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Lotus Europa S: Euro-Fighter

17 November, 2006

Europa S. So nennt sich der neue Mini-GT mit gr??erer Einstiegsluke und auf 154 Liter gewachsener Kofferraumkapazit?t. Er soll nicht nur agil, schnell und emotional, sondern auch ansatzweise komfortabel sein.

Der Zweiliter-Turbomotor im Lotus Europa S pfeift bei jedem Lastwechsel sein Wastegate-Liedchen und br?llt die Ein-Tonnen-Fuhre mit hektischem Vierzylinder-Gekreische nach vorne. Untenrum gleichm??ig, aber um 4.000/min eher britisch zur?ckhaltend, setzt der Vierventiler erst ab 5.000/min den richtigen Drehmoment-Kick. Und rauscht auch gleich souver?n um eine knappe halbe Sekunde an der Null-auf-100-Werksangabe vorbei.

Obwohl es dem Aggregat etwas an Wesensst?rke fehlt, zieht der Europa S kr?ftig und emotionalisiert schon nach kurzer Zeit in echter Lotus-Manier. Er ist hemmungslos kurvenverliebt, konsequent hyperagil und gibt dem Fahrer ?bers Lenkrad freim?tig jedes Stra?endetail preis. Ehrlich und direkt, ohne Servo-Umweg plaudert die rein mechanische Zahnstangen-Lenkung mit einer Intensit?t, dass Europa-Vielfahrer in Zukunft keine Hanteln zum Bizeps-Training mehr brauchen.

Sensible Lotus-Kenner sp?ren nur einen Touch weniger Entschlossenheit und Leichtigkeit als beim Exige. Wie dieser hat er zudem einen ausgepr?gten Sinn f?r Spurrillen aller Art. Europa S fahren ist positiver Stress, ein intimer Austausch zwischen Pilot und Auto, den es in seiner Urspr?nglichkeit in der l?ngst weichgesp?lt-elektronifizierten Autowelt kaum noch gibt.

Was der Europa seinen Br?dern voraus hat? Dass er seine Insassen bei langsamer Fahrt nicht unn?tig qu?lt. Das softer abgestimmte Fahrwerk mit an klassischsportlichen Doppel-Dreiecksquerlenkern aufgeh?ngten R?dern spricht schon unter 100 km/h nennenswert an, und der Ger?uschpegel bleibt zumindest bis Tempo 160 smalltalktauglich.

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