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Autotuningteile - Sicherheitsauflagen beim Autotuning

03 Dezember, 2007

Die Zubehörindustrie liefert heute eine Vielzahl von Autotuningteilen, mit denen jeder sein Fahrzeug seinen persönlichen Wünschen anpassen kann. Allerdings bleibt beim Autotuning-Spaß schnell die Sicherheit auf der Strecke. Deshalb verlangt der Gesetzgeber einen Sicherheits- und Umweltnachweis durch unabhängige Gutachter.

TÜV NORD Mobilität: Autotuning mit Autotuningteilen: aber sicher!
Prüfzeugnisse bedeuten Sicherheit Schwarz auf Weiß. Darunter fallen Teilegutachten (TG), die Allgemeine Betriebserlaubnis für Fahrzeugteile (ABE), eine Allgemeine Bauartgenehmigung (ABG) und die EWG-Typgenehmigung, -Betriebserlaubnis bzw. -Bauartgenehmigung (EG-TG, EG-BE bzw. EG-BG). Die Prüfzeugnisse enthalten neben Montagehinweisen auch Beschränkungen und Auflagen. So sind zum Beispiel manchen Teile nur für ausgewählte Fahrzeugtypen oder Ausrüstungszustände geeignet.
Eine nachträgliche TÜV-Abnahme garantiert unbeschwerten Fahrspaß mit Brief und Siegel. Häufig müssen Sachverständige oder Prüfingenieure die Autotuning-Maßnahmen nachträglich begutachten. Die Fachleute von TÜV NORD Mobilität begutachten, ob alle Autotuningteile richtig und sicher montiert wurden und das Autotuning alle Sicherheitsauflagen erfüllt. Die Änderungsabnahme ist bei Teilegutachten immer notwendig. Bei Teilen mit einer ABE, ABG, EG-TG, EG-BE oder EG-BG sind die in der Genehmigung aufgeführten Bedingungen zu erfüllen. Falls in den Unterlagen vermerkt ist, dass eine Begutachtung erforderlich ist, stehen die Sachverständigen von TÜV NORD Mobilität zur Verfügung. Falls keine Änderungsabnahme notwendig ist, sollte die Genehmigung am besten zum Fahrzeugschein gelegt werden.
„Eine Einzelabnahme wird nötig, wenn kein Prüfzeugnis, sondern zum Beispiel nur ein Festigkeitsnachweis für ein einzelnes Bauteil oder ein Materialgutachten für Spoiler vorliegt“, sagt Roger Eggers, Kfz-Sachverständiger und Tuning-Fachmann von TÜV NORD Mobilität, „zudem können sich Autotuning-Maßnahmen gegenseitig beeinflussen. Wenn in den Prüfzeugnissen keine Aussagen über die Zulässigkeit der Kombination gemacht werden, zum Beispiel nach dem Anbau einer Rad-Reifenkombination in Verbindung mit einem Sportlenkrad oder einer Tieferlegung, ist ebenfalls eine Einzelabnahme nötig.“

Eine Einzelabnahme kann viel Zeit kosten. Die Sachverständigen von TÜV NORD Mobilität benötigen für das Gutachten teilweise besondere Prüfgeräte oder müssen zusätzliche Messungen und Berechnungen vornehmen. „Damit Autotuner Zeit, Nerven und auch Geld sparen, sollten sie sich von unseren Fachleuten beraten lassen, was zulässig ist und mit welchem Aufwand es genehmigt werden muss“, so der Tipp von Eggers, „so wissen Tuner, was auf sie zukommt, bevor sie in die Geldbörse greifen.

Tuner sollten am besten Autotuning Teile mit Teilegutachten, ABE, ABG, einer EG-Genehmigung kaufen. In den Prüfzeugnissen sollte stehen, ob unterschiedliche Autotuningteile miteinander kombiniert werden dürfen. Mit diesen Angaben lassen sich die Kosten für den Umbau und die erforderlichen Änderungsmaßnahmen einfacher abschätzen.

Wenn alle Autotuning-Maßnahmen auf Herz und Sicherheit überprüft wurden, werden die Änderungen in einer Anbaubestätigung oder einem Gutachten eingetragen. Anschließend muss der Fahrzeugschein vom Straßenverkehrsamt aktualisiert werden. Das ist allerdings zumeist erst beim Verkauf oder der Ummeldung nötig. Bis dahin reicht es, wenn die Anbaubestätigungen bei den Fahrzeugpapieren geführt werden.

Die Fahrzeugpapiere müssen sofort aktualisiert werden, wenn zum Beispiel Änderungen der Fahrzeugart, des Hubraums und der Leistung, der Achslasten, des zulässigen Gesamtgewichts und der Anhängelast oder des Abgas- und Geräuschverhaltens vorgenommen wurden. Mit einem Gutachten zur Einzelabnahme muss der Fahrzeughalter umgehend zum Straßenverkehrsamt, um den Fahrzeugschein aktualisieren zu lassen.
Quelle: TÜV Nord

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