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Idiotentest Untersuchung: Wegen Drogen zur MPU

05 November, 2018

Idiotentest Untersuchung wegen Drogen oder Auffälligkeiten im Zusammenhang mit Medikamenten: Der Trend

ist deutlich zu erkennen:
Immer mehr Autofahrer müssen wegen Drogenkonsums oder der Einnahme von Medikamenten zu einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU). Das berichtet der TÜV-Verband auf Basis aktueller Daten der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt).

So haben die zuständigen Führerscheinstellen im Jahr 2017 in 19.328 Fällen eine MPU auf Grund von Drogen oder Auffälligkeiten im Zusammenhang mit Medikamenten angeordnet, um die Fahreignung der Betroffenen begutachten zu lassen. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Anstieg von 5,4 Prozent und im Vergleich zu 2012 sogar von 27,4 Prozent.
"Unter Drogen oder Medikamenteneinfluss stehende Autofahrer sind eine ernsthafte Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer", so Dr. Joachim Bühler, Geschäftsführer des TÜV-Verbands (VdTÜV). Daher sei es wichtig, dass ihre Fahreignung im Rahmen einer MPU überprüft werde.
Die Hauptursache für die volkstümlich "Idiotentest" genannte Überprüfung ist aber nach wie vor Alkohol am Steuer. Die Zahl dieser Untersuchungen war in den letzten Jahren rückläufig. Im Jahr 2017 wurden 24.699 Verkehrsteilnehmer erstmalig zu einer MPU verpflichtet - ein Minus von 8,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 10.075 wurden zum wiederholten Mal vorgeladen (minus 6,9 Prozent).
Die Kombination von Drogen oder Medikamenten mit Alkohol war in 1.858 Fällen die Ursache für eine MPU (plus 0,5 Prozent). Zur MPU müssen Personen, die bei einer ersten Auffälligkeit mindestens 1,6 Promille Alkohol im Blut hatten. "Wir reden hier nicht von Bagatellvergehen. Es geht nicht um das Glas Rotwein zum Essen. Es geht um Autofahrer, die sich volltrunken ans Steuer setzen und damit massiv andere Verkehrsteilnehmer und sich selbst gefährden", erklärt Bühler. mid/rhu

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