Kommentar: Die Macht der Automarke
14 Juli, 2012
Das Denken und Fühlen in Automarken spielt beim Autokauf wider alle Vernunft weiterhin eine große Rolle. Aber wie gut auch Opel sein mag, Volkswagen wird häufig
als besser gesehen. Manchmal ist das Leben wie in der Schule. Dem fleißigen und begabten Schüler wird gern mal ein Fehlleistung verziehen, dem unauffälligen und weniger begabten wird selbst eine gute Leistung nicht immer honoriert. Beide profitieren von ihrem Image bzw. leiden darunter. Im richtigen Leben sind es auch nicht immer die Leistungen, die zählen, sondern der Ruf, in dem sie stehen. Heute bestimmen die Automarken mehr denn je die Marktchancen.
Das Denken und, nicht zu vergessen, Fühlen in Marken spielt beim Autokauf wider alle Vernunft weiterhin eine große Rolle, wiewohl junge Menschen zunehmend auch sehr praktisch kaufen können. Aber junge Menschen kaufen wenig neue Autos. Und wenn sie welche kaufen, dann schauen sie vor allem auf den Preis. Die preiswerten kommen nicht von deutschen Autohersteller. Wer in dieser Käuferschicht dagegen etwas auf sich hält, in sein möchte, entscheidet sich mehrheitlich und zunehmend für ein Produkt aus dem Hause Volkswagen, habe ich mir von jungen Leuten sagen lassen.
Erst kürzlich konnte ich mich auf einer Opel-Veranstaltung von der technischen Güte der Opel-Flotte überzeugen. Vom Corsa bis zum Insignia bietet Opel Autos an, die gut zu fahren sind, die mit guten Verbrauchswerten aufwarten und durchaus gefallen können. Aber wie gut auch Opel sein mag, VW ist immer besser oder wird zumindest so gesehen.
Alle strategischen Diskussionen und Entscheidungen von oder über Opel bis zum jüngsten Rücktritt des deutschen Opel-Chefs haben die Lage des Unternehmens noch verschlechtert. So viel Unruhe kann auf die Dauer nicht gut gehen. Aber den Hauptgrund für die wirtschaftliche Situation des Unternehmens sehe ich in der ungeklärten Positionierung, in der Klemme zwischen VW als anerkannter Automarke im Sektor der Massenhersteller und den zahlreichen No-Names, den Herstellern, die vor allem über den Preis agieren.
Die gegenwärtige wirtschaftliche Krise in Südeuropa trifft Opel zusätzlich. Sie ist aber nicht die Ursache, sondern nur ein Brandbeschleuniger. Es wird für Opel und andere europäische Hersteller ohne Markenstärke wahr, was sich seit Jahren abzeichnet: Ihre Zeit ist vorbei. Das ist bitter, aber eben das Leben. Meine nähere sächsische Heimat lebte Jahrzehnte von der Textilindustrie. Davon ist heute nichts mehr zu sehen. Alle Betroffenen und Zuständigen täten gut daran, sich darauf einzustellen, dass es diesem Sektor der Automobilindustrie in Deutschland nicht anders ergehen wird. Klaus Zwingenberger/mid kzr/mid
Das Denken und, nicht zu vergessen, Fühlen in Marken spielt beim Autokauf wider alle Vernunft weiterhin eine große Rolle, wiewohl junge Menschen zunehmend auch sehr praktisch kaufen können. Aber junge Menschen kaufen wenig neue Autos. Und wenn sie welche kaufen, dann schauen sie vor allem auf den Preis. Die preiswerten kommen nicht von deutschen Autohersteller. Wer in dieser Käuferschicht dagegen etwas auf sich hält, in sein möchte, entscheidet sich mehrheitlich und zunehmend für ein Produkt aus dem Hause Volkswagen, habe ich mir von jungen Leuten sagen lassen.
Erst kürzlich konnte ich mich auf einer Opel-Veranstaltung von der technischen Güte der Opel-Flotte überzeugen. Vom Corsa bis zum Insignia bietet Opel Autos an, die gut zu fahren sind, die mit guten Verbrauchswerten aufwarten und durchaus gefallen können. Aber wie gut auch Opel sein mag, VW ist immer besser oder wird zumindest so gesehen.
Alle strategischen Diskussionen und Entscheidungen von oder über Opel bis zum jüngsten Rücktritt des deutschen Opel-Chefs haben die Lage des Unternehmens noch verschlechtert. So viel Unruhe kann auf die Dauer nicht gut gehen. Aber den Hauptgrund für die wirtschaftliche Situation des Unternehmens sehe ich in der ungeklärten Positionierung, in der Klemme zwischen VW als anerkannter Automarke im Sektor der Massenhersteller und den zahlreichen No-Names, den Herstellern, die vor allem über den Preis agieren.
Die gegenwärtige wirtschaftliche Krise in Südeuropa trifft Opel zusätzlich. Sie ist aber nicht die Ursache, sondern nur ein Brandbeschleuniger. Es wird für Opel und andere europäische Hersteller ohne Markenstärke wahr, was sich seit Jahren abzeichnet: Ihre Zeit ist vorbei. Das ist bitter, aber eben das Leben. Meine nähere sächsische Heimat lebte Jahrzehnte von der Textilindustrie. Davon ist heute nichts mehr zu sehen. Alle Betroffenen und Zuständigen täten gut daran, sich darauf einzustellen, dass es diesem Sektor der Automobilindustrie in Deutschland nicht anders ergehen wird. Klaus Zwingenberger/mid kzr/mid
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