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Sommerreifen leisten Schwerstarbeit

30 Juni, 2015

Sommerreifen müssen Schwerstarbeit verrichten: Trockenes und sonniges Wetter fordert vor allem schnell gefahrene Reifen extrem. Denn der Asphalt kann im Sommer Temperaturen von bis zu 60 Grad Celsius erreichen. Die Gummimischung eines Sommerreifens darf aber auch bei höheren Temperaturen
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nicht zu weich werden. Sonst leidet die Spurhaltung und der Verschleiß steigt. Gleichzeitig verbessert eine härtere Gummimischung das Handling, unterstützt kürzere Bremswege, und verbessert die Fahrstabilität auch bei höherer Geschwindigkeit und eine optimale Bodenhaftung im Sommer. Bei Regen spielen dagegen breite Reifen ihre Nachteile aus, weil sie den Bereich von Aquaplaning schon in der Nähe von 100 km/h erreichen.
Sommerreifen haben ein anderes Profil als Winter- und Ganzjahresreifen: die Profilstollen sind weniger grob, die Rillen feiner. Auch wenn die Profiltiefe gesetzlich nur mindestens 1,6 Millimeter betragen muss, empfiehlt der AvD drei Millimeter als Mindestprofiltiefe, um das Aquaplaning-Risiko bei starker Nässe im Sommer so gering wie möglich zu halten.
Viele Autofahrer wünschen sich besonders breite Reifen, die auf möglichst großen Felgen aufgezogen sein sollen. Sie sind bei Trockenheit und speziell in schnellen Kurven vergleichsweise besser, doch sobald es regnet, wirken sie als extreme Tempobremse, weil sie viel schneller "aufschwimmen". Extreme Niederquerschnittsreifen verbessern zwar die Seitenführung bei schneller Kurvenfahrt, doch je niedriger die Reifenflanke, desto höher das Risiko, sich beim Parken am Randstein teure Felgenschäden zu holen. Erst eine Distanz von 15 Zentimetern von der Fahrbahnoberfläche bis zum Felgenhorn schützt einigermaßen sicher vor Bordsteinschäden.
Niederquerschnittsreifen verzeihen weniger die Nachlässigkeiten beim Luftdruck. Schon 0,5 bar zu viel oder zu wenig sorgen für ungleichen Verschleiß der Lauffläche. Bei zu hohem Druck nutzt die Mitte stärker ab, zu geringer Luftdruck belastet die Außen- und Innenseite.
Bei der Auswahl der richtigen Sommerreifen gilt es, verschiedene Kriterien zu beachten. Die korrekte Reifengröße ist im Fahrzeugschein vermerkt. Daneben gibt das neue EU-Reifenlabel Auskunft über Kraftstoffeffizienz (Rollwiderstand), Nasshaftung und zum Rollgeräusch eines Reifens.
Zusammengefasst lauten die drei wichtigsten Regeln für Reifen im Sommer: Keine Winterreifen im Sommer fahren, den Luftdruck regelmäßig, am besten wöchentlich prüfen und mindestens drei Millimeter Profiltiefe fahren. mid/mak
Bildunterschrift: mid Frankfurt/Main - Trockenes und sonniges Wetter fordert vor allem schnell gefahrene Reifen extrem. Der Asphalt unserer Straßen kann im Sommer Temperaturen von bis zu 60 Grad Celsius erreichen.

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