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Autofahren im Winter: Schneeräumung vor Fahrtantritt

08 Januar, 2021

Sicherheitsexperten geben einen Überblick über die wichtigsten Vorkehrungen beim Autofahren im Winter:

Nicht nur Straßen, auch Fahrzeuge müssen im Winter vom Schnee befreit werden. Dies sollte gründlich geschehen.
Zum Beispiel funktionieren Sensoren und Kameras mit Schneebestäubung nicht zuverlässig.
Das ganze Auto muss vor der Fahrt von Schnee und Eis freigeräumt sein, und zwar komplett, nicht nur ein Guckloch.
Neben allen Scheiben gehören dazu auch Motorhaube und Dach, sonst kann während der Fahrt urplötzlich die Sicht weg sein.

Die Sicherheitsexperten der Prüfgesellschaft Dekra geben einen Überblick über die wichtigsten Vorkehrungen beim Autofahren im Winter:

Winterreifen:
Bei winterlichen Straßenverhältnissen müssen Autos in Deutschland mit wintertauglichen Reifen unterwegs sein. Als wintertauglich gelten neue Reifen seit 2018 nur noch, wenn sie das Alpine-Symbol "Berg mit Schneeflocke" tragen.
Ältere Reifen, die nur die M+S-Kennzeichnung tragen, sind noch bis September 2024 erlaubt. Ganzjahresreifen können die gesetzlichen Vorgaben erfüllen. Für den echten Wintereinsatz sind aber spezielle Winterreifen die bessere Wahl.

Profiltiefe:
Gesetzlich vorgeschrieben sind bei Sommer- wie bei Winterreifen mindestens 1,6 Millimeter Profiltiefe. Wer im Winter insbesondere auf verschneiten Straßen aber wirklich sicher fahren will, braucht laut Dekra mehr Profil, mindestens noch 4,0 Millimeter sind empfehlenswert.
Zum Überprüfen stecken Sie eine Ein-Euro-Münze ins Profil:
dann sollte deutlich mehr als der goldfarbene Rand verdeckt sein. In Österreich übrigens sind für Winterreifen im Minimum 4,0 Millimeter gesetzlich vorgeschrieben, darunter gilt die Winterreifenpflicht nicht als erfüllt.

Schneeketten:
Wer in die Berge fährt, sollte an Schneeketten denken, natürlich passend zur Reifengröße. Aber: Probieren Sie das Aufziehen der Ketten unbedingt zu Hause in Ruhe aus. "Learning by Doing" im Schneegestöber auf dem Alpenpass ist nicht nur nervig, sondern kann auch gefährlich werden. Wichtig: Steht das Schild "Reifen mit Schneekette auf blauem Grund" am Straßenrand, müssen Schneeketten aufgezogen werden. Dann jedoch gilt ein Tempolimit von 50 km/h.

Winterzubehör:
Eiskratzer, Besen für den Schnee und Anti-Beschlagtuch dürfen im Winter an Bord ebenso wenig fehlen wie Frostschutzmittel als Reserve für die Waschanlage. Dazu gefütterte Arbeitshandschuhe, denn Reifenwechsel oder Kettenmontage funktionieren mit warmen Händen einfach besser. Außerdem eine warme Decke, denn bei einer Panne oder im Mega-Stau im Winter läuft die Heizung im Auto womöglich nicht endlos. Mit etwas Wasser und Notproviant kann man auch längere unfreiwillige Stopps im Auto überbrücken.

Schuhe abklopfen:
Klopfen Sie vor dem Einsteigen die Schuhe gut ab. Denn Schnee, den man mit ins Auto schleppt, sorgt für höhere Luftfeuchtigkeit. Dann beschlagen sich die Scheiben leichter und das geht auf Kosten der Sicht. Auch rutscht man mit glatten, schneenassen Schuhen leichter von den Pedalen ab, vor allem beim Bremsen eine gefährliche Sache.

Nicht zu dicht auffahren!
Halten Sie auf winterlichen Straßen mehr Abstand als sonst zum vorausfahrenden Fahrzeug. Auf nasser, schnee- oder gar eisglatter Fahrbahn wird der Bremsweg deutlich länger. Bei Tempo 50 hat ein Auto auf trockener Straße bei einer Notbremsung im Schnitt etwa 14 Meter Bremsweg, bei Schnee- oder Eisglätte sind es leicht das Doppelte oder noch mehr, warnt die Prüfgesellschaft Dekra.
Zudem können sich Schnee und Eis vom Dach eines vorausfahrenden Fahrzeuges lösen. Bei größeren Eisplatten von Lkw-Dächern kann das besonders ungemütlich werden. mid/wal

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