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Genf 2018: Reifenproduzent Goodyear stellt Konzeptreifen vor

08 März, 2018

Nicht nur die Kfz-Hersteller können in Genf visionäre Ideen zeigen, sondern auch Reifenproduzenten. Goodyear

stellt mit dem „Oxygene“ (= Sauerstoff) einen Konzeptreifen vor, in dessen Seitenwand Moos wächst. Die Lauffläche nimmt Wasser von der Straße sowie CO2 aus der Luft auf. Dabei wird das Moos in der Seitenwand mit Nährstoffen versorgt. Mittels Photosynthese gibt der Reifen wiederum Sauerstoff in die Luft ab.

In einer Stadt ähnlich des Großraums Paris mit rund 2,5 Millionen Autos, die auf dem Oxygene rollen, würden auf diese Weise jährlich fast 3000 Tonnen Sauerstoff produziert und mehr als 4000 Tonnen Kohlendioxid absorbiert werden, rechnet Goodyear vor. Produziert werden soll der Reifen – so die Vision – im 3-Druck-Verfahren. Verarbeitet wird dabei Gummimehl von recycelten Altreifen.

Damit nicht genug: Der Oxygene speichert die Energie, die der Photosynthese-Prozess freisetzt, um seine eingebettete Elektronik mit Strom zu versorgen. Hierzu gehören eingebaute Sensoren, eine Einheit für künstliche Intelligenz sowie ein sich verändernder Lichtstrahl in der Seitenwand. Dieser ändert seine Farben und kann so andere Verkehrsteilnehmer und Fußgänger auf die nächsten Fahrmanöver hinweisen, etwa ein Fahrbahnwechsel oder ein Abbremsen.
Zudem nutzt der Konzeptreifen ein auf sichtbarem Licht beruhendes Kommunikationssystem, LiFi genannt. Es vernetzt den Reifen mit dem Internet der Dinge für eine Kommunikation von Fahrzeug zu Fahrzeug (V2V) sowie von Fahrzeug zu Infrastruktur (V2I). ampnet/jri

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