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Hauptuntersuchung - Knapp ein Viertel der Pkw fällt durch

12 September, 2013

Bei der Hauptuntersuchung fielen knapp ein Viertel aller von der GTÜ geprüften PKW fielen im ersten Halbjahr bei der Hauptuntersuchung (HU) durch. Der Anteil der Pkw mit erheblichen Mängeln kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5,3 Punkte auf 24,4 Prozent. Sie erhielten im ersten Anlauf keine Prüfplakette. Besonders häufig wurde die Beleuchtungs- und Bremsanlage sowie

Räder und Reifen beanstandet. Das geht aus dem aktuellen GTÜ-Mängelreport hervor.
Insgesamt ist die Zahl der erheblichen Mängel weiter gestiegen, da einzelne Mängel nach den neuen Vorgaben nun stärker bewertet werden. Die Einstufung der Fahrzeugmängel wurde dem aktuellen technischen Standart der Fahrzeuge angepasst. Für den Autofahrer ist die neue Mängeleinstufung insgesamt gesehen transparenter als bisher, da sie klare Vorgaben für erforderliche Reparaturen am Fahrzeug gibt. So gilt zum Beispiel jetzt ein zu niedrig eingestellter Schweinwerfer, defekte Begrenzungsleuchten oder ein Steinschlag mit Rissbildung außerhalb des Sichtfelds im Sinne der Verkehrssicherheit als erheblicher Mangel und muss vor Erteilung der HU-Plakette behoben werden. Im Gegensatz dazu sind nun eine poröse Antriebswellenmanschette, die noch nicht gerissen ist, eine nur oberflächlich korrodierte Bremsleitung oder ein Sprung im Blinker/Schlusslicht keine Mängel mehr.

„Bei 43,4 Millionen Pkw auf Deutschlands Straßen bedeutet dies hoch-gerechnet, dass mehr als zehn Millionen Autos nicht dem geforderten sicherheitstechnischen Standard im Straßenverkehr entsprechen“, betonte Heinz Poggenpohl, stellvertretender Technischer Leiter der GTÜ, bei der Präsentation des Reports heute auf der IAA in Frankfurt. Die neue Mängeleinstufung hat aber auch ihre positive Seite: So lag Zahl der Pkw, die die HU ohne Beanstandung absolvierten, im ersten Halbjahr bei 60,2 Prozent.

Bei den von der GTÜ im Rahmen der HU im ersten Halbjahr geprüften 2,4 Millionen Pkw stellten die Prüfingenieure an knapp 40 Prozent der Autos Mängel fest. Spitzenreiter über alle Altersklassen hinweg ist bei den Top-3-Mängeln mit 19,8 Prozent die Gruppe „Beleuchtung und Elektrik“. Auf Platz zwei folgen Mängel an der Bremsanlage mit 10,3 Prozent. Den dritten Platz belegen die Mängel an Achsen, Räder, Reifen und Aufhängungen mit 10,1 Prozent.

Das Durchschnittsalter der Pkw nimmt weiter zu und liegt aktuell bei 8,7 Jahren. Entsprechend schlecht ist der Zustand vieler älterer Autos. In der Altersgruppe über neun Jahre sind rund 55 Prozent der Fahrzeuge mit Mängeln behaftet. Knapp ein Drittel der Autos dieser Altersklasse weisen erhebliche Mängel auf oder sind gar verkehrsunsicher. Während die GTÜ-Prüfer bei Autos mit einem Alter bis zu drei Jahren pro 100 untersuchten Pkw knapp 14 Mängel fanden, spürten sie in der Altersgruppe über neun Jahre 150 Mängel auf.

Die GTÜ appelliert an alle Autofahrer, notwendige Reparaturen nicht aufzuschieben, sondern im Interesse der Verkehrssicherheit frühzeitig eine Werkstatt aufzusuchen und zum Beispiel auch die im Oktober beginnenden kostenlosen Lichtwochen zur Überprüfung der Beleuchtungsanlage zu nutzen. ampnet/jri

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