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Ölpreis stabilisiert sich nach Preisrally

19 September, 2009

Nach einem massiven Ölpreisanstieg, der das Fass Brent in London von 68 auf 72 USD führte, stabilisiert sich die Situation an den Rohwarenbörsen vor dem Wochenende.

Gleichzeitig sinkt die amerikanische Währung unter CHF 1.03, was die Teuerung beim Heizölpreis im Inland teilweise kompensiert. Trotzdem kostet Heizöl so viel wie selten dieses Jahr – aber auch sowenig wie selten in den letzten vier Jahren. Aus dieser Optik ist es durchaus sinnvoll, den Heizöl-Vorrat jetzt frühzeitig zu ergänzen. Vor allem mit der bevorstehenden CO2-Abgaben-Erhöhung vor Augen, die am 1. Januar 2010 in Kraft tritt und Heizöl gleich CHF 7.— pro 100 Liter verteuert.
An der Ausgangslage für die Ölpreis-Bildung hat sich trotz der preislichen Kapriolen der letzten Tage wenig geändert. Die Versorgungs-Situation ist überdurchschnittlich komfortabel, die weltweite Ölnachfrage unterdurchschnittlich schwach. Dazu ein paar interessante Details: In den USA sind die Ölvorräte so hoch wie kaum je in den vergangenen 20 Jahren. Die OPEC hält täglich 5 Mio. Barrel Rohöl zurück, um den Ölpreis zu stützen. Der weltweite Gesamtverbrauch sinkt derweil von 87 auf 84 Mio. Fass pro Tag. Zurückzuführen ist diese positive Entwicklung auf ein geändertes Konsumverhalten und die ‚Kollateralschäden’ der Finanzkrise in der realen Wirtschaft. Die OECD rechnet für 2010 mit einer kaum wachsenden Nachfrage.
Die einzigen, die derzeit von einem raschen Aufschwung träumen, sind die spekulativen Vertreter der Finanzwelt. Investment-Banken wie Goldman Sachs (praktischerweise gleichzeitig einer der grössten Rohwaren-Dealer) sprechen von Kurszielen von 85 USD für dieses Jahr und 110 USD für kommendes Jahr. In dieser Welt hat der Aufschwung tatsächlich schon begonnen. Ermöglicht wird er mit dem Schmiermittel kostenloser und unbegrenzter Kredite - die Leitzinsen stehen nahe Null. Das ermöglicht grossflächige Wetten auf steigende Rohwarenpreise. Die laufen solange, bis für alle unübersehbar erkennbar wird, wieweit die echte Nachfrage der realen Wirtschaft von der spekulativ geschürten Nachfrage entfernt ist. Bemühungen, der US-Finanzaufsichtsbehörden, dieses Treiben zu unterbinden, bleiben bisher zahnlos bzw. werden von der einflussreichen Finanzlobby in den USA mit allen Mitteln bekämpft. www.oelpooler.ch

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