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Fahrzeugkosten - Preisgünstige Autos, teurer Sprit

11 März, 2014

Für die Besitzer von Pkw sind die Fahrzeugkosten von 2009 bis 2013 im Schnitt um 32,6 Prozent stärker gestiegen als die Kosten der allgemeinen Lebenshaltung. Hier finden Sie die Fahrzeugkosten im Überblick:
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Der ACE Auto Club Europa hat nach Auswertung von Zahlen des Statistischen Bundesamtes auf die stärker gestiegenen Autokosten hingewiesen. Die Behörde hatte kürzlich ihren Verbraucherpreis-Index veröffentlicht. Demnach ist allerdings die Differenz zwischen allgemeinen Lebenshaltungs- und Fahrzeugkosten im Vergleich zum Zeitraum 2005 bis 2010 kleiner geworden (- 8,4 %); seinerzeit stiegen die Autokosten noch um 41 Prozent stärker als die allgemeinen Lebenshaltungskosten.

Eine dämpfende Wirkung auf die Fahrzeugkosten löste die Kfz-Steuer aus, sie ist nicht angehoben worden und damit im Verhältnis zur Entwicklung der übrigen Aufwendungen sogar gesunken. Hinzu kommen eher moderate Anstiege bei Garagenmieten und Gebrauchtwagenpreisen; sie bewegten sich jeweils unter der Inflationsrate. Alle anderen Preise etwa für Werkstattreparaturen, Kfz Versicherungspolicen und Kraftstoffe machten demgegenüber mehr oder weniger große Sprünge nach oben. Alleine die Preise für Diesel und Benzin legten in den vergangenen fünf Jahren um satte 23,6 Prozent zu. An dieser Entwicklung ändern konnte auch die 2013 bei Kraftstoffen eingetretene Preisdelle nichts.

Während der allgemeine Warenkorb zwischen 2009 und 2013 um 6,8 Prozent teurer wurde, mussten Autofahrer nach ACE-Angaben Mehrkosten in Höhe von 10,1 Prozent schultern. Dem harten Konkurrenzkampf auf dem Automarkt schreibt der ACE die für Konsumenten relativ günstige Entwicklung der Neuwagenpreise zu.

Nach Einschätzung des ACE sind die Bemühungen zur Einführung einer nachhaltig wirksamen Benzinpreisbremse bislang gescheitert. Noch immer werden die Kraftstoffpreise an Tankstellen mehrmals täglich verändert, womit eine direkte Vergleichbarkeit erschwert wird, moniert der ACE. „Es wäre gut, wenn sich Konsumenten zumindest in einem Zeitraum von 24 Stunden auf feste Preise an den Zapfsäulen einstellen könnten.“

Vorbemerkungen
Die im letzten Jahr leicht gefallenen Kraftstoffpreise können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Autofahrer immer tiefer in die Tasche greifen müssen, um ein Fahrzeug zu unterhalten. Während die Kosten für Neu- und Gebrauchtwagen innerhalb der vergangenen fünf Jahre nur unwesentlich zugelegt haben, stiegen die Kosten für Super und Diesel um satte 23,6 Prozent an. Darauf verweist der ACE Auto Club Europa nach der Auswertung der aktuellen Zahlen zur Entwicklung des vom Statistischen Bundesamt herausgegebenen Verbraucherpreis-Index´.

Danach stiegen die von Kraftfahrern zu berappenden Preise deutlich schneller als der Index für allgemeine Verbrauchsgüter. Während der allgemeine Warenkorb zwischen 2009 und 2013 um 6,8 Prozent teurer wurde, kamen auf Autofahrer Mehrkosten in Höhe von 10,1 Prozent zu. Maßgeblich an dieser Entwicklung beteiligt waren die überproportional gestiegenen Kosten für Reparaturen und Inspektionen sowie für Kfz Versicherungen (je 8,1 %). Obwohl die Benzinpreise im vergangenen Jahr geringer ausfielen als 2012, war im Fünfjahresvergleich ein Anstieg um nahezu ein Viertel zu verzeichnen.

Dem harten Konkurrenzkampf auf dem Automarkt schreibt der ACE die für den Konsumenten günstige Entwicklung der Neuwagenpreise zu. Auch Gebrauchtwagen kosteten 2013 nur unwesentlich mehr als fünf Jahre zuvor. Langsamer als die Verbraucherkosten wuchsen in den letzten fünf Jahren auch die Ausgaben für Kfz-Steuer, Garagenmiete und Führerschein sowie Ersatzteile und Pflegemittel an.

Nach Angaben des ACE sind die bisherigen Bemühungen, den Benzinpreis transparenter zu gestalten, gescheitert. Noch immer werden die Kraftstoffpreise an Tankstellen mehrmals täglich verändert, womit eine direkte Vergleichbarkeit erschwert wird. An die Adresse des neuen Verkehrsministers richtete der Club die Forderung, die Mineralölkonzerne endlich an die kurze Leine zu nehmen.

Langzeitentwicklung
Die konstante Teuerung der Verbraucherpreise während der vergangenen fünf Jahre ist unübersehbar. Als positiv ist zu bewerten, dass der Index der Kfz-Kosten nach einer relativen Teuerung in den Jahren 2011 und 2012 im vergangenen Jahr nahezu auf das Niveau des allgemeinen Verbraucherindex zurückgegangen ist. Dennoch muss festgestellt werden, dass die Fahrzeugkosten innerhalb von fünf Jahren um mehr als 10 Prozent angestiegen sind und damit ein Drittel schneller wuchsen als das Mittel der Verbraucherpreise.

