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Kfz-Schiedsstellen: Mehr Aufträge - weniger Beschwerden

15 Mai, 2012

Kunden von Autowerkstätten und Gebrauchtwagenkäufer können sich in Deutschland bei 130 Kfz-Schiedsstellen beschweren, wenn sie mit der Leistung eines Betriebes nicht zufrieden sind und dieser Mitglied der Kfz-Innung ist. 2011 machten 12.053 Kunden davon Gebrauch.

Das waren 1 236 oder 9,3 Prozent weniger als 2010. Und das bei einer Steigerung der Reparatur- und Wartungsaufträge um 5,4 Prozent von 71,9 Millionen auf 75,8 Millionen Aufträge. Damit führte jeder der 38 000 Kfz-Innungsbetriebe in Deutschland rund 2 000 Aufträge durch.
10 800 oder 90 Prozent der Anträge wurde bereits in Vorverfahren auf dem "kleinen Schlichtungsweg" zwischen Autowerkstatt und Kunde unter Einschaltung des Obermeisters geregelt.
Rund zehn Prozent der Anträge an die Schiedsstellen landeten bei einer Schiedskommission. Eine knappe Hälfte davon wurde mit einem Vergleich abgeschlossen. In 17 Prozent der Fälle entschied die Schiedskommission für die Antragsteller. Die Werkstätten bekamen in 24 Prozent der Fälle Recht. Die restlichen Verfahren waren Ende 2011 noch nicht abgeschlossen. Nach Ansicht von Axel Koblitz, ZDK-Hauptgeschäftsführer, hätten die Kfz-Schiedsstellen damit ihre Funktion als Instrument des Verbraucherschutzes voll erfüllt.
Hauptgrund für eine Beschwerde ist die Rechnungshöhe in rund 4 000 Fällen. In etwa 3 000 Beschwerden wird eine unsachgemäße Arbeit bemängelt. Ausgeführte, aber nicht in Auftrag gegebene Arbeiten sind 2 700 mal Anlass. Kapp 2 000 mal ging es wegen des Gebrauchtwagen zur Schiedsstelle. Fast 75 Prozent davon beklagten "technische Mängel", ein knappes Viertel führte "Unfallschäden" und der kleine Rest "fehlerhafte Gesamtfahrleistung" ins Feld. kzr/mid
Bildquelle: ADAC

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