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Ratgeber: Das hilft gegen beschlagene Scheiben im Winter

11 Januar, 2018

Im Winter haben Autofahrer häufig Probleme mit beschlagenen Scheiben. Sie stören nicht nur beim

Fahren, sondern stellen auch eine Gefahr dar, weil sie das Risiko von Unfällen deutlich erhöhen, warnt das Goslar Institut für verbrauchergerechtes Versichern. Deshalb sollten sich Autofahrer, bevor sie morgens losfahren, unbedingt freie Sicht verschaffen und alle Scheiben vollständig nicht nur von Eis und Schnee befreien, sondern sie auch von innen trocknen.

Beschlagene Autoscheiben entstehen durch feuchte Luft im Innenraum des Autos, die sich auf den kalten Glasflächen niederschlägt und kondensiert. Von diesem dünnen Taufilm befreit man die Autoscheiben am besten, indem das Gebläse des Fahrzeugs auf stärkste Leistung und die Heizung auf die höchste Stufe gestellt werden. Dieser Luftstrom sollte vollständig auf die Scheiben gelenkt werden. Zu diesem Zweck werden möglichst alle anderen Lüftungsdüsen, die nicht auf die Scheiben zeigen, geschlossen. So bekommen die beschlagenen Scheiben die meiste Warmluft ab. Es kann nach einer kalten Nacht im Winter einen Moment dauern, bis die Heizung richtig auf Touren kommt.

Noch besser gegen beschlagene Scheiben hilft der Einsatz einer Klimaanlage. Diese kühlt an warmen Tagen nicht nur die Temperatur im Fahrzeuginnern herunter, sondern entzieht der Luft auch Feuchtigkeit. Diesen Effekt können sich Autofahrer bei beschlagenen Scheiben zunutze machen, und zwar sowohl um die Sicht schneller wieder freizubekommen als auch um das Beschlagen von Scheiben zu verhindern. In Kombination mit Heizung und Gebläse trocknet die Klimaanlage die Luft im Innenraum schneller und lässt so die Feuchtigkeitsablagerungen auf den Scheiben zügiger verschwinden. Darüber hinaus sorgt eine auch an kühlen Tagen während der Fahrt eingeschaltete Klimaanlage dafür, dass im Fahrzeuginnern erst gar nicht so viel Feuchtigkeit aufkommt, die sich auf den Scheiben ablagern könnte – eben weil die Klimaanlage der Luft Feuchtigkeit entzieht, während das Fahrzeuggebläse feuchte Luft nur umwälzt.

Gegen einen feuchten Fahrzeuginnenraum hilft zudem ein funktionsfähiger Innenraumfilter. Ist dieser verschmutzt und sind seine Poren zugesetzt, wird die Wirkung von Lüftung und Klimaanlage deutlich vermindert. Dann bekommt man auch Feuchtigkeit nicht aus dem Auto. Deshalb sollten diese Filter nicht zu spät erneuert werden – nach Ansicht von Experten am besten jedes Jahr.

Ferner ist in Herbst und Winter grundsätzlich darauf zu achten, möglichst wenig Feuchtigkeit oder gar Nässe von außen mit ins Auto zu bringen. Das bedeutet zum Beispiel, vor dem Einsteigen Schnee und nassen Schmutz von den Schuhen abzuschlagen. Gummimatten im Fußraum sorgen zudem dafür, dass die Fußmatten nicht feucht werden. Das in Gummimatten gesammelte Wasser lässt sich einfach ausschütten.

Wem die Glasflächen nicht schnell genug frei werden, sollte man dennoch auf Abwischen der Scheiben mit Textilien verzichten: Dies führt in der Regel zu Schlieren und verschlechtert so die Sicht mehr, als sie zu verbessern. Stattdessen bieten sich spezielle Fenster- oder Mikrofasertücher als wirkungsvollere Alternative an. Als vorbeugende Maßnahme gegen beschlagene Scheiben hat sich auch die Verwendung von Scheibenreinigern bewährt, nicht zuletzt deshalb, weil sich auf sauberen Glasflächen weniger leicht Feuchtigkeit ablagert als auf dreckigen. ampnet/jri

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