Autotest BMW 3er Touring: Luxus-Lader statt Lastesel-Langeweiler
06 Juli, 2012
Hier finden Sie den Autotest mit den technischen Autodaten des neuen BMW 3er Touring: Er ist einer der beliebtesten BMW Deutschlands, bestreitet mit über 40 Prozent Verkaufsanteil fast die Hälfte der 3er-Baureihe. Verbindet der 3er Touring doch die Sportlichkeit der Limousine mit dem Alltags-
nutzen eines Kombis ohne dabei den Lastesel-Langeweiler zu geben. Die fünfte Generation, die am 22. September zu Preisen ab 37.100 Euro auf den Automarkt rollt, hat in allen Dimensionen zugelegt: noch sportlicher, noch alltagstauglicher, noch dynamischer.
Tatsächlich haben die Bayern es geschafft, den Schwung der Limousine in die Form des Kombis zu gießen. Wobei das Augenmerk der Designer vor allem der Heckgestaltung galt, der Vorderwagen fällt bis zur B-Säule identisch mit der Limousine aus. Dafür ähnelt die Heckansicht nun sehr dem 5er Touring. In der Seitenansicht, die sich mit spannungsvollen Sicken und Lichtkanten um fast zehn Zentimeter auf 4,62 Meter streckt, findet der 3er Touring seinen eigenen Auftritt. Das Längenwachstum kommt vorrangig dem Gepäckraum zu Gute. Um 35 auf 495 Liter haben ihn die Ingenieure aufgestockt - bei umgeklappter Rücksitzlehne werden daraus 1 500 Liter. "Mehr bekommen Sie zurzeit in keinem Fahrzeug dieses Segments", frohlockt BMW-Produktionsvorstand Frank-Peter Arndt. Freilich nur, wenn dieses Segment auf Audi A4 Avant (490 Liter) und Mercedes C-Klasse (485 Liter) zugeschnitten bleibt. Ein VW Passat Variant (603 Liter) oder Opel Insignia ST (540 Liter) schleppen da locker noch ein, zwei Koffer mehr weg.
Die im Verhältnis 40:20:40 teilbare Rücksitzbank, eine Edelstahlblende auf der 62 Zentimeter niedrigen Ladekante, das separate Trennnetzrollo sowie das im Unterboden verstaubare Abdeckrollo gehören zur Serienausstattung.
Fünf Zentimeter mehr Radstand sind im Innenraum auch in der größeren Beinfreiheit auf den hinteren Plätzen zu spüren. Ansonsten erscheint das Interieur wie bei der Limousine gewohnt hochwertig, das Cockpit ist leicht zum Fahrer geneigt, die Bedienung gelingt intuitiv. Materialien und Verarbeitung sind top und können wie bei der Limousine durch die Ausstattungsvarianten "Modern Line", "Luxury Line" und "Sport Line" für jeweils 1 900 Euro Aufpreis mit farblichen Applikationen, speziellen Polsterungen, Chromzierleisten und Flächen in mattiertem Au oder Holz weiter veredelt werden. Auch ein M Sportpaket mit 18 Zoll-Alurädern, Sportfahrwerk und ?sitzen in Alcantara, M-Aerodynamikpaket und Lederlenkrad für 4 300 Euro ist zu haben.
Identisch zur Limousine sind auch Technik und Motoren. Der 3er Touring startet im September vorerst nur mit den stärkeren Triebwerken, den beiden Dieseln 320d mit 135 kW/184 PS und dem Sechszylinder-Selbstzünder 330d mit 190 kW/258 PS sowie dem Vierzylinder-Benziner 328i mit 180 kW/245 PS, der allein für die erste Ausfahrt zur Verfügung stand. Wie nicht anders gewohnt, ist der Vierzylinder-Benziner ein souveränes Triebwerk, das es in puncto Leistungsentfaltung, Durchzug und Laufkultur durchaus mit einem Sechszylinder aufnehmen kann und den Fahrer in und zu keiner Zeit und Situation in Verlegenheit bringt. Bis zu 40 Kilogramm weniger Gewicht und dank allseits serienmäßig verbauter Start-Stopp-Automatik darf BMW im kombinierten EU-Normverbrauch 6,5 Liter pro 100 Kilometer ins Datenblatt schreiben. Der Bordcomputer zeigte bei unseren Tests im Münchner Umland natürlich gut zwei Liter mehr an. Wer wirklich sparen will, muss bis November warten, wenn die Basisaggregate 316d mit 85 kW/116 PS und 318d mit 105 kW/140 PS sowie der 320i mit 135 kW/184 PS folgen sollen. Dann sinkt außerdem der Einstiegspreis auf 32 350 Euro.
