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Effekte von Umweltzonen

21 Juni, 2013

Kommentar: Alles vergeblich? Bisher hat nicht einmal die Deutsche Umwelthilfe (DUH) der bisher gründlichste und am wenigsten angreifbaren Untersuchung der Effekte von Umweltzonen widersprochen. Das hätte man

erwarten können, hatte doch die DUH so viel Druck aufgebaut, dass die Politik dem Ansinnen brav folgte und der Autos wegen in Städten Feinstaubzonen einrichtete. Heute wissen wir aus der besagten Untersuchung, dass der Rückgang des Feinstaubs in Umweltzonen im Schnitt ein Prozent und in der Nähe von Hauptverkehrsadern weniger als fünf Prozent ausmacht. Selten war eine Umweltmaßnahme sinnloser.

Mit der aktuellen Forderung der DUH, bessere Messungen in den Umweltzonen aufzubauen, will diese Organisation doch hoffentlich nicht andeuten, mehr Messstellen hätten das Ergebnis besser aussehen lassen? Oder steckt der Versuch dahinter, den Umweltpolitikern der Kommunen Druck zu machen? Wer nachlässig misst, ist selber schuld, wenn sich auch in seiner Umweltzone herausstellt, dass sie keinen Effekt hat. Der Feinstaub kommt eben nur in einem Maß aus dem Auspuff der Autos, das weder die Kosten für die Einrichtung der Zonen oder den Plakettenkauf noch die Quasi-Enteignung der Fahrer älterer Autos rechtfertigt.

Was man mit Beispielen wie diesen immer wieder erlebt: Selbst wenn blinder Aktionismus auf einen Irrweg führt, ist das noch lange kein Grund ihn zu verlassen. Für Umweltaktivisten muss das ein schönes Erfolgserlebnis sein. Mit ein bisschen Druck in eine Richtung, die nicht richtig, aber plausibel sein muss, bringt man Medien und Menschen auf den Weg - wie zum Beispiel bei der Trennung des Mülls - bevor er in der Müllverbrennung wieder zusammengeschüttet wird. Wenn der Mensch einmal etwas gelernt hat, sollte man ihn nicht verunsichern, sagte einst Jürgen Trittin zu diesem Thema. Die grüne Plakette wird uns also erhalten bleiben, nicht nur des Lerneffekts wegen, sondern auch, weil sich niemand freiwillig zu seinem unsinnigen Vergehen von gestern bekennen wird.

Prof. Jürgen Toepfer sagte einmal als deutscher Umweltminister zu einer Branche, die ohne Not unter Druck geraten war: „Ihr seid ein Symbolthema.“ Damit wollte er sagen, die Angriffe sind nicht begründet, aber ihr werdet Euch dennoch nicht gegen die Vorwürfe der Umweltaktivisten ankommen. Ihr habe keine Chance. Damals ging es um schadstofffreie Batterien, heute um unsere Autos. Sie sind längst zum Symbolthema geworden. ampnet/Sm/Peter Schwerdtmann

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