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Beladung von Tankfahrzeuge

07 März, 2008

Die Selbstbeladung von Tankfahrzeuge durch den Fahrer bringt viele Vorteile.

Selbstbeladung von Tankfahrzeuge durch den Fahrer - Fortschritt in der Logistik flüssiger Güter.
Die Vorteile: zügigere Abfüllung, geringere Kosten und flexiblere Disposition
In der Chemie- und Kunststoffindustrie kommt es immer mehr auf Schnelligkeit und Effizienz an. Neben der Produktion trifft dies auch für den Gütertransport zu. Bayer MaterialScience hat für die Beladung von Tank-Fahrzeugen mit Polyolen eine Logistik entwickelt, bei der der Fahrer den Lkw selbst befüllt. In der petrochemischen Industrie mit wenigen, aber in großen Mengen vertriebenen Produkten ist diese Form der Tankwagenbeladung bereits stärker verbreitet. Polyole stellen jedoch eine Gruppe mit sehr vielen Einzelstoffen dar. "Bisher wurden diese von Mitarbeitern in der Produktion verladen, um eine Verwechslung von Produkten sicher zu vermeiden. Das neue System ist so ausgeklügelt, dass eine Fehlbefüllung praktisch ausgeschlossen ist", erläutert Dr. Ilias Mitulidis, Betriebsleiter bei Bayer MaterialScience, einem weltweit führenden Anbieter von Polyolen. "Durch die Selbstbeladung können die Logistikvorgänge deutlich beschleunigt werden. Das senkt die Kosten und gibt den Speditionen, ihren Fahrern und auch den Mitarbeitern in der Produktion von Bayer MaterialScience die Möglichkeit, flexibler und freier zu disponieren", ergänzt Mitulidis. Polyole werden als Rohstoffe in der Produktion von Polyurethanhart- und Weichschäumen verwendet, die weltweit in großen Mengen in der Herstellung von hochleistungsfähigen Wärmedämmstoffen bzw. von Polstermöbeln, Matratzen, Autositzen oder Schuhsohlen zum Einsatz kommen.

So läuft der Beladungsvorgang nach dem neuen System ab: Der Fahrer erhält während der Anmeldung bei der Chemion Logistik GmbH, dem Logistik-Dienstleister im CHEMPARK, die üblichen Frachtdokumente. Auf einer Waage werden zunächst das Leergewicht sowie das maximale Ladegewicht des Tankfahrzeuges festgestellt. Anschließend fährt der Fahrer den Zug in die Verladestraße, wo er das Fahrzeug mit Hilfe einer Videokamera so navigiert, dass die obere Luke des Tanks exakt unter dem Ladearm positioniert ist. Der Ladebeauftragte von Bayer MaterialScience kontrolliert die Lieferpapiere und händigt dem Fahrer eine Chipkarte zur Freigabe der Beladung an der Ladestelle aus. Auf der Verladebühne zieht er die Chipkarte durch eine elektronische Erfassung und erhält damit die Freigabe zur Steuerung der Anlage. Damit sind die Voraussetzungen zur Befüllung des Tankfahrzeuges mit dem gewünschten Produkt in der vorgesehenen Menge gegeben. Per Joystick führt der Fahrer dann den Ladearm in die Luke ein und startet den Befüllungsvorgang. Dessen Fortschritt kann er bequem am Display verfolgen und falls gewünscht Proben nehmen. Nach erfolgreicher Befüllung fährt er den Ladearm hoch, stellt das Gesamtgewicht des Lkw fest und tauscht bei der Abmeldung die Frachtdokumente mit den zuständigen Stellen aus, bevor er das Werksgelände verlässt. Angesichts der erfolgreichen Einführung des Logistiksystems erwägt Bayer MaterialScience, ähnliche Systeme auch in anderen Produktionsbetrieben einzusetzen.
http://WWW.BayNews.BAYER.DE/BayNews/BayNews.nsf/id/2008-0103

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