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Pendeln in der Komfortzone

10 September, 2018

Pendeln ist für viele Deutsche ein notwendiges Übel und hat wenig mit Autofahrer-Romantik zu tun. Dennoch

wollen die wenigsten darauf verzichten - nur die Rahmenbedingungen sollten besser sein. Ein Team der Uni Siegen sucht nach Lösungen.
Professor Dr. Marc Hassenzahl, Professor für "Ubiquitous Design" in der Fakultät Wirtschaftsinformatik möchte Produkte so gestalten, dass sie die Menschen im Alltag abholen und ihr Wohlbefinden erhöhen. "Design for Wellbeing", also wohlbefindensorientierte Gestaltung, nennt sich der Forschungsinhalt. Viele Pendler geben beispielsweise an, dass sie die Fahrt zur Arbeit oder von dort nach Hause zum Abschalten nutzen und als Zeit für sich selbst ansehen.
Auf dieser Grundlage müssten Pendlern folgerichtig diese Erholungsphasen im Auto zugestanden werden, indem die Technik im Auto so gestaltet wird, dass sie den Bedürfnissen der Menschen nach Ruhe und Sicherheit entspricht. Die Ideen reichen hier von nicht durchgestellten Anrufen bis hin zu eigenständiger Kommunikation des Fahrzeugs. "Aus technischer Sicht mag das banal und simpel klingen. Aus psychologischer Sicht ist es aber unheimlich wertvoll und komplex", erklärt Holger Klapperich, Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Forschungsgruppe.

Aber nicht nur Pendler stehen im Fokus der Wohlfühl-Wissenschaftler aus Siegen. Gemeinsam mit Lufthansa und anderen Projektpartnern wurde eine App entwickelt, die Reiseziele nach den mittels eines Fragen-Katalogs ermittelten Bedürfnissen der Kunden vorschlägt - und so das Wohlbefinden im Urlaub steigern soll. Weiterer Vorteil für Nutzer: Orte, die von Touristen überlaufen sind, werden wegen der eingeschränkten Wohlbefindens-Chance nicht vorgeschlagen. mid/Mst

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