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Reisemobil-Messe 2014: Caravan Salon Neuheiten - Teil 3

03 September, 2014

Auf der Reisemobil-Messe Caravan Salon 2014 in Düsseldorf ist sicher für jeden Geschmack in den unterschiedlichsten Größen und Preisklassen etwas dabei: Wohnmobile für Singles und Paare, Basisfahrzeuge, Luxus-Campingbusse, teilintegrierten Wohnmobile oder Wohnwagen Einsteiger-Klasse oder Erfolgsmodelle.

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Einer der Stars des Caravan Salons ist der Luxus-Campingbus Marco Polo von Mercedes auf Basis der neuen V-Klasse. Das 5,14 m lange Freizeitmobil hat eine Küchenzeile im Klavierlack-Dekor mit Spüle und zweiflammigem Kocher und einen 40 Liter fassenden Kompressor-Kühlschrank an Bord. Das Aufstelldach kommt auf Wunsch mit elektrischem Antrieb. Der Holz-Fahrzeugboden in Yachtoptik sorgt für ein gediegenes Ambiente. Einen Preis nennt Mercedes noch nicht.
Auf dem Papier bietet der Marco Polo vier Schlafplätze, dann aber wird es doch sehr eng. Denn sowohl das Hubbett unter dem Dach als auch die elektrisch zu einer Liegefläche umlegbare Sitzreihe im Fond sind 1,13 Meter breit. Das heißt: Luxus für zwei oder enge Platzverhältnisse für vier Personen. Für einen Campingbus ungewöhnlich ist die Vielzahl an modernen Assistenzsystemen, darunter Seitenwind-, Totwinkel-und Spurhalteassistent.
Hymer stellt in der Klasse der teilintegrierten Wohnmobile die neue Baureihe Tramp SL ab 61 000 Euro vor. Sie basiert auf dem günstigeren Tramp CL, hebt sich jedoch durch einen Doppelboden für frostsichere Leitungen und eine durchgängig stufenlose Bodenplatte ab. Auch gibt es beim komfortablen SL mit sieben Metern Außenlänge kein Hubbett über der Sitzgruppe wie bei der Basis. Erhältlich sind vier Grundrisse mit unterschiedlichen Einzelbetten-Variationen.
In die selbe Fahrzeugklasse fällt auch der neue CaraCompact von Weinsberg, der ebenfalls Paare als primäre Zielgruppe im Visier hat. Einzige Variante des 6,74 Meter langen Freizeitmobils auf Basis des Fiat Ducato ist der 600 MEG mit Einzelbetten im Heck, die sich zu einer großen Liegefläche zusammenbauen lassen. An Bord sind Bad und Küche in der Mitte und eine Sitzgruppe vorn. Die Preisliste startet bei 43 990 Euro.
Hobby bringt mit dem Vantana seine erste Kastenwagen-Variante auf Basis des Fiat Ducato auf den Markt. In puncto Ausstattung soll er klassischen Wohnmobilen in nichts nachstehen. An Bord sind ein Raumbad mit Dusche sowie eine Küche mit Spüle, zweiflammigem Gasherd und Kühlschrank. LEDs sorgen für Licht, der GfK-Innenboden verfügt über XPS-Wärmedämmung. Vermutlich wird das Einstiegsmodell bei knapp 40 000 Euro starten.
Ein sehr ähnliches Kastenwagen-Modell hat der Traditionshersteller Westfalia im Gepäck. Der neue Amundsen 540 D soll ebenfalls rund 40 000 Euro kosten und ist mit Bad, kleiner Küche, festem Doppelbett und einer Sitzgruppe mit vier Plätzen (inklusive der drehbaren Vordersitze) ausgestattet. Das 5,40 Meter lange Einstiegsmodell der Marke soll sich dank seiner kompakten Außenmaße und dem kleinen Wendekreis auch als Alltagsfahrzeug eignen. Besonderheiten sind eine Dieselheizung, ein von außen zugänglicher Stauraum mit Klappe und ein vergleichsweise große Stauraum im Heck, in dem auch ein Fahrrad Platz findet.
Das gleiche Basisfahrzeug und Konzept nutzt auch der überarbeitete Vancentro von Bavaria Camp. Das umfangreich ausgestattete Modell mit quer eingebautem Doppelbett im Heck ist jedoch mit mindestens 51 920 Euro ein gutes Stück teurer. Eine intelligente Lösung hat sich der oberbayerische Hersteller aus dem Knaus-Konzern für die sanitären Anlagen einfallen lassen: Die Toilette lässt sich unter das Bett schwenken und das Waschbecken hochklappen, was den Einbau einer vergleichsweise großen Duschkabine mit beheizter Duschwanne erlaubt.
Eine neue Baureihe hat Eura Mobil mit dem knapp sieben Meter langen teilintegrierten Profila One im Programm. Die drei verfügbaren Modelle HB mit Querbett, EB mit Einzelbetten und QB mit einem seitlich versetzten Queensbett starten alle bei 47 890 Euro. Der holzfreie Aufbau besteht aus verklebten GfK-Sandwichplatten, hat aber Marken-untypisch keinen Doppelboden.
Und ein weiterer Hersteller mit großem Namen tummelt sich in dieser umkämpften Fahrzeugklasse. Seine Davis-Baureihe ergänzt nun Karmann um die abgespeckte Variante Davis Jump und lockt damit vor allem Einsteiger. Das knapp sechs Meter lange Gefährt auf Basis des Ducato Kastenwagens ist mit einem Basispreis von 34 990 Euro das günstigste Modell der Marke. Erhältlich sind Ausführungen mit Quer- oder Einzelbetten. Die Vordersitze sind schwenkbar, wodurch eine Sitzgruppe mit vier Plätzen entsteht. An Bord sind eine Küche mit Zweiflammen-Kochfeld und Edelstahlspüle, ein Bad mit Dusche und Toilette.

