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Abgasplakette: Diesel-Stinker in Umweltzonen in Deutschland

31 Oktober, 2014

Eigentlich sind 80 Euro Bußgeld fällig, wenn Autos in Umweltzonen mit gelber, roter oder ganz ohne Abgasplakette

unterwegs sind. Eigentlich. Denn offenbar wird diese Vorschrift nur sehr lasch überprüft, ergaben Stichproben der Deutschen Umwelthilfe (DUH) in Nordrhein-Westfalen. Das Ergebnis: Immerhin sieben Prozent der überprüften Autos hatten keine grüne Plakette, obwohl diese seit Juli 2014 in 24 Städten von NRW Pflicht ist.
Seit September hatte die DUH in 16 nordrhein-westfälischen Städten die Plaketten überprüft. 16 360 Fahrzeuge wurden bei dieser Aktion gesichtet und fast 1 200 Verstöße gegen die geltenden Umwelt-Bestimmungen festgestellt. In Recklinghausen (8,9 Prozent) und Bonn (8,1 Prozent) war die "Mängelquote" am höchsten. "Nordrhein-Westfalen kontrolliert seine Umweltzonen ungenügend und gestattet damit tausenden Fahrzeugen mit falscher Abgasplakette die Einfahrt", folgert die DUH und fordert Konsequenzen: Die zuständigen Kommunen sowie die Landesregierungen müssten die Einhaltung der Umweltzonen Vorschriften besser überwachen. Denn die Verstöße gibt es vermutlich nicht nur in NRW, sondern auch bundesweit.
"Es genügt nicht, Luftreinhaltevorschriften auf dem Papier zu verkünden. Diesel-Stinker müssen wirkungsvoll aus den hochbelasteten Ballungsräumen ausgesperrt werden", wettert DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch. Doch die Untersuchung zeige, dass die Einhaltung der Umweltzonenregelungen von den Städten in NRW nicht ernst genommen werde. Resch will die Einhaltung der Bestimmungen zur Luftreinhaltung notfalls gerichtlich herbeiklagen. Außerdem forderte er Umweltministerin Hendricks und Ministerpräsidentin Kraft dazu auf, die im Koalitionsvertrag festgeschriebene, aber "vergessene" Förderung der Partikelfilter-Nachrüstung zumindest im Bundeshaushalt 2015 festzuschreiben. mid/rhu

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