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Fahrzeugbestand Deutschland - Rekordzahlen mit Nebenwirkungen

10 Juli, 2009

Aktueller Fahrzeugbestand Deutschland - Der Boom bei den Neuwagenzulassungen in Deutschland hält unvermindert an. Im Juni lagen die Zahlen nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) mit 427.111 Fahrzeugen um 40,5 % über dem Vorjahreswert!

Automarkt: Rekordzahlen mit Nebenwirkungen
Fahrzeugbestand in Deutschland 1. Halbjahr 2009:
Im gesamten ersten Halbjahr 2009 wurden in Deutschland insgesamt 2,06 Millionen Pkw neu angemeldet - das sind 426.000 Einheiten oder 26,1 % mehr als vor einem Jahr. Zu verdanken ist das vor allem der Umwelt-/Abwrackprämie der Bundesregierung.

Die Autokäufer steckten ihre Prämie vor allem in kleine Fahrzeuge: Die Neuzulassungen im Mini-Segment stiegen um 124 %, bei den Kleinwagen um 79 %. Die „kleinen“ Pkw-Segmente dominieren inzwischen mit 63 % fast zwei Drittel des Marktes. Das deutsche Kraftfahrzeuggewerbe spricht in diesem Zusammenhang von einem „Baby-Boom“. Verlierer sind die obere Mittelklasse (- 18,5 %), die Oberklasse (- 24 %), und das Sportwagen-Segment (- 30 %). Deutliche Zulassungsrückgänge gab es auch für solche Fahrzeugarten, die nicht von der Abwrackprämie profitieren: Krafträder (- 11,9 %), Omnibusse (- 12,6 %) und Lastkraftwagen (- 28,2 %). Negativ für die deutsche Autoindustrie fiel die Bilanz auf den Auslandsmärkten aus. Die Exportzahlen der deutschen Hersteller stürzten in den ersten sechs Monaten nach Angaben des Automobilverbandes VDA um 35 % im Vergleich zum Vorjahr ab. Dafür konnten sich die Auto-Importeure auf dem deutschen Markt über einen Zuwachs von 43 % freuen.

Der Neu- und Kleinwagenboom bringt der Umwelt zweifellos Vorteile. Der CO2-Ausstoß sank durch die vielen kleinen emissionsarmen Neuwagen auf durchschnittlich 154,9 g/km und kommt damit dem EU-Ziel von 120 g/km wieder ein Stück näher. Jedes zehnte Auto lag nach KBA-Angaben sogar unterhalb der neuen steuerrelevanten Grenze von 120g/km, und bereits jedes fünfte Auto entspricht der neuen Euro5-Abgasnorm. Weiter recht hoch bei den Neuwagenzulassungen ist der Anteil der privaten Käufer (67,3 %). Vor zwei Jahren sah es noch ganz anders aus: Im ersten Halbjahr 2007 waren gewerbliche Käufer zu rund 62 %, private Käufer hingegen nur mit 38 % an den Neuzulassungen beteiligt.

Nach Auslaufen der Umweltprämie rechnen Experten mit einem bösen Erwachen auf Seiten der Autobranche. Der Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) ruft in Erinnerung: Im ersten Halbjahr 2007 brach die Zahl der Neuzulassungen um neun Prozent als Folge des Vorzieheffektes wegen der angekündigten Mehrwertsteuererhöhung von 16 auf 19 % ein. Der Effekt bei Neuwagenkäufen wegen der Prämieneuphorie dürfte deutlich größer ausfallen. pressrelations.de www.arcd.de

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