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Rundum nützlich: elektronische Helfer

10 Juli, 2012

Ein Jahr lang testete die European Field Operational Test die modernen Assistenzsysteme in den verschiedensten Fahrzeugen und kam zu einem rundum positiven Ergebnis.

Die Studie bewies klar, dass die elektronischen Helfer nicht nur die Sicherheit erhöhen, sondern gleichzeitig Staus verhindern und helfen, Kraftstoff zu sparen.

Vor allem der adaptive Tempomat zeigte positive Auswirkungen. Das System hält radargestützt den Abstand zum Vordermann konstant, verhindert so zu nahes Auffahren und plötzliche Bremsmanöver. Bei Pkw kann die Technik demnach 5,7 Prozent aller Unfälle verhindern oder ihre Folgen abschwächen, bei Lkw sind es 0,6 Prozent. Die Verringerung der Unfallzahlen hätte bei flächendeckender Ausrüstung der Fahrzeuge zudem einen positiven Effekt auf den Verkehrsfluss. Die Experten rechnen für die EU mit einer Einsparung von mehr als drei Millionen Stunden Fahrtzeit. Nicht zuletzt sinkt durch die gleichmäßigere Fahrweise unter Tempomat-Einfluss der Kraftstoffverbrauch: bei Pkw um drei, bei Lkw und zwei Prozent. Geschwindigkeitsregelanlagen mit Abstandshaltung sind für zahlreiche Fahrzeuge ab der Kompaktklasse aufwärts zu bekommen. Die Preise starten bei etwa 1.000 Euro.

Einen noch größeren Effekt vermitteln die Navisysteme. Sie erhöhen der Studie zu Folge die Sicherheit, indem sie die Orientierung der Fahrer verbessern und so abrupte Spurwechsel und plötzliche Bremsmanöver verhindern. Moderne Geräte können zudem den Verbrauch senken, indem sie besonders ökonomische Routen berechnen.

Ebenfalls untersucht wurden Totwinkel-Assistenten und Geschwindigkeitswarner für die Kurvenfahrt. In beiden Fällen waren die nach dem Test befragten Fahrer der Meinung, dass die Systeme die Sicherheit erhöhen. Während der Totwinkel-Assistent im Stadtverkehr als besonders hilfreich empfunden wurde, entfaltete der Kurven-Assistent seine Wirkung aus Nutzersicht am besten auf Landstraßen.

An dem Feldtest waren rund 1.000 Pkw und Lkw beteiligt, die zwölf Monate lang europaweit im Einsatz waren. Zu den Mitgliedern des EuroFOT-Konsortiums gehören unter anderem Automobilhersteller wie Ford, Volkswagen und Volvo, Zulieferer wie Bosch und Delphi sowie zahlreiche Universitäten und Forschungseinrichtungen. djd/dmd

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