Wohnwagen
Deutlich weniger Bewegung als bei den Reisemobilen gibt es im seit Jahren stagnierenden oder gar rückläufigen Caravan-Bereich. Hier beschränken sich die Neuerungen größtenteils auf Detailverbesserungen: so etwa bei einem der gängigsten Modelle, dem Dethleffs Camper. Das Erfolgsmodell erhält ein neues Mobiliar in hellem Zweifarben-Design und einen neuen Bodenbelag. Trotz einer Straffung des Angebots stehen auch für das kommende Jahr 15 Ausführungen mit Längen zwischen 6,35 Metern und 9,42 Metern zur Wahl. Die Preisliste startet bei 15 799 Euro.
Zwischen dem Camper und dem im Frühjahr eingeführten C'Go positioniert Dethleffs nun nach die neue Reihe C'Trend. Der bereits zum Preis ab 13 999 Euro und in fünf Grundrissen zwischen 5,22 Metern und 6,67 Metern erhältliche Wohnanhänger ersetzt die Modellreihen New Line und Aero Style. Das Einsteiger-Modell soll mit einem modernen Innenraum-Design mit zweifarbigen Möbelfronten und LED-Leuchten für gute Ausleuchtung punkten und wirkt deutlich erwachsener als der C'Go. Zwei oder drei Betten sind an Bord. Die Küche mit viel Stauraum und Schubfächern ist mit einem 140-Liter Kühlschrank und einem Drei-Flammen-Gaskocher ausgestattet.
Die gehobene Einsteiger-Klasse bedient Bürstner mit der überarbeiteten Premio-Baureihe, die es nun auch in einer "Plus"-Variante mit Hubbett gibt. Einziger verfügbarer Grundriss ist der Premio 510 TK Plus mit 6,12 Metern Länge ab 16 290 Euro. Darin finden bis zu sieben Personen eine Schlafmöglichkeit.
Die neue Baureihe "OnTour" mit fünf verschiedenen Grundrissen von 6,20 Meter bis 6,89 Meter Länge bildet künftig den Einstieg in das breit gefächerte Angebot von Hobby. Basismodell ist der OnTour 360 KB mit Kinderbetten für 14 750 Euro. Außerdem gibt es Varianten mit Einzelbetten, französischen Betten oder einem Doppelbett. Damit deckt Hobby die Bedürfnisse sowohl von Paaren als auch Familien ab.
Einen neuen Grundriss gibt es bei den eher minimalistischen Einsteiger-Anhängern der Schwestermarken Sunlight und Carado. Die kompakten Modelle Njoy C34 D und Delight C 157 L sind schon für 8 799 Euro zu haben. Damit stehen nun jeweils fünf Ausführungen bereit. Die nur 735 Kilogramm schweren Minis zielen insbesondere auf Kleinwagen-Fahrer ab. Auf eine Dusche müssen Käufer hier zwar verzichten, dafür gibt es eine großzügige Rundsitzgruppe, die zu einem 1,95 Meter mal 1,90 Meter großen Bett umgebaut werden kann sowie eine Winkelküche und einen Kleiderschrank im Heck. Die beim Carado bereits im vergangenen Jahr eingeführte Dichtheits-Garantie für fünf Jahre gilt nun auch für die Sunlight.
Und schließlich überarbeitet Tabbert für das neue Modelljahr die komplette Palette und bringt mit dem Rossini eine neue Einsteiger-Baureihe. Die Dächer bestehen ausnahmslos aus GfK, was Hagelschäden vorbeugen soll und zudem Gewicht spart. Alle Baureihen sind mit einem umfangreichen und edlen Mobiliar unter anderem mit Softclose-Schubladen und Apotheker-Auszügen ausgestattet. Ein großer Kühlschrank und Rauchmelder sind ebenfalls stets an Bord. Der neue Rossini ist in fünf Ausführungen mit Aufbaulängen zwischen 6,69 Meter und 7,85 Meter ab 17 490 Euro erhältlich.
Dieser kleine Ausschnitt aus dem schier endlosen Angebot an Freizeitmobilen für den Urlaub auf Rädern verdeutlicht: Beim Caravan Salon 2014 ist sicher für jeden Geschmack etwas dabei. Thomas Schneider/mid mid/ts

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