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Dieseltechnik: Bosch setzt auf Diesel für USA, Indien und China

04 Oktober, 2013

Weltweit stark unterschiedliche Chancen für den Dieselantrieb im Pkw sieht der Zulieferkonzern Bosch in einer Markt- und Technikstudie. Danach rechnen die Analysten besonders auf dem US-Markt, in Indien sowie in China mit stark steigender Nachfrage für Autos mit moderner Dieseltechnik.

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Dagegen werde der Diesel in Brasilien (Verbot von Verkauf und Einsatz der Diesel-Pkw) sowie in Japan keine wichtige Rolle spielen. Die Wachstumschancen der Dieselautos in Europa werden von dem Zulieferer moderat beurteilt. Denn bereits zwei Drittel aller weltweit neuen Diesel-Pkw werden hier gekauft und beim Erwerb eines SUV oder Geländewagens greifen die Käufer fast ausschließlich nach diesem Verbrennungsmotor. Ganz anders verhalten sich die japanischen Autokäufer.
Die Japaner setzen eher auf alternative Technologien wie Hybrid- oder Elektrofahrzeuge und sind mit diesen Antriebsarten vor allem in Städten und im Kurzstreckenverkehr unterwegs. Indien ist laut Bosch-Analyse seit 2012 bereits der zweitgrößte Dieselmarkt nach Europa. Aktuell hat in Indien jedes zweite neu zugelassene Fahrzeug einen Diesel unter der Haube und die zunehmende Wanderungsbewegung vom Land in die indischen Metropolen werde den Ausbau einer besseren Infrastruktur und den Wunsch nach einem eigenen Auto verstärken. Hohes Potenzial für den Diesel machen die Fachleute auch auf dem chinesischen Markt aus. Hier sei wegen schärferer Emissionsgesetze nicht nur für Nutzfahrzeuge die fortschrittliche Common-Rail-Technik gefragt. In den Vereinigten Staaten hat der Diesel hohen Nachholbedarf. Zurzeit liegt der Diesel-Anteil bei den Pkw-Neuzulassungen in der Nähe von einem Prozent. Aber ein Diesel-Marktanteil von zehn Prozent wird laut dem Stuttgarter Konzern bis zum Jahr 2018 als realistisch eingeschätzt. Wegen der künftigen Autobesteuerung, die sich am Verbrauch orientiert, verbesserten sich die Diesel-Aussichten. mii/wp

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