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Mercedes erfindet das Auto von Übermorgen

15 Januar, 2015

George Orwells Vision von 1984 war gestern: Die Autobranche ist da viel weiter. Daimler zum Beispiel bastelt schon heute am Auto für Übermorgen. "F 015 Luxury in Motion" heißt das ehrgeizige Projekt, mit dem die Stuttgarter nun die Mobilität neu erfinden wollen. Die Studie steht derzeit auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas im grellen Scheinwerferlicht. Was steckt hinter den Plänen?

Es sei die Antwort auf eine sich rapide ändernde Welt, erklären die Mercedes-Strategen. "F 015 Luxury in Motion" soll das technisch Machbare und gesellschaftlich Wünschenswerte vereinen.
Bis zum Jahr 2030 wird die Zahl der Mega-Cities, in denen mehr als 10 Millionen Einwohner leben, von heute rund 30 auf über 40 Metropolen steigen. "Das begehrteste Luxusgut im 21. Jahrhundert werden privater Raum und Zeit sein", so Dr. Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG und Leiter Mercedes-Benz Cars. "Autonom fahrende Autos von Mercedes-Benz sollen den Menschen genau das bieten. Mit dem F 015 Luxury in Motion wird dieses revolutionäre Verständnis von Mobilität erstmals konkret erlebbar."
Und Dieter Zetsche hat offenbar in die Kristallkugel geschaut. 2030 beamen sich die Menchen zwar noch nicht wie auf dem legendären Raumschiff Enterprise von A nach B. Doch die Autos fahren weitgehend autonom - so jedenfalls die Prognose des Daimler-Chefs. "Und weil wir dann im Auto viel Zeit für andere Dinge haben, werden die Autos der Zukunft völlig neue Möglichkeiten bieten." Ein Stichwort ist "Interaktion", also die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Passagieren sowie zwischen dem Fahrzeug und anderen Verkehrsteilnehmern. Durch vernetzte Kommunikation werde der Verkehr optimiert und die individuelle Mobilität komfortabler, stressfreier und sicherer.
Und was ist der "F 015 Luxury in Motion" noch? Laut Mercedes eine ausgesprochen großzügig gestaltete autonom fahrende Luxuslimousine für vier Passagiere. Der Innenraum ist als umfassend vernetzter, digitaler Erlebnisraum gestaltet ist. In dieser mit Leder, Edelhölzern und viel Glas gestalteten Lounge können die Reisenden dann während der Fahrt entspannen, kommunizieren oder arbeiten. Dazu können die vorderen der vier Einzelsitzschalen gedreht werden. In den Flanken montierte Bildschirme stellen alle notwendigen Daten, Apps und Funktionalitäten bereit und werden per Gesten, Eye-Tracking oder Berührung gesteuert.
Und das Auto? Das fährt gestützt auf Stereokameras, Ultraschall- und Radarsensoren durch den Verkehr. Sollte der Fahrer sich tatsächlich mal für den Verkehr interessieren, so stehen für ihn alle relevanten Infos auf einem breiten Hauptbildschirm im digitalen Armaturenträger sowie auf einem Head-up-Display im Bereich der Frontscheibe bereit. Und weil das Fahren im Mercedes F 015 Luxury in Motion beinahe zur Nebensache wird, durften die Designer laut auto motor und sport auch bei der Gestaltung ungehemmt ans Werk gehen. Mit mit einer Länge von 5 220 Millimetern, einer Breite von 2 018 Millimetern und einer Höhe von 1 524 Millimetern wirkt der aus Aluminium, faserverstärkten Kunststoffen und Spezialstählen aufgebaute F 015 laut Experten wie ein monolithischer Block. Der Radstand liegt mit 3 610 Millimetern noch einmal um 245 Millimeter über dem einer Mercedes-Maybach S-Klasse.
Eines springt bei der Studie sofort ins Auge: Die großen Flächen, der Alulook und die 26 Zoll großen Räder. Front und Heck werden von großen LED-Flächen bestimmt, über die der F 015 mit der Außenwelt kommuniziert. Hier werden Botschaften wie "Stopp", "Langsam" oder "Ich habe dich gesehen" an die Umgebung weitergegeben. Ein Code ersetzt das vertraute Nummernschild. Über diesen Code können in Sekundenschnelle alle relevanten Informationen über das Fahrzeug abgerufen werden. Der Einstieg erfolgt über gegenläufig öffnende Türen barrierefrei ohne B-Säulen.
Wie sieht eigentlich mit dem Antrieb aus? Hier setzt Mercedes-Benz auf zwei jeweils 136 PS und 200 Nm starke E-Motoren im Heck. Die Energie liefern eine Batterie und eine 29 kWh-Brennstoffzelle im Vorderwagen. 5,4 Kilogramm Wasserstoff werden in CFK-Tanks im Fahrzeugboden verstaut. Die Gesamtreichweite dieses Elektro-Hybridsystems beträgt ausreichende 1 100 Kilometer, davon können rund 200 Kilometer mit der Batterie gefahren werden und etwa 900 Kilometer mit dem Strom aus der Brennstoffzelle. Den Spurt von null auf 100 km/h absolviert der F 015 in 6,7 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit wird bei 200 km/h abgeregelt. Der Verbrauch liegt bei 0,60 Kilogramm Wasserstoff pro 100 Kilometer. Umgerechnet in Diesel entspricht das etwa 2,0 Liter auf 100 Kilometer. Soweit der Plan. Die Zeit wird zeigen, ob es sich um Science Fiction à la Hollywood handelt oder um die neue Realität aus Stuttgart-Untertürkheim.
Wann werden wir derartige Autos ganz real auf den Straßen sehen? Bis ein Fahrzeug mit all den erwähnten Funktionen voll autonom fahren kann, sind natürlich noch gesetzgeberische Voraussetzungen zu schaffen, betont Dieter Zetsche: "Aber es wird wohl das nächste Jahrzehnt werden." Ralf Loweg/mid mid/rlo
Bildquelle: Daimler, Bildunterschrift: mid Las Vegas - Daimler-Chef Dieter Zetsche und seine neueste "Schöpfung": die Studie "F 015 Luxury in Motion".

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