Millionenschwere Auktionen in Monterey
06 August, 2021
Die großen Sechs der international aktiven Auktionshäuser für wertvolle Automobile haben viel vor, wenn bei ihnen Mitte August überwiegend edelste Autos
in Kalifornien unter den Hammer kommen. Traditionsgemäß gilt nämlich die Monterey Car Week, eines der größten und wohl das renommierteste Spektakel der USA für Old-, Young- und Newtimer, als Rekordereignis für die Versteigerung teuersten Blechs. Und da die Veranstaltung im vergangenen Jahr der Pandemie zum Opfer fiel, gilt es 2021 einiges nachzuholen.
So haben sich die Auktionshäuser Bonhams, Gooding & Company, Mecum, RM Sotheby’s, Russo and Steele und Worldwide Auctioneers entsprechend vorbereitet und versuchen zusammen, rund 1500 Autos unter ein zahlungskräftiges Publikum zu bringen. Dabei werden mit großer Wahrscheinlichkeit wieder Rekorde fallen, was die Preise der begehrten Karossen angeht, denn Insider vermuten, dass mehr als 20 von ihnen das Zeug dazu haben, die Ein-Millionen-Dollar-Grenze um mindestens den Faktor fünf zu knacken.
Spitzenreiter könnte ein McLaren F1 mit Straßenzulassung aus dem Jahr 1995 werden, der bei "Gooding & Company" am Freitag, dem 13. (!) August am exklusiven Pebble Beach Golf Platz in der Nähe von Monterey unter den Hammer kommt. Die Auktionatoren schätzen seinen Mindestpreis auf 15 Millionen Dollar (12,6 Millionen Euro), doch dürfte noch weit mehr rausspringen. Schon vor vier Jahren hatte Konkurrent "Bonhams" ein solches Auto in Monterey für etwa 15,6 Millionen Dollar (damals rund 14,4 Millionen Euro) versteigert.
Gegen dieses Auto, das fast 16.000 Kilometer auf dem Tacho hatte, erscheint der nun angebotene McLaren mit seinen 390 Kilometern wie ein Neuwagen, der als erster seiner Art die 20-Millionen-Barriere hinter sich lassen könnte.
Knapp dahinter geht ein reinrassiger Sportler ins Rennen, ein Porsche 917 K aus dem Jahr 1970. David Hobbs und Mike Hailwood fuhren damit 1970 die 24 Stunden von Le Mans, ein Jahr später spielte der Wagen die Hauptrolle im Film „Le Mans“ mit Steve McQueen am Steuer. Danach mischte er 20 Jahre lang bei Rennen historischer Fahrzeuge mit bis er bei seiner Restauration in den Originalzustand zurückversetzt wurde. Jetzt hofft Auktionshaus RM Sotheby’s, den Rennwagen für bis zu 18,5 Millionen Dollar (bis zu 15,6 Millionen Euro) an einen wohlhabenden Bieter loswerden zu können.
Platz drei der Millionen-Seller könnte mit einem geschätzten Preis von bis zu 14 Millionen Dollar (bis zu 11,8 Millionen Euro) an einen Aston Martin DB4GT Zagato aus 1962 gehen. Auch diesen Wagen will das Auktionshaus RM Sotheby’s versteigern. Das Auto befand sich bisher in der Sammlung des im März verstorbenen Geschäftsmanns Paul Andrews, der mit der Produktion von elektronischen Bauteilen ein Milliardenvermögen anhäufte und sich zudem als freigebiger Spender für wohltätige Zwecke einen Namen machte. Das Fahrzeug stammt aus einer Zeit, da Aston Martin mit Ferrari um die Krone der Sportwagen-Weltmeisterschaft kämpfte. Jedes Mal, wenn der eine einen Sieg einfuhr, mühte sich der andere, es ihm mit einem neuen Modell gleich zu tun.
Auf den Rängen hinter dem Aston Martin reihen sich mit vermuteten Spitzenpreisen zwischen acht Millionen und zwölf Millionen Dollar (zwischen 6,7 Millionen bis 10,1 Millionen Euro) ein Mercedes-Benz 540K Special Roadster von 1937 ("Mecum"), ein Mercedes-Benz AMG CLK GTR Straßenversion von 1998 ("Gooding & Company") sowie zwei Ferrari ("RM Sotheby’s") und ein Ford ("Gooding & Company") ein.
Dass sich unter den 21 Gebrauchtwagen, die jeweils mehr als fünf Millionen Dollar (mehr als 4,2 Millionen Euro) wert sein sollen, insgesamt acht Ferrari befinden, ist bei einer so exklusiven Versteigerung wie in der Monterey Car Week keine Besonderheit. Als besonders preiswert wird ein Ferrari 166 MM Spider Series II von 1953 genannt. Das Schnäppchen kostet bei "RM Sotheby’s" zwischen vier Millionen und fünf Millionen Dollar (3,4 Millionen und 4,2 Millionen Euro). Ähnlich günstig ist bei "Mecum" an einen Ferrari 340 America und bei "Gooding & Company" an einen Ferrari 250 GT Serie 1 Cabrio zu kommen.
Besonders bemerkenswert aus der Ferner-liefen-Kategorie der über Fünf-Millionen-Dollar-Seller dürften ein 1955er Jaguar D-Type für bis zu sieben Millionen Dollar (bis zu 5,9 Millionen Euro) oder ein Ford GT40 Alan Mann Lightweight von 1966 für rund neun Millionen Dollar (rund 7,6 Millionen Euro) sein.
