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Verbandsmaterial, Warndreieck, Warnwesten: Das sollten Autofahrer wissen!

26 März, 2021

Straßenverkehrsteilnehmer müssen nicht nur gesetzlich vorgeschriebene Verkehrsregeln einhalten und ihr Kraftfahrzeug technisch in Ordnung halten. Auch Mitführpflichten gilt es

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nachzukommen, um sowohl sich selbst als auch andere zu schützen. Was in jedes Auto gehört und worauf beim Kauf des Zubehörs zu achten ist, nachfolgend thematisiert.

Verbandsmaterial – ein Muss für die Erste Hilfe

Bei einem Unfall mit Verletzten kann das richtige Verbandsmaterial Leben retten. Beispielsweise lassen sich Blutungen mit einem Druckverband stillen und das Herz-Kreislauf-System von Verunglückten stabilisieren. Damit Unfallbeteiligte in der Not Erste Hilfe leisten können, hat der Gesetzgeber das Mitführen eines Verbandskastens zur Pflicht gemacht. Allerdings darf es nicht irgendein selbst zusammengestelltes Arrangement sein. Das Verbandsmaterial muss der DIN-Norm 13164 entsprechen und noch gültig sein. Ist das Mindesthaltbarkeitsdatum der Materialien abgelaufen, sind die Mindestanforderungen nicht mehr erfüllt. Bei einer Verkehrskontrolle kann das mit einem Bußgeld bestraft werden.

Beim Kauf eines neuen Verbandskastens sollten Autofahrer deshalb sorgfältig auf einen genormten Inhalt achten. Teilweise sind Sets erhältlich, womit Käufer gleich mehrere Mitführpflichten erfüllen. „Praktisch für Autofahrer ist eine 3-teilige Kombitasche“, heißt es im Vergleich zu Erste-Hilfe-Sets, in dem empfehlenswerte Angebote arrangiert und objektiv gegenübergestellt wurden. „Sie enthält die Verbandstofffüllung (DIN 13164), eine Warnweste (nach Norm EN ISO 20471) und ein EU-konformes Warndreieck“, erklärt die Redaktion des Vergleichsportals weiter, das eine derartige Kombitasche von einem deutschen Anbieter als Vergleichssieger ermittelt hat.

Für den schnellen Überblick der Inhalt von Verbandskästen zusammengefasst:


Rettungsdecke, Verbandspäckchen, Augenkompressen, Folienbeutel, Dreiecktücher, Fixierbinden, Einmalhandschuhe, Wundschnellverband, Vliesstofftücher, Verbandtücher, Kälte-Sofortpressen, Erste Hilfe Broschüre, Fingerverband, Kompressen, Fingerkuppenverbände, Pflastertrips, Heilpflaster und Schere.



Ergänzende Informationen zur Ersten Hilfe hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) online veröffentlicht. Unter anderem lassen sich konkrete Verhaltenstipps für Notsituationen nachlesen. Darunter Hinweise zu Blutungen, dem korrekten Absichern einer Unfallstelle und dem Abnehmen eines Helms bei Zweiradfahrern.

Warndreieck – beugt Unfällen konkret vor

Ungesicherte Unfall- und Pannenfahrzeuge können schnell zu unnötigen Auffahrunfällen führen. Mit einem Warndreieck, das mit ausreichend Abstand aufgestellt wird, lassen sich andere Verkehrsteilnehmer rechtzeitig warnen. Wie beim Verbandskasten gilt auch hier eine Mitführpflicht. Jeder Autofahrer muss ein Warndreieck bei jeder Fahrt mitführen. Auch diese Produkte unterliegen gewissen Anforderungen: Ein tragbares Warndreieck besteht aus drei Balken (rückstrahlend) und einem standsicheren Fuß zum Aufstellen. Es muss außerdem der ECE-Regelung Nr. 27 entsprechen, welche die einheitlichen Bedingungen zur Genehmigung von Warndreiecken regelt. Unter anderem wird mit dieser Regelung ein Mindestmaß an Leuchtkraft bei Tag und Nacht gewährleistet.

Weitere Tipps:

• Im Notfall herrscht Hektik. Gut, wenn Autofahrer dann wissen, wie das Warndreieck aufgebaut wird. Grundsätzlich sind die Pannendreiecke zwar so gestaltet, dass der Aufbau problemlos gelingt – dennoch kann es nicht schaden, das Aufstellen einmal in Ruhe zu üben.

• Laut § 15 der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) ist es „bei schnellem Verkehr“ mit einem Abstand von etwa 100 Metern zum liegengebliebenen Fahrzeug aufzustellen. Wie der Online-Direktversicherer Allianz Direct im Ratgeber erklärt, empfiehlt die Prüforganisation TÜV auf Autobahnen einen Mindestabstand von 150 Metern. auf Landstraßen genügen 100 und innerorts 50 Meter. Bei Anhöhen oder Kurven muss das Warnzeichen immer davor platziert werden.

• Auch Pannenhelfer müssen hinter ihrem abgestellten Fahrzeug ein Warndreieck aufstellen.

Gut zu wissen:
Ereignet sich wegen eines fehlenden Warndreiecks ein Auffahrunfall, handelt es sich um einen Bußgeldtatbestand und der Unfallverursacher (Besitzer Pannenfahrzeug) haftet mit. Wer kontrolliert wird und kein Warndreieck dabeihat, muss mit einer Geldbuße von 15 Euro rechnen.

Warnwesten – Sichtbarkeit steigern, Sicherheit erhöhen

Die allgemeine Warnwestenpflicht gilt in Deutschland seit Juli 2014. Demnach muss in jedem Auto eine Warnweste vorhanden sein. Ob auch für alle anderen Insassen eine Warnweste griffbereit platziert wird, ist bislang freiwillig. Allerdings ist die Komplettausstattung generell empfehlenswert, weil alle Personen bei einer Panne oder einem Unfall dank der hochsichtbaren Warnbekleidung bereits von Weitem sichtbar sind.
Die Sicherheit jedes Einzelnen erhöht sich markant:
Bei Tag Durch Tagesleuchtfarbe sind Personen besser erkennbar.
Die Warnwesten können die Farben Gelb, Orange und Rot aufweisen.
Bei Nacht und Nachts sorgen reflektierende Elemente an den Warnwesten dafür, dass das Scheinwerferlicht zur Lichtquelle zurückgeworfen und der Träger vom Fahrzeugführer früh gesehen wird.

Warnwesten müssen der EN ISO 20471 entsprechen. Diese Norm hat im Juni 2013 die EN 471 ersetzt. ub/dom

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