Mit Billigautos zur Nr.1 auf dem Weltmarkt
09 Juli, 2012
Billigautos gehören zur weltweit am schnellsten wachsenden Fahrzeugklasse. Am Billigauto kommt kein Automobilhersteller mehr vorbei, der Weltmarktführer werden will. Derzeit sind in Deutschland zwei Pkw für unter 7.000 Euro erhältlich:
Kein Hersteller kann ohne ein entsprechendes Billigfahrzeug zur Weltmarktführerschaft gelangen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung des Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen. So werden die Verkäufe von 6,5 Millionen Einheiten an Fahrzeugen für weniger als 8 000 Euro im Jahr 2011 auf gut 25 Millionen Autos im Jahr 2030 steigen. Nicht in den gesättigten Märkten von Europa und Nordamerika treibe das Billigauto bei der Motorisierung voran; vielmehr seien in den Schwellen- und Entwicklungsländer, die Zukunftsmärkte der Automobilindustrie zu finden.
Und was machen die Sucher? Die Kooperation zwischen VW und Suzuki steht nach monatelangem Streit vor dem Aus. VW hatte gestört, dass Suzuki seine Partnerschaft mit Fiat in 2011 ausgebaut hatte und Dieselmotoren bestellt hatte, die auch aus Wolfsburg hätten kommen können. VW interpretierte dies als Verstoß gegen den 2009 geschlossenen Kooperationsvertrag; Suzuki konterte, dass VW den Japanern nicht Zugriff auf die eigenen Technologien gewährt hätte. Seither will der Kleinwagenspezialist die Scheidung von den Niedersachen.
Dabei hatte die Allianz mit den Japanern den Zweck, ein Konzept für Billigautos zu entwickeln, um die Marktanteile in Schwellenländern wie Indien und China auszuweiten. Ein Großteil der in Indien verkauften Pkw sind Maruti-Suzuki, die beim Preis zum Großteil unter 5 000 Euro liegen. Abgesehen von dem gut 2 000 Euro teuren Tata Nano sind die Variationen des betagten Suzuki Alto, auch "Suzuki 800" genannt, die zurzeit weltweit meistverkauften Billigautos. Und mit dem Scheitern dieser Zusammenarbeit steht VW ohne schlüssiges Konzept da und ist damit in dem am schnellsten wachsenden Bereich in den Entwicklungsmärkten nicht vertreten.
Hyundai hat es dagegen aus eigener Kraft geschafft, 2011 den "Eon" in Indien auf den Markt zu bringen. Umgerechnet kostet der Billigheimer knapp über 4 000 Euro. Damit hat ein wichtiger VW-Wettbewerber ein schlagkräftiges Low-Cost-Auto im Programm. Doch auch Deutschland hat nach Ansicht des CAR-Instituts ein Potential von rund 100 000 Einheiten pro Jahr für Autos dieser Preisklasse offen. Schon heute weisen manche immerhin einen Preisunterschied von 35 Prozent oder mehr zu den klassischen Fahrzeugen der Volumenhersteller auf. Wie der SUV Duster der rumänischen Renault-Tochter Dacia, der mit dem Einstiegspreis von 10 990 Euro deutlich unter dem VW Tiguan mit einem Einstiegspreis von 24 175 Euro liegt. Sogar der nicht mehr taufrische Suzuki Grand Vitara kostet noch 19 990 Euro.
In Deutschland sind zurzeit folgende Autos für unter 7 000 Euro erhältlich:
Das ist zum einer der Dacia Sandero zum Preis von 6 790 Euro und
das Aktionsangebot des auslaufenden Fiat Panda Classic für 6 990 Euro.
Dacia verkauft mehr Fahrzeuge als Mitsubishi oder Chevrolet; das zeigt, dass die erfolgreichen Rumänen im Gegensatz zu den meisten ihrer Wettbewerber das Potential dieser Preiskategorie auch am deutschen Markt erkannt hat. tm/mid Bildquelle: Tata
Und was machen die Sucher? Die Kooperation zwischen VW und Suzuki steht nach monatelangem Streit vor dem Aus. VW hatte gestört, dass Suzuki seine Partnerschaft mit Fiat in 2011 ausgebaut hatte und Dieselmotoren bestellt hatte, die auch aus Wolfsburg hätten kommen können. VW interpretierte dies als Verstoß gegen den 2009 geschlossenen Kooperationsvertrag; Suzuki konterte, dass VW den Japanern nicht Zugriff auf die eigenen Technologien gewährt hätte. Seither will der Kleinwagenspezialist die Scheidung von den Niedersachen.
Dabei hatte die Allianz mit den Japanern den Zweck, ein Konzept für Billigautos zu entwickeln, um die Marktanteile in Schwellenländern wie Indien und China auszuweiten. Ein Großteil der in Indien verkauften Pkw sind Maruti-Suzuki, die beim Preis zum Großteil unter 5 000 Euro liegen. Abgesehen von dem gut 2 000 Euro teuren Tata Nano sind die Variationen des betagten Suzuki Alto, auch "Suzuki 800" genannt, die zurzeit weltweit meistverkauften Billigautos. Und mit dem Scheitern dieser Zusammenarbeit steht VW ohne schlüssiges Konzept da und ist damit in dem am schnellsten wachsenden Bereich in den Entwicklungsmärkten nicht vertreten.
Hyundai hat es dagegen aus eigener Kraft geschafft, 2011 den "Eon" in Indien auf den Markt zu bringen. Umgerechnet kostet der Billigheimer knapp über 4 000 Euro. Damit hat ein wichtiger VW-Wettbewerber ein schlagkräftiges Low-Cost-Auto im Programm. Doch auch Deutschland hat nach Ansicht des CAR-Instituts ein Potential von rund 100 000 Einheiten pro Jahr für Autos dieser Preisklasse offen. Schon heute weisen manche immerhin einen Preisunterschied von 35 Prozent oder mehr zu den klassischen Fahrzeugen der Volumenhersteller auf. Wie der SUV Duster der rumänischen Renault-Tochter Dacia, der mit dem Einstiegspreis von 10 990 Euro deutlich unter dem VW Tiguan mit einem Einstiegspreis von 24 175 Euro liegt. Sogar der nicht mehr taufrische Suzuki Grand Vitara kostet noch 19 990 Euro.
In Deutschland sind zurzeit folgende Autos für unter 7 000 Euro erhältlich:
Das ist zum einer der Dacia Sandero zum Preis von 6 790 Euro und
das Aktionsangebot des auslaufenden Fiat Panda Classic für 6 990 Euro.
Dacia verkauft mehr Fahrzeuge als Mitsubishi oder Chevrolet; das zeigt, dass die erfolgreichen Rumänen im Gegensatz zu den meisten ihrer Wettbewerber das Potential dieser Preiskategorie auch am deutschen Markt erkannt hat. tm/mid Bildquelle: Tata
zurück zu den News News Archiv
Bitte beachten Sie, dass die Meldung den Stand der Dinge zum Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung wiedergibt.