Für Interessenten, die sich in Monterey lieber etwas sparsamer verhalten wollen, gibt es auch ein etwas preiswerteres, jedoch ebenso exklusives Angebot. Einen auf 50 Stück limitierten Schlips in Gedenken an den 1956er Ferrari 410 Superamerica von Fa. Pininfarina sowie den 70.Geburtstag der Monterey Car Week ist beim Herrenausstatter The Outlierman aus Bologna erhältlich. Kostenpunkt: 150 Dollar (126,15 Euro).
aum/Hans-Robert Richarz, cen
So haben sich die Auktionshäuser Bonhams, Gooding & Company, Mecum, RM Sotheby’s, Russo and Steele und Worldwide Auctioneers entsprechend vorbereitet und versuchen zusammen, rund 1500 Autos unter ein zahlungskräftiges Publikum zu bringen. Dabei werden mit großer Wahrscheinlichkeit wieder Rekorde fallen, was die Preise der begehrten Karossen angeht, denn Insider vermuten, dass mehr als 20 von ihnen das Zeug dazu haben, die Ein-Millionen-Dollar-Grenze um mindestens den Faktor fünf zu knacken.
Spitzenreiter könnte ein McLaren F1 mit Straßenzulassung aus dem Jahr 1995 werden, der bei "Gooding & Company" am Freitag, dem 13. (!) August am exklusiven Pebble Beach Golf Platz in der Nähe von Monterey unter den Hammer kommt. Die Auktionatoren schätzen seinen Mindestpreis auf 15 Millionen Dollar (12,6 Millionen Euro), doch dürfte noch weit mehr rausspringen. Schon vor vier Jahren hatte Konkurrent "Bonhams" ein solches Auto in Monterey für etwa 15,6 Millionen Dollar (damals rund 14,4 Millionen Euro) versteigert.
Gegen dieses Auto, das fast 16.000 Kilometer auf dem Tacho hatte, erscheint der nun angebotene McLaren mit seinen 390 Kilometern wie ein Neuwagen, der als erster seiner Art die 20-Millionen-Barriere hinter sich lassen könnte.
Knapp dahinter geht ein reinrassiger Sportler ins Rennen, ein Porsche 917 K aus dem Jahr 1970. David Hobbs und Mike Hailwood fuhren damit 1970 die 24 Stunden von Le Mans, ein Jahr später spielte der Wagen die Hauptrolle im Film „Le Mans“ mit Steve McQueen am Steuer. Danach mischte er 20 Jahre lang bei Rennen historischer Fahrzeuge mit bis er bei seiner Restauration in den Originalzustand zurückversetzt wurde. Jetzt hofft Auktionshaus RM Sotheby’s, den Rennwagen für bis zu 18,5 Millionen Dollar (bis zu 15,6 Millionen Euro) an einen wohlhabenden Bieter loswerden zu können.
Platz drei der Millionen-Seller könnte mit einem geschätzten Preis von bis zu 14 Millionen Dollar (bis zu 11,8 Millionen Euro) an einen Aston Martin DB4GT Zagato aus 1962 gehen. Auch diesen Wagen will das Auktionshaus RM Sotheby’s versteigern. Das Auto befand sich bisher in der Sammlung des im März verstorbenen Geschäftsmanns Paul Andrews, der mit der Produktion von elektronischen Bauteilen ein Milliardenvermögen anhäufte und sich zudem als freigebiger Spender für wohltätige Zwecke einen Namen machte. Das Fahrzeug stammt aus einer Zeit, da Aston Martin mit Ferrari um die Krone der Sportwagen-Weltmeisterschaft kämpfte. Jedes Mal, wenn der eine einen Sieg einfuhr, mühte sich der andere, es ihm mit einem neuen Modell gleich zu tun.
Auf den Rängen hinter dem Aston Martin reihen sich mit vermuteten Spitzenpreisen zwischen acht Millionen und zwölf Millionen Dollar (zwischen 6,7 Millionen bis 10,1 Millionen Euro) ein Mercedes-Benz 540K Special Roadster von 1937 ("Mecum"), ein Mercedes-Benz AMG CLK GTR Straßenversion von 1998 ("Gooding & Company") sowie zwei Ferrari ("RM Sotheby’s") und ein Ford ("Gooding & Company") ein.
Dass sich unter den 21 Gebrauchtwagen, die jeweils mehr als fünf Millionen Dollar (mehr als 4,2 Millionen Euro) wert sein sollen, insgesamt acht Ferrari befinden, ist bei einer so exklusiven Versteigerung wie in der Monterey Car Week keine Besonderheit. Als besonders preiswert wird ein Ferrari 166 MM Spider Series II von 1953 genannt. Das Schnäppchen kostet bei "RM Sotheby’s" zwischen vier Millionen und fünf Millionen Dollar (3,4 Millionen und 4,2 Millionen Euro). Ähnlich günstig ist bei "Mecum" an einen Ferrari 340 America und bei "Gooding & Company" an einen Ferrari 250 GT Serie 1 Cabrio zu kommen.
Besonders bemerkenswert aus der Ferner-liefen-Kategorie der über Fünf-Millionen-Dollar-Seller dürften ein 1955er Jaguar D-Type für bis zu sieben Millionen Dollar (bis zu 5,9 Millionen Euro) oder ein Ford GT40 Alan Mann Lightweight von 1966 für rund neun Millionen Dollar (rund 7,6 Millionen Euro) sein.
Für Interessenten, die sich in Monterey lieber etwas sparsamer verhalten wollen, gibt es auch ein etwas preiswerteres, jedoch ebenso exklusives Angebot. Einen auf 50 Stück limitierten Schlips in Gedenken an den 1956er Ferrari 410 Superamerica von Fa. Pininfarina sowie den 70.Geburtstag der Monterey Car Week ist beim Herrenausstatter The Outlierman aus Bologna erhältlich. Kostenpunkt: 150 Dollar (126,15 Euro).
aum/Hans-Robert Richarz, cen
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