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Vernetzter Straßenverkehr im Jahr 2050: Grünes Licht für den Bio-Hybrid

14 Dezember, 2016

Wie wird der vernetzte Straßenverkehr im Jahr 2050 aussehen, wenn die Stadtbevölkerung weltweit auf ca.

2,5 Milliarden Menschen angewachsen ist?
Immer mehr Menschen zieht es in die Ballungszentren. Auf herkömmliche Weise wird die Mobilität bald zum Erliegen kommen. Um den Verkehrskollaps zu verhindern, suchen Automobilindustrie und Zulieferer fieberhaft nach Lösungen. Wie aber wird der urbane Straßenverkehr im Jahr 2050 aussehen, wenn die Stadtbevölkerung weltweit auf rund 2,5 Mrd. Menschen angewachsen ist?
Die schlauen Köpfe bei Schaeffler gehen dieser Frage auch nach. Auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas gibt der deutsche Weltkonzern vom 05. bis 08. Januar 2017 einen Ausblick auf den vernetzten Verkehr der Zukunft. Unter anderem präsentiert der Zulieferer aus Herzogenaurach auf der Fachmesse für Unterhaltungselektronik erstmals die Studie "Bio-Hybrid".
"Da der Infrastruktur-Ausbau mit dem zu erwartenden Bevölkerungswachstum nicht Schritt halten kann, resultieren aus dieser Entwicklung gewaltige Verkehrsprobleme", erläutert Prof. Peter Gutzmer, Technologievorstand von Schaeffler. "Intermodaler Verkehr auf engem Raum mit reibungslosem Wechsel zwischen Verkehrsmitteln wird in den urbanen Ballungszentren der Zukunft von entscheidender Bedeutung. Hier sind technische Lösungen gefragt, die wir aktiv mitgestalten."
Wie aber kann der Bio-Hybrid helfen?
Dieses Fahrzeug ist in Sachen Größe und Reichweite zwischen einem Pedelec und einem kleinen Elektro-Pkw anzusiedeln. Der Bio-Hybrid besitzt eine Überdachung und bietet so - anders als ein Fahrrad - ausreichenden Wetterschutz. Vier Räder sorgen für Fahrstabilität des nur 85 Zentimeter breiten Fahrzeugs. Die Breite wurde laut Schaeffler so gewählt, dass in den meisten Ländern die Fahrradwege benutzt werden dürfen.
Der Fahrer des Bio-Hybrid wird wie bei einem Pedelec von einem elektrischen Antrieb unterstützt. Beim Bremsen rekuperiert der Elektromotor und führt den gewonnenen Strom wieder dem Akku zu. Dieser ist auf eine Reichweite von 50 bis 100 Kilometer ausgelegt. Geht der Stromvorrat zur Neige, kann der Akku mit einem Handgriff entnommen und an jeder Haushaltssteckdose aufgeladen werden, heißt es.
Der Bio-Hybrid ist jedoch kein Serienprodukt. Er soll vor allem das Nachdenken über neue Mobilitätsformen beflügeln, so die Schaeffler-Experten. "Wir können uns aber vorstellen, gemeinsam mit einem Partner eine Testflotte für den Betrieb in einer Metropole aufzubauen", sagt Professor Gutzmer.
Ebenfalls auf der CES zeigt Schaeffler ein elektrisches Kickboard, das speziell für schnelles Vorankommen gedacht ist. Es ähnelt mit zwei Achsen und einer Trittfläche einem Skateboard. In die Trittfläche ist jedoch ein Akku integriert, der über einen Elektromotor an der Hinterachse für Vortrieb sorgt. Gesteuert wird das Kickboard über einen Stick mit einem ergonomisch gestalteten Griff. "Solche Lösungen für die sogenannte letzte Meile erleichtern es den Menschen, im urbanen Raum öffentliche Verkehrsmittel und Carsharing zu nutzen", erläutert Gutzmer. mid/rlo

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