Kommentar: EU plant den Prüf-Reibach
24 Juli, 2012
Die politische Sommerpause kommt gerade noch rechtzeitig. Was wäre den Verantwortlichen in der EU-Bürokratie denn sonst nicht noch alles eingefallen: Ältere Autos, laut Plan
Entwurf von Verkehrskommissar Siim Kallas, sind Fahrzeuge ab dem sechsten Lebensjahr, sollten künftig jährlich zum TÜV vorfahren. Bessere Kontrollen könnten bis zu elfhundert Verkehrstote vermeiden helfen, argumentiert der EU-Politiker. Woher diese Erkenntnis kommt und wie sie rechnerisch unterfüttert wird, ist allerdings noch unklar.
Autoclubs erregen sich in Ablehnung, die einschlägig bekannten Prüforganisationen üben sich ob erfolgreicher Prospektion neuer Gebühren-Goldgruben unisono im stillen Genießen und der Autofahrer schüttelt in machtloser Ratlosigkeit den Kopf. Haben die keine anderen Sorgen? Der technische Schaden als Unfallursache verschwimmt im Grau der Statistik, Schätzungen sprechen von 0,5 Prozent und selbst dieser Wert ist schwer zu belegen. Dass Autos immer aufwendigere Technik, vor allem bei der elektronischen Regelung mitführen, ist längst klar. Gleichzeitig steigt aber die Zahl der selbstkontrollierenden Systeme und mechanische Teile wehren sich erfolgreicher gegen Korrosion als je zuvor. Handlungsbedarf sollte es da nicht geben.
Vielleicht eher auf der Suche nach einer Vereinheitlichung der Prüfungs-Intervalle: in 21 europäischen Ländern gibt es acht verschiedene Regelungen. Und wer nach kürzeren Prüffristen ruft, der sollte auch für schärfere Kontrollen von Uralt-Lkw aus östlichen Ländern streiten, die überladen und häufig mit ungeeigneter Bereifung oder defekten Bremsen auf deutschen Autobahnen ihr Unwesen treiben. Für kürzere Prüf-Intervalle gibt es keinen Grund. Höchstens den, dass zum Beginn der politischen Sommerpause EU-Verkehrskommissar Kallas in die Schlagzeilen wollte. Wolfgang Peters/mid wp/mid
Autoclubs erregen sich in Ablehnung, die einschlägig bekannten Prüforganisationen üben sich ob erfolgreicher Prospektion neuer Gebühren-Goldgruben unisono im stillen Genießen und der Autofahrer schüttelt in machtloser Ratlosigkeit den Kopf. Haben die keine anderen Sorgen? Der technische Schaden als Unfallursache verschwimmt im Grau der Statistik, Schätzungen sprechen von 0,5 Prozent und selbst dieser Wert ist schwer zu belegen. Dass Autos immer aufwendigere Technik, vor allem bei der elektronischen Regelung mitführen, ist längst klar. Gleichzeitig steigt aber die Zahl der selbstkontrollierenden Systeme und mechanische Teile wehren sich erfolgreicher gegen Korrosion als je zuvor. Handlungsbedarf sollte es da nicht geben.
Vielleicht eher auf der Suche nach einer Vereinheitlichung der Prüfungs-Intervalle: in 21 europäischen Ländern gibt es acht verschiedene Regelungen. Und wer nach kürzeren Prüffristen ruft, der sollte auch für schärfere Kontrollen von Uralt-Lkw aus östlichen Ländern streiten, die überladen und häufig mit ungeeigneter Bereifung oder defekten Bremsen auf deutschen Autobahnen ihr Unwesen treiben. Für kürzere Prüf-Intervalle gibt es keinen Grund. Höchstens den, dass zum Beginn der politischen Sommerpause EU-Verkehrskommissar Kallas in die Schlagzeilen wollte. Wolfgang Peters/mid wp/mid
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