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Alkoholfahrten - Vorsicht auf dem Weihnachtsmarkt

11 November, 2016

Eine Alkoholfahrt kann sehr teuer werden: Wer rund 3.500 Euro (für Strafbescheid, Prüfungsgebühren, Kursteilnahme) zahlen muss, um seinen Führerschein zurück zu erlangen, kann damit rund 2.000 Kilometer weit mit dem Taxi fahren.
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Die dunkle Jahreszeit birgt nicht nur aufgrund glatter Straßen Gefahren im Straßenverkehr. Jetzt beginnt die Zeit der Weihnachtsfeiern, Weihnachtsmärkte. Beide Veranstaltungen sind für manchen Teilnehmer Anlass, wider besseren Wissens ein Glas alkoholhaltigen Getränks zu viel zu sich zu nehmen. Wer dann ins Auto steigt um nach Hause zu fahren, bringt sich und vor allem auch andere in große Gefahr. Eine Trunkenheitsfahrt kann nicht nur teuer werden, jedes Jahr endet sie für einige Autofahrer tödlich. Fast jede dritte Medizinisch-Psychologische-Untersuchung (MPU) wurde 2015 aufgrund deutlich erhöhter Blutwerte angeordnet.
Die Stimmung behindert bei der Weihnachtsfeier oder am Glühweinstand die eigene Einschätzung. Viele glauben dann, ihren Alkohol-Konsum unter Kontrolle zu haben. Dies ist jedoch nach Ansicht des Verkehrspsychologen Dr. Don DeVol vom TÜV Thüringen schlichtweg nicht möglich. "Wenn die Party einmal im Gange ist, ist es mit den guten Vorsätzen schnell vorbei. Trinkmenge, Trinkgeschwindigkeit und Trinkdauer werden in der Regel falsch eingeschätzt, sodass Autofahrer ihren Promillewert auch nur schwer oder gar nicht abwägen können", stellt DeVol fest. "Wer weiß, dass er fahren muss, sollte daher gänzlich auf Alkohol verzichten", rät der Verkehrspsychologe.
Nach den Statistiken der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) wurden 2015 knapp 5 Prozent mehr MPU als ein Jahr zuvor angeordnet, insgesamt wurden 91.276 Untersuchungen durchgeführt. "Bezüglich der Unfallschwere belegt die Statistik, dass die Folgen von Unfällen unter Alkoholeinfluss überdurchschnittlich schwerwiegend sind. Bekannt ist, dass das Unfallrisiko ab einer Blutalkoholkonzentration von 1,1 Promille rund 10-mal höher ist, als bei einem nüchternen Fahrer", sagt DeVol. "Im Sinne der Rechtsprechung sind Fahrer mit einer solchen Blutalkoholkonzentration absolut fahruntüchtig", erklärt der Verkehrspsychologe. DeVol fordert daher schon länger, die medizinisch-psychologische Untersuchung bundesweit ab 1,1 Promille anzuordnen.
2015 lag die Zahl der Verkehrsunfälle um 4,6 Prozent höher als im Vorjahr. Dabei starben 3.459 Menschen, 2,4 Prozent mehr als 2014. In Alkoholunfälle waren insgesamt 16.682 Personen verwickelt, 256 von ihnen kamen zu Tode. Abgesehen von der Gefahr für Leib und Leben - auch unter wirtschaftlichen Aspekten ist Alkohol am Steuer keine Option. mid/mk

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