Warnblinkanlagen f?r Motorr?der
26 April, 2007
EU-Kommission: Keine Warnblinker f?r alle Motorr?der. Noch vor wenigen Jahren gab es praktisch keine Warnblinker f?r Motorr?der, obwohl gerade die Biker Widrigkeiten ausgesetzt sind, die der Autofahrer ?berhaupt nicht kennt. Steinschlag, Insektenflug, Regen oder verschmutzte und beschlagene Visiere sind die h?ufigsten Ursachen um Biker au?erplanm??ig zu einem Nothalt zu zwingen. Lediglich zwei Motorradhersteller (BMW und Harley-Davidson)sind freiwillig dazu ?bergegangen, werksseitig Warnblinkanlagen bei allen Fahrzeugen einzubauen.
Bei allen anderen Marken gibt es, von wenigen kleinen Modellreihen abgesehen, diese Technik nicht, auch nicht einmal als Option. Eine Nachr?stung bietet kein einziger Hersteller. Was der freie Markt an L?sungen anbietet, entspricht nicht den Vorschriften. Es sind selbst gebastelte und oftmals abenteuerliche Behelfe, ohne Schutz vor Wasser, Vibration und St??e, und nat?rlich ohne T?V. Deutschland spielte eine Vorreiterrolle, verabschiedete am 23.03.2000 ((BGBl 1 ab Seite 310)) ein Gesetz, wonach f?r alle nach dem 17.07.2003 erstmals zugelassene Motorr?der ?ber eine Warnblinkanlage verf?gen m?ssen. Die EG-Kommission legte doch sofort Veto ein, und untersagte diesen nationalen Alleingang.
Inzwischen liegen vom Europ?ischen Parlament Antr?ge vor, dass nun auch Motorr?der, die ?berall in Europa ohnehin mit einem Fahrtrichtungsanzeiger (Blinkanlage) ausgestattet sein m?ssen, k?nftig auch ?ber eine Warnblinkanlage verf?gen m?ssen. Die EU wiegelte jedoch ab. Es ist zwar richtig, so Dr. Stefan Tostmann, zust?ndiger Leiter bei der EU-Kommission, dass alle Pkw, Lkw und Busse ?ber einen Warnblinker, dar?ber hinaus auch mit Warndreiecken, in vielen L?ndern zudem auch noch mit Warnwesten und in einer Reihe weiterer Vorschriften auch noch Leuchtfackeln ausgestattet sein m?ssen, nicht aber die Motorr?der. Hier weisen die Statistiken nicht gen?gend Unf?lle aus. Erst wenn, statistisch gesehen, genug Verkehrsteilnehmer get?tet und ausreichend viele verletzt wurden, besteht vorbeugender Handlungsbedarf.
Die Br?sseler B?rokraten vertreten die Auffassung, dass es gen?gt, wenn statt Vorschriften speziell bei dieser Personengruppe auf die Eigenverantwortung gesetzt wird. Ein Argument, dass bei keinem einzigen motorisierten Verkehrsteilnehmer auf Verst?ndnis st??t. Warnblinkanlagen an Motorr?dern sollen nicht nur die Biker sch?tzen, sondern den gesamten nachfolgend flie?enden Verkehr, der sich einer Gefahrenzone n?hert. Ausnahmslos alle Statistiken belegen, dass in der Relation Motorr?der ?fter verunfallen, als Autos. Der Grund ist ebenfalls eindeutig, ?berh?hte Geschwindigkeit. Auch sind ?berall in der Relation die Alkoholdelikte im Stra?enverkehr bei Motorradfahrern h?her als bei Pkw- oder Lkw-Fahrern. Motorradfahrer liegen laut Statistik in Punkto Verkehrsdisziplin und Verantwortungsbewusstsein weit hinter den Autofahrern. Und ausgerechnet bei der statistisch unzuverl?ssigsten Gruppe aller Fahrzeugf?hrer setzen die Europ?er auf Eigenverantwortung, wogegen die Zielgruppe, die sich statistisch als deutlich zuverl?ssiger bewiesen hat, mit Gesetzesvorschriften belegt wird.
Nicht alle, aber immer noch viel zu viele Motorradfahrer fallen durch ihren r?cksichtslosen und unverantwortlichen Fahrstil auf. Ausgerechnet bei diesen Verkehrsteilnehmern setzt Br?ssel auf Freiwilligkeit, Einsicht und Vernunft. Da stellt sich automatisch die Frage, warum noch nicht einmal ann?hernd zehn Prozent, und damit weit mehr als zehn Millionen noch nicht mit Warnblinkern nach- bzw. ausger?stet ist?
In der Nachkriegzeit, als die derzeit g?ltigen Gesetze gemacht wurden, waren die Autobahnen noch nicht total mit Leitplanken eingez?unt. Diese Zeit ist ebenso vorbei, wie die, als die Kr?der aufgrund des Gewichtes, und damaligen geringen Bebauung noch problemlos aus praktisch jeder Gefahrenzone weg geschoben werden konnten. Heute sind sie im Falle einer Panne ebenso ein Hindernis wie ein Automobil, jedoch wegen ihrer schlanken Silhouette schlechter und somit sp?ter zu erkennen. Hinzu kommt, dass Motorradfahrer weitaus mehr Anl?sse als Autofahrer haben, unverhofft anhalten zu m?ssen. Eigentlich so gut wie nie haben Biker die M?glichkeit, ihre bis zu 400 kg schwere Maschinen aus einer Gefahrenzone zu bugsieren. Und genau diese schlanke Silhouette ist der Grund, warum auf der anderen Seite alle Motorbikes tags?ber mit Licht fahren m?ssen.
