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Verengte Fahrbahn Verkehrsregeln und Schuldverteilung

18 Mšrz, 2015

Kommt es auf einer verengten Fahrbahn zu Streifschäden zwischen zwei Fahrzeugen, so muss der Fahrer, der

mit seinem Fahrzeug in den Gegenverkehr ragte, 70 Prozent des verursachten Schadens √ľbernehmen. Das hat das Oberlandesgericht M√ľnchen entschieden (Az. 10 U 4173/13).

Gericht: Soweit wie möglich rechts fahren
Wie die telefonische Rechtsberatung der Deutschen Anwaltshotline berichtet, kam es auf einer 4,65m breiten Landstraße aufgrund der beengten Verhältnisse zu Streifschäden zwischen zwei sich entgegenkommenden Fahrzeugen. Laut Sachverständigem fuhr der spätere Kläger etwa 75 bis 81 km/h, beim Beklagten wurde dagegen eine konstante Annäherungsgeschwindigkeit von 81km/h festgestellt. An den entstandenen Streifschäden wollte keiner der beiden Fahrer Schuld sein, daher wurde der Fall vor Gericht verhandelt.

Das Oberlandesgericht M√ľnchen kam nach der Auswertung der Analyse des Sachverst√§ndigen zu der Entscheidung, dass der Kl√§ger selber weiter rechts h√§tte fahren m√ľssen, weil er mit seinem Wagen teilweise auf der Gegenspur unterwegs war. Er m√ľsse somit 70 Prozent der Sch√§den √ľbernehmen. Der Beklagte ist laut Gericht aber auch nicht ganz schuldfrei und muss die restlichen 30 Prozent des Ber√ľhrungsschadens √ľbernehmen, da er nicht am √§u√üeren Fahrbahnrand gefahren ist. Zwar habe er seine Fahrspur nicht √ľberschritten, dennoch w√§re es ihm m√∂glich gewesen, maximal 40 cm nach rechts auszuweichen, um eine Kollision zu vermeiden. Der Kfz Sachverst√§ndige fand heraus, dass der Beklagte den verursachten Streifschaden bereits h√§tte abmildern k√∂nnen, wenn er 15 cm nach rechts ausgewichen w√§re. Dies h√§tte nur zu einem Kontakt der Au√üenspiegel gef√ľhrt. "Auch wenn man seine Fahrbahnh√§lfte nicht √ľberschreitet, muss so gefahren werden, dass entgegenkommende Fahrzeuge nicht gef√§hrdet werden. Nur auf seiner Fahrspur zu fahren befreit einen also nicht zwingend von einer Teilschuld", erkl√§rt Rechtsanwalt Frank B√∂ckhaus (telefonische Rechtsberatung unter 0900/1875000-0 f√ľr 1,99 Euro pro Minute). D-AH/ea www.deutsche-anwaltshotline.de

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