Unser 328i-Testwagen (ab 39 150 Euro) war mit der schnell, präzise und butterweich schaltenden Achtgang-Sportautomatik ausgerüstet, die inklusive Schaltwippen am Lenkrad auch noch mal stolze 2 600 Euro Aufpreis kostet.
Apropos, selbstverständlich gibt es gegen Extra-Euros nun auch im Dreier alles, was das Münchener Technik- und Komfortregal zu bieten hat. Von den vielen elektronischen Helferchen wie Abstandsradar mit Stop&Go-Funktion (1 550 Euro), farbiges Headup-Display (980 Euro), Rückfahrkamera (420 Euro) mit Surround View (700 Euro), Parkpieper (790 Euro), Spurhalte-Assistent (520 Euro) und Spurwechselwarner (560 Euro), Parkassistent (350 Euro), Panorama-Glasdach (1 500 Euro) oder Multimedia- und Navigationssysteme (ab 1590 bis 2390 Euro) inklusive Bluetooth- und Online-Funktionen (890 Euro). Frank Wald/mid
Bewertung:
Plus: kräftiger Antrieb, ausgezeichnete Fahrdynamik, vergleichsweise großer Kofferraum
Minus: hoher Anschaffungspreis und teure Extra-Optionen
Technische Autodaten: BMW 328i Touring:
Fünftüriger Kombi, Länge/Breite/Höhe/Radstand: 4,62 Meter/1,81 Meter/1,43 Meter/2,81 Meter, Kofferraumvolumen: 495 ? 1 500 Liter
2,0-Liter-Vierzylinder-Benzindirekteinspritzer mit 180 kW/245 PS, max. Drehmoment: 350 Nm bei 1250-4800 U/min, 0-100 km/h: 6,0 Sek., Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h, Verbrauch (mit Serienbereifung 225/50 R17), : 6,8 Liter Super/100 km, CO2-Ausstoß: 159 g/km, Preis: ab 39 150 Euro fw/mid Bildquelle: BMW
Bildunterschrift: mid Garching - BMW bringt am 22. September den neuen 3er touring in den Handel.
Tatsächlich haben die Bayern es geschafft, den Schwung der Limousine in die Form des Kombis zu gießen. Wobei das Augenmerk der Designer vor allem der Heckgestaltung galt, der Vorderwagen fällt bis zur B-Säule identisch mit der Limousine aus. Dafür ähnelt die Heckansicht nun sehr dem 5er Touring. In der Seitenansicht, die sich mit spannungsvollen Sicken und Lichtkanten um fast zehn Zentimeter auf 4,62 Meter streckt, findet der 3er Touring seinen eigenen Auftritt. Das Längenwachstum kommt vorrangig dem Gepäckraum zu Gute. Um 35 auf 495 Liter haben ihn die Ingenieure aufgestockt - bei umgeklappter Rücksitzlehne werden daraus 1 500 Liter. "Mehr bekommen Sie zurzeit in keinem Fahrzeug dieses Segments", frohlockt BMW-Produktionsvorstand Frank-Peter Arndt. Freilich nur, wenn dieses Segment auf Audi A4 Avant (490 Liter) und Mercedes C-Klasse (485 Liter) zugeschnitten bleibt. Ein VW Passat Variant (603 Liter) oder Opel Insignia ST (540 Liter) schleppen da locker noch ein, zwei Koffer mehr weg.
Die im Verhältnis 40:20:40 teilbare Rücksitzbank, eine Edelstahlblende auf der 62 Zentimeter niedrigen Ladekante, das separate Trennnetzrollo sowie das im Unterboden verstaubare Abdeckrollo gehören zur Serienausstattung.