Der gesunde Menschenverstand, einzelne Regierungen, viele Interessenverb?nde und nicht zuletzt das Europ?ische Parlament fordern deshalb Abhilfe durch eine gesetzliche Regelung. Doch EU-Kommissar Tostmann sieht trotz aller Forderungen weiterhin keinen Handlungsbedarf. Und solange die Europab?rokratie in dieser Situation von einer einzigen Person abh?ngig ist, bleiben Verkehrsteilnehmer, Politiker und s?mtliche Verkehrsexperten mehr oder weniger machtlos. (autoreporter.net ar/hve/os)
Inzwischen liegen vom Europ?ischen Parlament Antr?ge vor, dass nun auch Motorr?der, die ?berall in Europa ohnehin mit einem Fahrtrichtungsanzeiger (Blinkanlage) ausgestattet sein m?ssen, k?nftig auch ?ber eine Warnblinkanlage verf?gen m?ssen. Die EU wiegelte jedoch ab. Es ist zwar richtig, so Dr. Stefan Tostmann, zust?ndiger Leiter bei der EU-Kommission, dass alle Pkw, Lkw und Busse ?ber einen Warnblinker, dar?ber hinaus auch mit Warndreiecken, in vielen L?ndern zudem auch noch mit Warnwesten und in einer Reihe weiterer Vorschriften auch noch Leuchtfackeln ausgestattet sein m?ssen, nicht aber die Motorr?der. Hier weisen die Statistiken nicht gen?gend Unf?lle aus. Erst wenn, statistisch gesehen, genug Verkehrsteilnehmer get?tet und ausreichend viele verletzt wurden, besteht vorbeugender Handlungsbedarf.
Die Br?sseler B?rokraten vertreten die Auffassung, dass es gen?gt, wenn statt Vorschriften speziell bei dieser Personengruppe auf die Eigenverantwortung gesetzt wird. Ein Argument, dass bei keinem einzigen motorisierten Verkehrsteilnehmer auf Verst?ndnis st??t. Warnblinkanlagen an Motorr?dern sollen nicht nur die Biker sch?tzen, sondern den gesamten nachfolgend flie?enden Verkehr, der sich einer Gefahrenzone n?hert. Ausnahmslos alle Statistiken belegen, dass in der Relation Motorr?der ?fter verunfallen, als Autos. Der Grund ist ebenfalls eindeutig, ?berh?hte Geschwindigkeit. Auch sind ?berall in der Relation die Alkoholdelikte im Stra?enverkehr bei Motorradfahrern h?her als bei Pkw- oder Lkw-Fahrern. Motorradfahrer liegen laut Statistik in Punkto Verkehrsdisziplin und Verantwortungsbewusstsein weit hinter den Autofahrern. Und ausgerechnet bei der statistisch unzuverl?ssigsten Gruppe aller Fahrzeugf?hrer setzen die Europ?er auf Eigenverantwortung, wogegen die Zielgruppe, die sich statistisch als deutlich zuverl?ssiger bewiesen hat, mit Gesetzesvorschriften belegt wird.
Nicht alle, aber immer noch viel zu viele Motorradfahrer fallen durch ihren r?cksichtslosen und unverantwortlichen Fahrstil auf. Ausgerechnet bei diesen Verkehrsteilnehmern setzt Br?ssel auf Freiwilligkeit, Einsicht und Vernunft. Da stellt sich automatisch die Frage, warum noch nicht einmal ann?hernd zehn Prozent, und damit weit mehr als zehn Millionen noch nicht mit Warnblinkern nach- bzw. ausger?stet ist?
In der Nachkriegzeit, als die derzeit g?ltigen Gesetze gemacht wurden, waren die Autobahnen noch nicht total mit Leitplanken eingez?unt. Diese Zeit ist ebenso vorbei, wie die, als die Kr?der aufgrund des Gewichtes, und damaligen geringen Bebauung noch problemlos aus praktisch jeder Gefahrenzone weg geschoben werden konnten. Heute sind sie im Falle einer Panne ebenso ein Hindernis wie ein Automobil, jedoch wegen ihrer schlanken Silhouette schlechter und somit sp?ter zu erkennen. Hinzu kommt, dass Motorradfahrer weitaus mehr Anl?sse als Autofahrer haben, unverhofft anhalten zu m?ssen. Eigentlich so gut wie nie haben Biker die M?glichkeit, ihre bis zu 400 kg schwere Maschinen aus einer Gefahrenzone zu bugsieren. Und genau diese schlanke Silhouette ist der Grund, warum auf der anderen Seite alle Motorbikes tags?ber mit Licht fahren m?ssen.
Der gesunde Menschenverstand, einzelne Regierungen, viele Interessenverb?nde und nicht zuletzt das Europ?ische Parlament fordern deshalb Abhilfe durch eine gesetzliche Regelung. Doch EU-Kommissar Tostmann sieht trotz aller Forderungen weiterhin keinen Handlungsbedarf. Und solange die Europab?rokratie in dieser Situation von einer einzigen Person abh?ngig ist, bleiben Verkehrsteilnehmer, Politiker und s?mtliche Verkehrsexperten mehr oder weniger machtlos. (autoreporter.net ar/hve/os)
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