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HU Kosten: Heftige Preisunterschiede bei der Hauptuntersuchung

05 September, 2012

Abgas- und Hauptuntersuchung stehen an. Die Verbraucherzentrale NRW hat sich nach Kosten für die HU erkundigt und 40 Prüfstellen auf den Prüfstand gestellt. Fazit: Wer Preise vergleicht, kann fast die Hälfte sparen.

Alle zwei Jahre ist das Auto fällig, Neuwagen sind nach drei Jahren
dran: Haupt- und Abgasuntersuchungstehen an. Doch zur Plakette,
die die Prüfung bescheinigt, gelangen Verbraucher nicht
nur auf unterschiedlichen Wegen, sondern auch zu sehr unterschiedlichen Preisen. Das zeigt eine Stichprobe der Verbraucherzentrale NRW bei rund 40 Prüfstellen in Dortmund, Düsseldorf, Köln, Krefeld und Leverkusen.
Das ist seit Juli neu bei der Haupt- und Abgasuntersuchung (HU):
Der Prüfer dreht eine Runde mit dem zu begutachtenden Wagen, um
alle Systeme im Fahrzeug zu checken.
Nur dann gibt’s die Plakette, die bescheinigt, dass der fahrbare
Untersatz sicher und schadstoffarm auf der Straße unterwegs ist.
Fahrer, die den HU-Termin verbummeln, müssen außerdem tiefer
in die Tasche greifen. Bisher musste, wer den Check verschwitzte,
mindestens mit einem Bußgeld rechnen. Wer jetzt zu spät bei der
Prüfstelle vorfährt, zahlt auch für Hauptuntersuchung mehr. Ist sie
mehr als zwei Monate überfällig, schlägt der Sachverständige rund
20 Prozent der Kosten auf. Gleichzeitig entfällt die Rückdatierung
der Plakette. Stattdessen wird auf dem Aufkleber der Monat vermerkt,
in dem der Test tatsächlich stattgefunden hat.
Wo sich Fahrzeug-Halter die Plakette abholen, bleibt ihnen überlassen.
Denn die Prüfer von Tüv, Dekra und GTÜ sind in freien Kfz Werkstätten
Werkstätten ebenso unterwegs wie beim Vertragshändler. Die Verbraucherzentrale NRW hat 40 Prüfstellen in Dortmund Düsseldorf, Köln, Krefeld und Leverkusen selbst auf den Prüfstand gestellt und sich nach Kosten für die HU erkundigt.
Das Fazit: Wer Preise vergleicht, kann fast die Hälfte sparen.
Beispiel 1: ein VW Diesel aus dem Jahr 2004. Hier lag eine freie Werkstatt in Düsseldorf preislich vorn.
69,95 Euro forderte sie für HU und Abgasuntersuchung. Auf den
zweiten Platz schaffte es die Kette Pit-Stop. 79 Euro berechnete die
Werkstatt – egal ob Neuwagen oder ältere Karosse.
Das Gros der Prüfstellen kassierte dagegen zwischen rund 90 und 100
Euro. Das zahlte auch, wer direkt bei Tüv, Dekra oder GTÜ vorfährt.
Am teuersten in der Stichprobe prüften zwei Vertragshändler in
Köln und Leverkusen: 110 und 120 Euro. Das ist rund 50 Euro mehr im
Vergleich zum billigsten Angebot. Merkwürdigkeit am Rande: Bei
der Werkstatt-Kette Auto-Teile-Unger sollten Kunden je nach Stadt
unterschiedlich zahlen. Die Leverkusener Filiale wollte mit 97,50
Euro sechs Euro mehr kassieren als die Düsseldorfer Kollegen.
Übrigens: Tendenziell billiger kommen Besitzer eines Neuwagens
zur Plakette - zum Beispiel die eines BMW-Benziners von 2009. Hier
kann die Fahrt zur Prüfstelle lohnen.
Grund: Bei vielen Fahrzeugen ab Baujahr 2006 überwacht ein
Bordcomputer den Schadstoff-Ausstoß für die Prüfer; das zeitintensive
Messen entfällt. Der Tüv Nord in Dortmund beliess es deshalb bei
77,70 Euro, knapp 8 Euro über der billigsten freien Werkstatt. Auch
Dekra und GTÜ ließen hier rund 10 Euro nach. Viele Vertragswerkstätten
dagegen forderten ungerührt trotz Arbeitsersparnis weiterhin
zwischen rund 100 und fast 125 Euro. www.vz-nrw.de

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