Fünf Zentimeter mehr Radstand sind im Innenraum auch in der größeren Beinfreiheit auf den hinteren Plätzen zu spüren. Ansonsten erscheint das Interieur wie bei der Limousine gewohnt hochwertig, das Cockpit ist leicht zum Fahrer geneigt, die Bedienung gelingt intuitiv. Materialien und Verarbeitung sind top und können wie bei der Limousine durch die Ausstattungsvarianten "Modern Line", "Luxury Line" und "Sport Line" für jeweils 1 900 Euro Aufpreis mit farblichen Applikationen, speziellen Polsterungen, Chromzierleisten und Flächen in mattiertem Au oder Holz weiter veredelt werden. Auch ein M Sportpaket mit 18 Zoll-Alurädern, Sportfahrwerk und ?sitzen in Alcantara, M-Aerodynamikpaket und Lederlenkrad für 4 300 Euro ist zu haben.
Identisch zur Limousine sind auch Technik und Motoren. Der 3er Touring startet im September vorerst nur mit den stärkeren Triebwerken, den beiden Dieseln 320d mit 135 kW/184 PS und dem Sechszylinder-Selbstzünder 330d mit 190 kW/258 PS sowie dem Vierzylinder-Benziner 328i mit 180 kW/245 PS, der allein für die erste Ausfahrt zur Verfügung stand. Wie nicht anders gewohnt, ist der Vierzylinder-Benziner ein souveränes Triebwerk, das es in puncto Leistungsentfaltung, Durchzug und Laufkultur durchaus mit einem Sechszylinder aufnehmen kann und den Fahrer in und zu keiner Zeit und Situation in Verlegenheit bringt. Bis zu 40 Kilogramm weniger Gewicht und dank allseits serienmäßig verbauter Start-Stopp-Automatik darf BMW im kombinierten EU-Normverbrauch 6,5 Liter pro 100 Kilometer ins Datenblatt schreiben. Der Bordcomputer zeigte bei unseren Tests im Münchner Umland natürlich gut zwei Liter mehr an. Wer wirklich sparen will, muss bis November warten, wenn die Basisaggregate 316d mit 85 kW/116 PS und 318d mit 105 kW/140 PS sowie der 320i mit 135 kW/184 PS folgen sollen. Dann sinkt außerdem der Einstiegspreis auf 32 350 Euro.
Unser 328i-Testwagen (ab 39 150 Euro) war mit der schnell, präzise und butterweich schaltenden Achtgang-Sportautomatik ausgerüstet, die inklusive Schaltwippen am Lenkrad auch noch mal stolze 2 600 Euro Aufpreis kostet.
Apropos, selbstverständlich gibt es gegen Extra-Euros nun auch im Dreier alles, was das Münchener Technik- und Komfortregal zu bieten hat. Von den vielen elektronischen Helferchen wie Abstandsradar mit Stop&Go-Funktion (1 550 Euro), farbiges Headup-Display (980 Euro), Rückfahrkamera (420 Euro) mit Surround View (700 Euro), Parkpieper (790 Euro), Spurhalte-Assistent (520 Euro) und Spurwechselwarner (560 Euro), Parkassistent (350 Euro), Panorama-Glasdach (1 500 Euro) oder Multimedia- und Navigationssysteme (ab 1590 bis 2390 Euro) inklusive Bluetooth- und Online-Funktionen (890 Euro). Frank Wald/mid
Bewertung:
Plus: kräftiger Antrieb, ausgezeichnete Fahrdynamik, vergleichsweise großer Kofferraum
Minus: hoher Anschaffungspreis und teure Extra-Optionen
Technische Autodaten: BMW 328i Touring:
Fünftüriger Kombi, Länge/Breite/Höhe/Radstand: 4,62 Meter/1,81 Meter/1,43 Meter/2,81 Meter, Kofferraumvolumen: 495 ? 1 500 Liter
2,0-Liter-Vierzylinder-Benzindirekteinspritzer mit 180 kW/245 PS, max. Drehmoment: 350 Nm bei 1250-4800 U/min, 0-100 km/h: 6,0 Sek., Höchstgeschwindigkeit: 250 km/h, Verbrauch (mit Serienbereifung 225/50 R17), : 6,8 Liter Super/100 km, CO2-Ausstoß: 159 g/km, Preis: ab 39 150 Euro fw/mid Bildquelle: BMW
Bildunterschrift: mid Garching - BMW bringt am 22. September den neuen 3er touring in den Handel.
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