei Plusgraden gar nicht aufbringen muss.

AvD-Partner und Batteriehersteller Banner hat ermittelt, dass eine Blei-Säure-Batterie bei -10 Grad nur 65 Prozent ihrer Kraft zur Verfügung hat. Bei -22 Grad sind es noch 50 Prozent (siehe Grafik). Ist das kleine 'Auto-Kraftwerk' zudem noch altersschwach oder durch Kurzstreckenfahrten besonders beansprucht worden, können Probleme auftreten.

Der AvD appelliert, im Winter besonders sorgsam mit der Autobatterie umzugehen. Zusätzliche "Stromfresser" wie Scheinwerfer, Heckscheibenheizung, Gebläse oder Scheibenwischer sollten immer erst nach dem Startvorgang eingeschaltet werden. Infotainmentgeräte (Radio, Navigation, Telefon) und Komfortfeatures wie Sitzheizungen sollten dosiert zugeschaltet werden – insbesondere im Kurzstreckenbetrieb.

Günter Helmchen, Batterieexperte und Geschäftsführer von Banner Deutschland, empfiehlt zudem, den Energiespender regelmäßig aufzuladen: "Im Idealfall zwei Mal im Jahr, im Herbst - vor der Kältewelle - und im Frühling. Das erhöht die Lebensdauer einer Autobatterie um mehrere Jahre." Für den Aufladevorgang muss die Batterie jedoch nicht unbedingt ausgebaut werden, je nach verwendetem Lade- beziehungsweise Spannungserhaltungsgerät. "Ein unüberlegter Ausbau der Starterbatterie kann vor allem bei modernen Fahrzeugen unangenehme und kostspielige Folgen haben", erläutert Günter Helmchen. "Wird die Stromversorgung unterbrochen, können programmierte Daten verlorengehen und beispielsweise die Wegfahrsperre, der Bordcomputer oder das Autoradio lahm gelegt werden. Die Neuprogrammierung der Elektronik in der Werkstatt ist teuer, kann mehrere hundert Euro kosten."

Autofahrer sollten zudem bei privater Starthilfe vorsichtig sein und behutsam vorgehen. Ist beispielsweise eine Batterie nicht schwach sondern defekt, kann durch eine Rückkopplung auch das Spenderauto geschädigt werden. Falsches Anklemmen kann die Elektronik verwirren, beispielsweise den Airbag auslösen. Wer unsicher ist, sollte einen Fachmann hinzuziehen. Der AvD-Pannendienst und die Werkstätten sind mit modernen Testgeräten ausgestattet, können binnen Sekunden feststellen, ob eine Autobatterie defekt ist und mit entsprechenden Spannungserhaltungsgeräten dann einen Batteriewechsel durchführen. Für die Starthilfe sollten prinzipiell nur genormte Kabel mit Überspannungsschutz verwendet werden. Albrecht Trautzburg, Tel.069 / 66 06-261 www.avd.de

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