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Caravaning als Wirtschaftsfaktor

15 September, 2020

Der Caravaning-Tourismus entwickelt in Deutschland eine immer größere wirtschaftliche Bedeutung. Urlauber mit

Reisemobil, Caravan oder Zelt sorgten im vergangenen Jahr für knapp 15 Milliarden Euro Umsatz. Das sind 18 Prozent mehr als noch vor drei Jahren.

Haupttreiber dieser Entwicklung ist der Reisemobiltourismus. Der Caravaning Industrie Verband und der Deutsche Tourismusverband fordern deshalb, die Rahmenbedingungen weiter zu verbessern, um dieses Potenzial voll auszuschöpfen.
Das derzeit größte Problem:
Es fehlen Reisemobil-Stellplätze.

Knapp 1,3 Million Freizeitfahrzeuge (etwa 700.000 Caravans und 590.000 Reisemobile) sind inzwischen offiziell in Deutschland zugelassen - und die Tendenz ist stark steigend.
Zirka 110.000 zusätzliche Fahrzeuge sind als Pkw zugelassen, werden aber durch Um- und Ausbauten auch für touristische Zwecke genutzt. Rund 230.000 weitere Fahrzeuge waren auf Campingplätzen im Dauereinsatz. Das macht in Summe über 1,6 Millionen Fahrzeuge.

Auf ca. 138 Millionen Übernachtungen und Tagesreisen summierte sich das Reiseverhalten der Camper laut der vom Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Institut für Fremdenverkehr an der Universität München (dwif) erhobenen Daten im Jahr 2019.

Insgesamt, so die Studie, bieten die 4.200 Stellplätze in Deutschland Kapazitäten für etwa 67.230 Reisemobile - ca. 8,4 Prozent mehr als vor drei Jahren.
Die Zahl der Übernachtungen ist im selben Zeitraum jedoch um ca. 19,5 Prozent gewachsen, folglich ist die Auslastung gestiegen.

"Setzen sich die beiden Entwicklungen in den kommenden Jahren fort - wovon auszugehen ist - laufen wir in ein Problem", sagt Daniel Onggowinarso, Geschäftsführer des Caravaning Industrie Verbandes (CIVD). Man stehe daher im konstruktiven Dialog mit der Politik, um die identifizierten Hemmnisse, speziell zu lange Genehmigungsverfahren, abzubauen. Die Studie zeige, welche wirtschaftlichen Chancen die Schaffung von Stellplatz-Kapazitäten biete. mid/rhu

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