Schwankungen der einzelnen Faktoren innerhalb des Kraftfahrer-Preisindex wirken sich nur begrenzt auf den gesamten Verbraucherindex aus, die Kfz-Kosten machen nur 11,6 Prozent des Gesamtindex aus. Innerhalb der Berechnung der Kfz-Kosten allerdings nehmen die Kraftstoffkosten etwa den Anteil eines Drittels ein. Höhere Benzinpreise haben demnach direkte Auswirkungen auf den Kraftfahrer-Index.

Fahrzeugkosten im Überblick
Während die allgemeinen Verbraucherkosten in den Jahren 2009 bis 2013 um 6,8 Prozent anstiegen, belegt der Preisindex für Kraftfahrzeuge eine Kostenerhöhung von 10,1 Prozent. Zu den Faktoren des Kfz-Preisindex gehören unter anderem:

- Kraftstoffe
- Garagenmiete
- Kosten für Fahrschule und Führerscheingebühr
- Kfz-Versicherung
- Kfz-Steuer
- Neu- bzw. Gebrauchtwagen
- Ersatzteile, Zubehör und Pflegemittel sowie
- Reparaturen, Inspektionen und Wagenwäsche

Unter den Werten für den Anstieg der Verbraucherkosten blieben die Kosten für die Kfz-Steuer (- 1,7 %), Garagenmiete (+ 0,2 %), Gebrauchtwagen (+ 0,8 %), Neuwagen (+ 2,8 %), Führerscheinkosten (+ 3,1 %) sowie für Ersatzteile und Pflegemittel (+ 5,5 %).

Über der allgemeinen Teuerungsrate, aber noch unter dem Kfz-Preisindex von 10,1 Prozent lagen mit 8,1 Prozent die Kosten für Reparaturen und Inspektionen in Werkstätten sowie für die Kfz-Versicherung.

Mit einer Preissteigerung von 23,6 Prozent stieg der Index für Kraftstoffe von 2009 bis 2013 mehr als dreimal so schnell an wie die Verbraucherpreise.

Fahrzeugkosten
Neuwagen waren im Jahr 2013 geringfügig billiger zu haben als noch ein Jahr zuvor. Selbst im Vergleich der letzten fünf Jahre betrug die Teuerung bei fabrikneuen Pkw lediglich 0,3 Prozent. Über das gesamte Jahr hinweg andauernde Rabatt- und Sonderaktionen sorgten für eine über alle Monate andauernde Preiskonstanz.

Lagen die Kosten für den Gebrauchtwagenkauf bereits 2012 niedriger als 2011, ist im Jahr 2013 ein erneutes Nachlassen der Preise zu beobachten. Der Kauf von Gebrauchtwagen kam damit im abgelaufenen Jahr nur 0,8 Prozent teurer als 2009.

Während neue und gebrauchte Pkw mit stabilen Preisen glänzten, musste für Freizeitfahrzeuge verschiedener Ausprägung tiefer in die Tasche gegriffen werden. Motorräder erlebten in den letzten fünf Jahren konstante Preisaufschläge. Mit einem Plus von 4,5 Prozent gegenüber dem Jahr 2009 fallen die Mehrkosten allerdings geringer aus als die allgemeine Teuerungsrate.

Die Preise für Wohnmobile und Caravans dagegen zogen in den vergangenen fünf Jahre um immerhin 9,2 Prozent an. Allein gegenüber dem Vorjahr verzeichnet das Statistische Bundesamt eine Teuerungsrate von 3,5 Prozent.

Entwicklung der Kraftstoffkosten
Erstmals seit 2009 sind im vergangenen Jahr die Kraftstoffpreise gesunken. Die Preise lagen jedoch immer noch über denen des Jahres 2011. 2013 bleibt im Zehnjahresrückblick das zweitteuerste Jahr für Tankstellenkunden.

Nicht geändert hat sich die kaum durchschaubare Preispolitik der Mineralölfirmen: Immer werden die Preise an den Tankstellen mehrfach pro Tag verändert, im Ferienmonat Juli lagen die Kosten für Kraftstoffe ebenso hoch wie ein Jahr zuvor. Im Vergleich zu 2009 mussten die Verbraucher in 2013 für Mineralölprodukte 23,6 Prozent mehr bezahlen. Die Spritkosten stiegen damit binnen fünf Jahren mehr als dreimal schneller als der allgemeine Verbraucherpreisindex.

Ein Blick auf die von der Mineralölfirma ARAL veröffentlichten Zahlen des durchschnittlichen Preises für Super und Diesel belegt die konstante Verteuerung von Kraftstoffen über die letzten zwölf Jahre. Der Verweis auf die im Preis enthaltenen staatlichen Abgaben kann nicht als Ursache für die Teuerungsraten ausgemacht werden. Betrugen die Abgaben im Jahr 2002 noch 75 Prozent des Literpreises für Super-Kraftstoff, waren es im Jahr 2013 nur noch 57,2 Prozent. Ähnlich verläuft die Entwicklung bei Diesel: 66,7 Prozent des Verkaufspreises flossen 2002 noch in die Tasche des Staates, im Jahr 2012 waren es nur noch 49,1 Prozent. ace-online.de

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