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Dacia Duster: Deutschlands günstigstes SUV

12 November, 2013

Seit seiner Markteinführung im Frühjahr 2010 ist der Dacia Duster kräftig durchgestartet. Mehr als 60 000 Exemplare des kompakten SUV hat die rumänische Renault-Tochter hierzulande verkauft. Im Zuge einer gründlichen Überarbeitung ziehen ab Januar nächsten Jahres mehr Sicherheit und ein neuer Motor in "Deutschlands günstigstes SUV" ein. Auch die Neuauflage

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des 4,32 Meter langen Duster präsentiert sich wieder als echter Preisbrecher. Der Einstiegspreis liegt unverändert bei 10 490 Euro. Die teuerste 4x4-Version mit manueller Klimaanlage, Lederausstattung, 16-Zoll-Leichtmetallfelgen und integriertem Navigationssystem belastet den Geldbeutel mit weniger als 19 000 Euro - das sucht schon seinesgleichen. Dabei kann sich der robuste Viertürer mit großer Heckklappe durchaus sehen lassen. Der neue Kühlergrill mit Wabengitter sowie geänderte Front- und Heckleuchten sorgen für einen markanteren optischen Auftritt. Innen gibt es einen modifizierten Instrumententräger und eine neue Mittelkonsole, in der das in der Top-Ausstattung serienmäßige Multimedia-Navigationssystem etwas zu tief positioniert und schlecht ablesbar ist. Dafür sitzen die Schalter für die elektrischen Fensterheber jetzt griffgünstiger in den Türen. Zwar gibt es keine Start-Stopp-Automatik, das Lenkrad ist nur höhenverstellbar, und der Kunststoff im Innenraum dünstet unangenehm aus, aber bei dem heißen Preis ist eben nicht alles machbar. Nichts geändert hat sich am guten Raumangebot. Dank des Radstands von 2,76 Meter haben bis zu drei Passagiere im Fond ausreichend Kopf- und Kniefreiheit, vorn ist ohnehin genug Platz. Das Gepäckabteil fasst 475 Liter bis maximal 1 636 Liter bei nach vorn geklappten Rücksitzlehnen.
Die dürftige Sicherheitsausstattung war bisher ein großes Manko des rumänischen SUV. Nach dem Facelift ist ESP für alle Versionen serienmäßig, und Fahrer und Beifahrer werden jetzt durch Front- und Seitenairbags geschützt. Für die hinteren Passagiere gibt es aber nach wie vor keine Airbags. Dem 1,6-Liter-Basisbenziner mit 77 kW/105 PS, der mit Front- oder Allradantrieb (1 900 Euro Aufpreis) und auch in einer frontgetriebenen Flüssiggas-Variante angeboten wird, stellt Dacia einen neuen Turbobenziner mit Direkteinspritzung zur Seite. Der aus den Renault-Modellen Clio und Captur bekannte 1,2-Liter-Vierzylinder leistet 92 kW/125 PS und bringt den rund 1,3 Tonnen schweren Duster zügig auf Trab. Das maximale Drehmoment von 205 Nm bei 2 000 U/min sorgt für guten Durchzug. Dabei ist das Geräuschniveau im Innenraum angenehm niedrig, denn mit zusätzlichen Dichtungen und Versiegelungen haben die Dacia-Ingenieure den Akustikkomfort erhöht. Der Normverbrauch des Triebwerks wird mit 6,0 Liter Super angegeben - wir kamen nach einer längeren Testfahrt auf noch akzeptable 7,3 Liter. Zunächst ist der Motor nur in Kombination mit Frontantrieb erhältlich. Der 1,5-Liter-Selbstzünder wird wie bisher in zwei Leistungsstufen mit 66 kW90 PS und 80 kW/110 PS angeboten, der stärkere Diesel kommt auch mit Vierradantrieb. Beide Triebwerke wurden verbrauchsoptimiert und sollen sich nach der Norm nur noch 4,7 Liter und 4,8 Liter (5,2 Liter beim 4x4) Diesel je 100 Kilometer genehmigen.
Dank langer Federwege, großem Böschungswinkel und hoher Bodenfreiheit (20,5 Zentimeter, 21 Zentimetern bei den Allradversionen) macht der Duster auch abseits asphaltierter Straßen eine gute Figur. Bei den 4x4-Varianten mit variablem Allradantrieb kann der Fahrer per Knopfdruck drei unterschiedliche Einstellungen wählen. Im "2WD-Modus" werden nur die Vorderräder angetrieben. Im "Auto-Modus" fährt der Wagen so lange kraftstoffsparend mit Frontantrieb, wie es die Fahrbahnbedingungen zulassen. Bei mangelnder Traktion leitet die vom Renault-Partner Nissan stammende elektromagnetische Kupplung bis zu fünfzig Prozent des Drehmoments nach hinten. In der Position "4WD Lock" bewegt sich der Geländegänger bis Tempo 60 km/h mit starrer 50:50-Verteilung zwischen Vorder- und Hinterachse. Eine Getriebeuntersetzung gibt es nicht. Allerdings ist der erste Gang für das Anfahren in schwierigem Gelände extrem kurz und kann als Kriechgang genutzt werden.
Mit ansprechender Optik, gutem Preis-Leistungs-Verhältnis und verbesserter Sicherheit ist der überabeitete Duster wieder ein attraktives Angebot. Da darf es dann auch ruhig die Variante mit der besten Ausstattung sein: beim Vorgänger entschied sich die Hälfte aller Duster-Käufer in Deutschland für die teuerste Ausstattungslinie. Martina Göres/mid

Plus: günstiger Preis, gutes Raumangebot, großer Kofferraum, hohe Bodenfreiheit, großer Böschungswinkel
Minus: unangenehme Kunststoffausdünstungen, kein Start-Stopp erhältlich, Touchscreen des Navigationssystems schlecht ablesbar
Technische Daten Dacia Duster:
Viertüriges, fünfsitziges Kompakt-SUV mit Front- oder Allradantrieb; Länge/Breite/Höhe/Radstand in Metern: 4,32/1,82/1,63/2,67; Leergewicht: 1 280 bis 1 395 Kilogramm; Zuladung: 439 bis 505 Kilogramm; Gepäckvolumen: 475 bis 1 636 Liter; Anhängelast: 1 200 bis 1 500 Kilogramm.
Motor: 1,2-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner mit Direkteinspritzung; 92 kW/125 PS; maximales Drehmoment: 205 Nm bei 2 000/min; 0 bis 100 km/h in 10,4 Sekunden; Höchstgeschwindigkeit: 175 km/h; Normverbrauch: 6,0 Liter je 100 Kilometer Super; CO2-Ausstoß: 140 g/km; Preis: ab 14 890 Euro. mid/goer
Bildquelle: Dacia, Bildunterschrift: mid Marseille/Frankreich - Den modellgepflegten SUV Duster bietet Dacia ab Januar mit einem neuen 92 kW/125 PS starken 1,2-Liter-Turbobenziner an.

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