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Für Wind und Wetter: SUV-Modell Suzuki Vitara

21 November, 2021

Den Namen Vitara vergibt der Fahrzeugherteller Suzuki bereits seit 1988. Einige werden sich noch an das ikonische Design

erinnern, ausgeführt als zweitüriger Geländewagen mit abnehmbarer Heckplane, perfekt für den Strandausflug in Baywatch Manier geeignet. Seitdem ist viel Zeit vergangen und der Fortschritt hat auch am Vitara nicht Halt gemacht. Zeit für den Motor-Informations-Dienst (mid), das aktuellste Modell im Praxistest zu prüfen.

Das Wetter kannte in den zwei Wochen Testzeitraum nur ein Motto: Dauerregen. Aber kein Problem für den Vitara! In der Allgrip Variante kommt dieser mit einem Allradantrieb, der entweder im Automatik- Modus läuft, dann werden hauptsächlich die Vorderräder angetrieben, oder die Kraft zu jeweils 50 Prozent auf beide Achsen fix verteilt. Das lässt sich über eine Lock-Taste neben dem Fahrmodi-Schalter einstellen, als weitere Optionen gibt es noch einen Snow und einen Sportmodus.
Der Motor hat im Vergleich zum Vorgänger 11 PS eingebüßt, dafür gibt es 15 Newtonmeter mehr Drehmoment und ein Mild-Hybrid-System mit 48-V Bordnetz, welches den Motor während der Fahrt ausschalten kann und das Auto segeln lässt. Zusätzlich unterstützt es im Niedrig-Drehzahlbereich, bevor der Turbo zugeschaltet wird.
Das wirkt sich positiv auf den Verbrauch aus, mit dem Automatikgetriebe gibt der Hersteller einen Verbrauch von kombiniert 6,3 Liter auf 100 Kilometer an, die CO2 Emission liegt bei 142 g/km. Im Alltag belief sich der Durchschnittsverbrauch im Testzeitraum auf 6,8 Liter pro 100 km, damit kommt man mit 47 Litern Tankvolumen theoretisch 691 Kilometer weit. Der 4-Zylinder-Reihen-Ottomotor Turbobenziner leistet 95 kW/129 PS und 235 Nm Drehmoment, die zwischen 2.000 bis 3.000 U/min anliegen, auf der Autobahn ist bei 190 km/h die Höchstgeschwindigkeit erreicht.

Beim Fahren bemerkt man, dass das Fahrwerk eher weich abgestimmt ist, die 6-Gang Automatik schaltet unbemerkt sanft durch die Gänge, und Dank eines Leergewichts von nur 1.345 Kilogramm fühlt sich der Vitara trotz vergleichsweise kleinem Motor eher nach etwas mehr Leistung an - der Gesamtfahrkomfort ist stimmig.
Mit Außenmassen von 4,17 Meter in der Länge, 1,77 Meter in der Breite (ohne Spiegel) und 1,59 Meter in der Höhe steht der Vitara in der in der Comfort+ Variante auf 17-Zoll-Rädern (Bereifung 215/55), hier gibt es die Felgen auch in Aluminium Ausführung, Standard sind 16-Zoll-Stahlfelgen.

Die Lackierung in "Ice Grayish Blue Metallic" mit Dach in Kontrastfarbe schwarz gefällt, ein großes Panorama-Glasdach ermöglicht einen hellen Innenraum oder viel Frischluft im Sommer. Im Innenraum nehmen die Passagiere Platz auf weichen, mit Mikrofaser auf der Sitzfläche bezogenen Sitzen, die Seitenflächen sind mit einem Glatt-Leder-Bezug und Ziernähten ausgeführt. Bei Fahrer- und Beifahrersitz lässt sich zudem noch die Sitzheizung in zwei Stufen regulieren. Für etwas kleinere Personen sind die Sitze auch noch recht weit in der Höhe verstellbar, man hat einen guten Überblick.

Ein 7-Zoll-Infotainment Bildschirm mit Touch Funktion ist unter anderem zuständig für Navigation und Multimedia (inklusive DAB+ Radio Empfang), das System ist recht einfach gehalten aber funktional. Wer lieber auf sein Mobiltelefon vertraut, hat die Möglichkeit dieses über Android Auto oder Apple Car Play zu verbinden. Schade ist hier lediglich, dass nur eine USB-A Schnittstelle angeboten wird, USB-C ist nicht vorhanden - für Strom gibt es vorne noch einen 12 V Anschluss, der dann mit einem Adapter ausgerüstet werden muss. Sechs Lautsprecher sorgen im Innenraum für die Audioausgabe, für die normale Hintergrundbeschallung ausreichend. Bei höheren Lautstärken leidet der Klang etwas.

Als Parkassistenten gibt es eine Rückfahrkamera und Sensoren vorne und hinten, das System warnt beim Ausparken auch vor Querverkehr hinter dem Fahrzeug. Mit einem Wendekreis von nur 10,4 Metern wird das Ein-/Ausparken zum Kinderspiel.

Klassische Analog Rundinstrumente lassen sich gut ablesen, zwischen Geschwindigkeits- und Drehzahlanzeiger ist noch ein kleiner Bildschirm für den Bordcomputer installiert, auf dem sich Informationen wie zum Beispiel dem Momentanverbrauch anzeigen lassen.
Im Fond hat ein 1,80 Meter großer Erwachsener noch Platz, sollten Kindersitze installiert werden, lassen sich diese über das Isofix System an den beiden äußeren Fondsitzen anbringen, auf dem Beifahrersitz entfällt diese Halterung. Falls der etwas größere Einkauf ansteht, lässt sich der Kofferraum durch eine 60/40 teilbare Rücksitzbank im Volumen von 375 Liter auf maximal 1.120 Liter erweitern.

Der Testwagen als Topversion (Suzuki Vitara 1.4 Boosterjet A/T Allgrip Comfort+ Hybrid) mit Aufpreispflichtiger Lackierung und Automatikgetriebe liegt bei 33.650 Euro. Die Motorisierung ist bei allen Modellen gleich, eine Dieselversion wird nicht mehr angeboten.
Mike Neumann / mid mid/mn

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