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Autobuch über Opel: Ab- und Wiederaufstieg einer Marke

10 Februar, 2015

Dem Ab und Auf der Marke widmet sich unter dem etwas reißerischen Titel „Opel – Chronik eines Kampfes“ ein Autobuch, das sich auf 284 Seiten mit der Firmengeschichte der General-Motors-Tochter seit 1970 befasst.

Autor Frank O. Hrachowy hangelt sich an Hand der Technik- und Modellgeschichte sowie der Führungskräfte durch die wechselvollen vergangenen viereinhalb Jahrzehnte. Dabei wird der Abstieg einer einst starken Marke und des gerade beginnenden Wiederaufstiegs vor allem an den Autos verdeutlicht.

Hrachowny gelingt es, die Modellpolitik der Rüsselsheimer immer wieder in Relation zu den Konkurrenten wie Volkswagen und Ford zu setzen. Gerade das ist eine der Stärken des Buches. Seine Schwäche ist das Quellenmaterial. Auch wenn der Autor versichert, sein Autobuch sei in Zusammenarbeit mit vielen Opel-Mitarbeitern entstanden, so finden sich leider kaum Interna. Die Chronik stützt sich vor allem auf Zeitungsberichte. Dennoch ist dem gelernten Kfz-Meister, promovierten Technikhistoriker und mehrfachen Buchautor sowie ehemaligen Opel-Angestellten ein durchaus lesenswerter Rückblick gelungen, bei dem vor allem die 90-er Jahre als Niedergangsepoche der Marke und die vergebliche Restrukturierung in den zehn Jahren danach spannende Unternehmenshistorie widerspiegeln. Mit Nick Reilly an der Spitze wurde Anfang 2010 dann die Wende eingeläutet, die auch schmerzliche Eingriffe für die Belegschaft bedeutet.

Hrachownys Buch endet mit dem nicht nur verbalen, sondern auch finanziellen Bekenntnis von Konzernmutter General Motors zur deutschen Tochter, die sich mittlerweile mit Modellen wie dem Adam und dem Mokka wieder Renommee verschafft hat und durch pfiffige Werbung mit Prominenz auf sich aufmerksam macht.

„Opel – Chronik eines Kampfes. Die Geschichte einer Automarke seit 1970“ von Frank O. Hrachowy ist in der Edition Technikgeschichte erschienen. Das Autobuch hat 284 Seiten und kostet 19,95 Euro. ampnet/jri

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