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Ford Neuheiten 2013 - Aus Fusion wird Mondeo

13 Januar, 2012

Auf der eigens für die Baureihe entwickelten Plattform sollen weltweit zahlreiche Ford Neuheiten entstehen; so für Europa die nächste Generation des Ford Mondeo, der 2013 auf den Markt kommt. Ford hat es jetzt schwarz

auf weiß bestätigt bekommen: Die renommierte amerikanische Fachzeitschrift "Autoweek" hat den Ford Fusion als "Best in Show" gekürt. Damit ist die Premiere des neuen Mittelklasse Fusion zur herausragenden Neuheut der jüngsten Detroit Motorshow geadelt. Ford hat mit dem Fusion auch Großes vor. Auf der eigens für die Baureihe entwickelten Plattform sollen weltweit zahlreiche neue Modelle entstehen; so für Europa die nächste Generation des Ford Mondeo, der 2013 auf den Markt kommt.
Seit den Sechzigern des letzten Jahrhunderts vereinte die beiden großen amerikanischen Autohersteller und Martin Luther King die visionäre Gemeinsamkeit: "I have a dream!" - Doch während der schwarze Bürgerrechtler von gleichen Rechten für alle Amerikaner träumte, haben General Motors und Ford an der Vision vom Weltauto für alle Menschen geglaubt, das sie möglichst einheitlich in Design und Technik beglücken sollte. Beide Autobauer scheiterten mit ihren Bemühungen grandios. GM schaffte es zwischen 1968 und 1979 mit der heckgetriebenen "X-Body-Plattform" und dem folgenden Pendant mit Frontantrieb nicht wirklich, die weltweiten Märkte mit einheitlichen Formen und Techniken zu verlocken. Auch beim Ford Escort, der ab 1981 als Weltauto den Globus stürmen sollte, hörten nicht alle Völker auf die Signale. Die kompakte Limousine fand nur in ausgewählten Märkten wie Europa den erhofften Anklang. Das gemeinsame Scheitern der Weltautoprojekte hat sich im Wesentlichen auf die ignorierte Erkenntnis gegründet, dass die Geschmäcker der Menschen und vor allem der Kulturen nun einmal verschieden sind. Dazu hat sich die Fehleinschätzung gesellt, dass am kleinsten gemeinsamen Nenner, dem technischen Aufwand, die Autowelt genesen sollte.
Volkswagen und Toyota waren schließlich die beiden großen Autobauer aus Europa und Japan, die aus den Irrtümern der amerikanischen Weltauto-Träume ihre überaus erfolgreiche Plattformstrategie entwickelt haben. Also gleiche Technik, identische Teile und Komponenten, wo es der Kunde nicht sieht und für die unterschiedlichen Geschmäcker und Bedürfnisse angepasste Karosserieformen und Interieurs. Der Erfolg dieser Plattformstrategien fußte nicht zuletzt auf der klugen Entscheidung, die Qualität der Plattformen in Punkto Auslegung und Fertigung am oberen Rand zu fixieren.
Diese Strategie hat nun auch Ford verstanden. Nachdem die erste, im Oktober 2005 vorgestellte Generation des Fusion mit großem Erfolg auf dem heimischen Markt eingeschlagen war, 2010 die wichtige Auszeichnung "North American Car of the Year" errungen und 2011 noch 240 000 Verkäufe erzielt hatte, geht nun die nächste Generation auf der komplett neu entwickelten CD-Plattform an den Start. Auf der entsteht nicht nur der nächste Mondeo, der ab 2013 im belgischen Werk in Genk von den Bändern läuft, sondern auch eine weitere Limousine für den asiatischen und speziell für den chinesischen Markt. Alle Fahrzeuge auf der CD-Plattform verfügen über einen Anteil an Gleichteilen von rund 80 Prozent.
Der Fusion, der in Amerika ausschließlich als Stufenhecklimousine gegen den Toyota Camry oder den VW Passat antritt, bietet bereits bei der Papierform handfeste Vorteile gegenüber dem deutschen Wettbewerber. Mit 4 896 Millimeter Länge übertrifft er den Wolfsburger Rivalen um glatte zehn Zentimeter und sogar die E-Klasse von Mercedes um einen Millimeter. Beim Radstand, wichtigstes Mass-Indiz für das Platzangebot im Innenraum und den Fahrkomfort distanziert der Fusion mit 2 850 Millimetern den Passat mit seinen 2 712 Millimetern geradezu um eine Klasse und tummelt sich damit im Reich des mittleren Mercedes (2 874 Millimeter Radstand).
Beachtung verdient die neue Ford-Strategie vor allem bei der Antriebstechnik, die Amerikanern nun auch konsequent ihren Landsleuten verordnen. V6-Motoren finden sich nicht mehr im neuen Fusion-Angebot. Ford setzt auf sparsame Vierzylinder mit der in Europa bewährten Eco-Boost-Technik, die auf reduzierte Hubräume (1,6 und 2,0 Liter), aber dafür auf Benzindirekteinspritzung und Aufladung setzt. Was zu standesgemäßen 179 PS beziehungsweise 237 PS führt. Dazu gesellt sich eine wahre Offensive an Hybridantrieben, sowohl klassisch mit Energierückgewinnung, als auch als Plug-in zum Aufladen der Batterieeinheit an einer Steckdose. Ford verspricht beim Plug-in mit voll geladenem Akku und einer Gallone Benzin (3,785 Liter) eine Reichweite von 100 Meilen, was 160 Kilometern entspricht. Die deutlich verbesserte Reichweite der Elektroantriebe geht auf den Wechsel von herkömmlichen Nickel-Metallhydrid-Batterien auf Lithium-Ionen-Akkus zurück.
Die CD-Plattform des Ford Fusion ist grundsätzlich für den Fronantrieb ausgelegt. Allradantrieb ist als Option möglich. Bei der Kraftübertragung liefert Ford auf Wunsch ein Sechsgang-Automatik-Getriebe mit Doppelkupplung, dessen Gänge sich auch am Lenkrad via Schaltwippen wechseln lassen. Beim Angebot der Assistenz-Systeme will sich Ford bei den CD-Plattform-Fahrzeugen ebenfalls keine Blöße geben. Wer zahlt, bekommt Spurhalte-, Einpark- oder Tote-Winkel-Assistenten ebenso wie eine adaptive Geschwindigkeitsregelung. Als Schmankerl für die künftigen Kunden aus Europa und Asien kündigt Ford auch das preisgekrönte Kommunikationssystem SYNC an. Damit lassen sich Telefon, Radio, Audio oder Navi besonders einfach per Sprachbefehl bedienen. Vier Millionen US-Kunden von Ford hat SYNC bereits überzeugt. tl/mid Bildquelle: Ford

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