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Das teuerste je verkaufte US-Auto: Kameraauto Ford GT40

08 September, 2012

Ein Ford GT40, der 1971 als Kameraauto für den Spielfilm Le Mans eingesetzt war, erzielte in Pebble Beach einen Auktionspreis von elf Millionen Dollar.

Das teuerste je verkaufte US-Auto erzielte auf der Auktion in Pebble Beach die Rekordsumme von neun Millionen Euro. Den GT 40 setzte Steve McQueen 1971 für seinen Rennfilm "Le Mans" als Kamera-Auto ein. Ford und Film verbindet seit den Kindertagen des Kintopps ein inniges Verhältnis.
Elf Millionen Dollar sind noch nie zuvor in der Autogeschichte für einen amerikanischen Wagen über den Tisch gegangen. Der GT40 kann sowohl auf eine eindrucksvolle Geschichte als Rennfahrzeug wie als Filmauto zurückblicken. Der 1968 gebaute V8-Bolide rannte erfolgreich bei Langstreckenrennen im amerikanischen Daytona und bei den 24 Stunden von Le Mans mit, unter anderem mit Jacky Ickx am Steuer. Danach kaufte die Produktionsfirma "Solar Productions" das Auto und setzte es bei den Dreharbeiten für den Spielfilm "Le Mans" mit Steve McQueen als Kameraauto ein. Der 1971 veröffentlichte Streifen gilt als authentischster Rennfilm aller Zeit. Nicht zuletzt, weil die Bilder aus dem Auto während des originalen Rennens 1970 entstanden waren.
McQueen, ein ambitionierter, wie begabter Fahrer, der sich bei Autostunts nur selten doubeln ließ, hatte sich und einen Ford schon 1968 unsterblich in Szene gesetzt. Der Thriller "Bullit" schrieb Kinogeschichte, weil sich darin Steve McQueen als Titelheld eine mehr als zehnminütige Verfolgungsjagd in einem Ford Mustang Fastback mit einem Dodge Charger durch die Straßen von San Francisco lieferte. Diese Jagd ist die bis heute längste und beste, die die Leinwand je gesehen hat.
Wie unzertrennlich Autos und Action in Filmen verbunden sind, erkannten schon die Pioniere des Stummfilms um die Zwanziger. Ford lieferte zu diesem Zeitpunkt in Massen das geeignete Fahrzeug. Mit dem T-Modell kamen bereits früh die waghalsigsten Stunts und Verfolgungsjagden in die Kinos. Weitere Serienmodelle von Ford profilierten sich beispielsweise in mehreren James-Bond-Filmen. So durfte beispielsweise der Ford Ka in "Ein Quantum Trost" sein Film-Debüt als fahrbarer Untersatz für Bond-Girlie Camille auf ihren Wegen durch Haitis Hauptstadt Port-au-Prince geben. Weit bekannter ist jedoch der rote Ford Mustang Mach 1, mit dem der Geheimagent Ihrer Majestät 1971 teilweise auf zwei Rädern durch Las Vegas bretterte und gefühlte 1 000 demolierte verfolgende Polizeiautos hinterließ. Dank der Fahrerin Halle Berry als Bond-Partner in "Stirb an einem anderen Tag" generierte 2002 auch ein Ford Thunderbird Unsterblichkeit.
Den hatte bis zu diesem Zeitpunkt schon lange ein roter Ford "Gran Torino" errungen, der die vierrädrige Hauptrolle in der US-Serie "Starsky & Hutch" von 1975 bis 1979 übernommen hatte; und natürlich auch im gleichnamigen Leinwand-Remake von 2004. Der "Grand Torino" lieferte schließlich in Gestalt eines 72er-Modells den Titel für das bewegende Sozialdrama mit Clint Eastwood von 2008.
Serienautos für Realfilme zu stellen, erfordert für einen Autohersteller keine übergebührlichen Anforderungen. Die wahren Herausforderungen an passende Automobile formulieren phantastische Filme oder reale Comic-Verfilmungen. So ist das Batmobil kaum weniger bekannt, als der Rächer im Fledermauskostüm, der 1939 erstmals in einem Comic erschienen ist. Für die unsterbliche Fernsehserie, die den Helden zwischen 1966 und 1968 in 120 Episoden à 25 Minuten auf die Bildschirme brachte, steuerte Ford das Batmobil bei. Für die Basis des Batmobils trennte sich der Hersteller von der spektakulären Studie "Lincoln Futura", die Ford zusammen mit dem italienischen Designstudio Ghia 1955 für 250.000 Dollar auf die Räder gestellt hatte. Das entsprach dem Kaufpreis von 100 Mittelklasselimousinen jener Zeit.
Noch schriller als die Fernsehadaption von Batman suchte 1965 und 1966 die britische Serie "Thunderbirds" die Bildschirme mit 32 jeweils 45-minütigen Episoden heim. Das Science-Fiction-Sujet drehte sich um eine internationale Rettungstruppe in der Zukunft, die mit Raumschiffen zur Bewahrung der Welt antrat. Das Bemerkenswerte an "Thunderbirds" war jedoch der Umstand, dass da keine Darsteller agierten, sondern Marionetten. Automobiler Star war jedoch ein futuristischer Rolls Royce mit drei Achsen, in einem grellen Pink lackiert. Für die Realverfilmung von 2004 gingen die Macher auf die Suche nach einem Partner aus der Autoindustrie, um ein reales dreiachsiges rosarotes Luxusmobil zu realisieren. Ford schlug zu und so erhielt das Mobil äußerlich eindeutige Stilelemente des Hauses. Das restliche automobile Personal des Streifens steuerten die Amerikaner gleich mit bei.
Unvergessen sind auch die jüngsten Auftritte von Ford Mustangs als Shelby GT 500 natürlich. Einmal im Remake der Kultserie "Knightrider" von 2008 als K.I.T.T; oder im ersten Teil des Action-Krachers "Transformers", wo der Ford Mustang 2007 eine tragende Rolle spielte: zur Ausnahme einmal als Bösewicht. Thomas Lang/mid tl/mid
Bildquelle: Ford

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